Author Topic: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge  (Read 194237 times)

WerKater

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #800 on: January 26, 2016, 12:01:20 PM »
Im Folgenden rate ich jetzt etwas rum, weil ich das auch noch nie gemacht habe: Soweit ich weiß, werdet ihr auch für das ganze Jahr der Heirat zusammen veranlagt, wenn ihr nicht was anderes beantragt. Ihr müsst bloß in der Steuererklärung in Zeile 24 "Zusammenveranlagung" ankreuzen. Ich gehe davon aus dass ihr nur eine gemeinsame Steuererklärung macht?
Jap und Jap.
Dann müsste meines Erachtens alles so klappen. Haben wir evtl. hier einen echten STeuerexperten, der das bestätigen oder widerlegen kann?

LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #801 on: January 27, 2016, 12:13:35 AM »
Steuerklassenwechsel sind im Normalfall nur einmal im Jahr möglich, und das gilt dann soweit ich weiß auch für das ganze Jahr. Heirat weiß ich aber nicht. Die einfachste Sache ist, da beim Finanzamt nachzufragen, die müssen ja wahrheitsgemäß antworten und bei so einer Sache sollte die Wahrheit bekannt sein ;)

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generell:
Solange sich euer Einkommen auch nicht allzu sehr unterscheidet, ist die Steuerklasse 4/4 die Wahl. Ansonsten die 3/5.

Wechsel der Steuerklassen müssen vom Steuerzahler beantragt werden. Das sollte auch bei einer Heirat so sein.
Da ihr als Verheiratete weniger Steuer zahlt gehe ich auch stark davon aus, dass da nichts automatisch geschieht :P

WerKater

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #802 on: January 27, 2016, 12:23:48 AM »
Wechsel der Steuerklassen müssen vom Steuerzahler beantragt werden. Das sollte auch bei einer Heirat so sein.
Da ihr als Verheiratete weniger Steuer zahlt gehe ich auch stark davon aus, dass da nichts automatisch geschieht :P
Auch du verwechselst den Wechsel der Lohnsteuerklasse, (relevant für die Lohnsteuer, die aber nur eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer ist) mit der Einkommensteuer-Ersparnis durch Zusammenveranlagung. Nur um letztere ging es jetzt, denn die Lohnsteuerklasse hat FliXFantatier ja schon anpassen lassen.

Man könnte theoretisch auch beide Partner in Lohnsteuerklasse 6 einordnen lassen. Dann zahlt man im Jahresverlauf jede Menge Lohnsteuern, aber die am Ende durch den Einkommensteuerbescheid festgesetzte Einkommensteuer wird genau die gleiche sein, wie wenn man 4/4, 3/5 oder 5/3 gewählt hätte (man bekommt also eine hohe Rückzahlung). Einkommensteuer ist unabhängig von Lohnsteuerklassen. Der einzige Grund, das nicht so zu machen ist weil man so dem Staat einen kostenlosen Kredit geben würde.

LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #803 on: January 27, 2016, 05:59:56 AM »
Auch du verwechselst den Wechsel der Lohnsteuerklasse, (relevant für die Lohnsteuer, die aber nur eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer ist) mit der Einkommensteuer-Ersparnis durch Zusammenveranlagung. Nur um letztere ging es jetzt, denn die Lohnsteuerklasse hat FliXFantatier ja schon anpassen lassen.
Man sollte früh, bevor man aus dem Haus stürzt, nicht noch Forenbeiträge schreiben ^^

Christof

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #804 on: February 02, 2016, 01:26:48 PM »
Der einzige Grund, das nicht so zu machen ist weil man so dem Staat einen kostenlosen Kredit geben würde.

Nicht der einzige.... Es gibt Situationen, in denen man Steuern nachzahlen müsste, aber nicht verpflichtet ist, eine Einkommenssteuererklärung abzugeben. Dann ist es hilfreich, die Vorauszahlungen möglichst minimiert zu haben.

WerKater

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #805 on: February 03, 2016, 12:39:49 AM »
Der einzige Grund, das nicht so zu machen ist weil man so dem Staat einen kostenlosen Kredit geben würde.

Nicht der einzige.... Es gibt Situationen, in denen man Steuern nachzahlen müsste, aber nicht verpflichtet ist, eine Einkommenssteuererklärung abzugeben. Dann ist es hilfreich, die Vorauszahlungen möglichst minimiert zu haben.
Mag sein, aber indem man beide in Steuerklasse 6 einordnet (darum ging's mir ja, auch wenn mein Satz zugegebenermaßen etwas lang und dadurch evtl etwas verwirrend war), wird man garantiert die Vorauszahlungen nicht minimieren ;)

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #806 on: February 21, 2016, 12:52:58 PM »
Hi Leute,

weiß jemand wo man als Privatperson historische und aktuelle Kennzahlen von Aktienmärkten herbekommt? Also P/E-Verhältnis, Dividendenrendite, Preisrendite, Unternehmensgewinne etc? Kann man da irgendwas abonnieren? Bei Stoxx habe ich mal angefragt und da kann man nur Lizenzen für Indices kaufen, die dann mehrere Tausend Euro pro Jahr kosten. Das ist dann halt für Fonds oder so.

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #807 on: February 22, 2016, 08:23:32 AM »
So, habe solche Daten gefunden. Im Anhang habe ich mal die NAV und die 12-Monate-Dividendenrendite des iShares S&P 500 (ausschüttend) dargestellt. Jetzt frage ich mich warum so viele Leute denken der Markt sei überbewertet? Eigentlich ist die Dividendenrendite seit September 2015 wieder höher als der Durchschnitt der letzten 14 Jahre*. Und mit den Kursverlusten von Januar und Februar 2016 sieht es sogar noch "besser" aus.

Was haltet ihr davon?

PS: Ich weiß, der angenehmste und wahrscheinlich auch mit der beste Weg zu investieren ist einfach in regelmäßigen Abständen sein Erspartes zu investieren, egal was der Markt gerade macht. Aber ich habe den Anspruch den Hintergrund dieser "Weisheit" zu verstehen ;) Und nur weil der x-te Finanzblogger das schreibt heißt es ja noch lange nicht, dass es stimmt (würde gerne mal die Blogs vor 1999 lesen, ist bestimmt amüsant.


*und da Spielt die sehr hohe Dividendenrendite aus dem Crash um 2008 ja noch mit rein

dmn

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #808 on: February 22, 2016, 12:25:53 PM »
Jetzt frage ich mich warum so viele Leute denken der Markt sei überbewertet? Eigentlich ist die Dividendenrendite seit September 2015 wieder höher als der Durchschnitt der letzten 14 Jahre*. Und mit den Kursverlusten von Januar und Februar 2016 sieht es sogar noch "besser" aus.

Die Ausschüttungsquoten der Firmen im S&P 500 sind aktuell auf einem sehr hohen Niveau. Soweit ich weiß, schütten sie momentan durch Dividenden und Aktienrückkäufe mehr aus, als sie Gewinn machen. Die Differenz wird durch höhere Verschuldung finanziert. Historisch üblich ist umgekehrt, dass Firmen nur einen Teil des Gewinns ausschütten und den Rest investieren.

Bezogen auf die Unternehmensgewinne ist der S&P 500 tatsächlich teurer als im historischen Durchschnitt.
« Last Edit: February 22, 2016, 12:27:36 PM by dmn »

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #809 on: February 22, 2016, 12:56:39 PM »
Weißt du wo ich aktuelle Daten über die Unternehmensgewinne herbekomme? Insbesondere auch für andere Indices wäre das interessant.

Übrigens ist die historische Dividendenrendite vom S&P500 anscheinend auch höher als 4%, aber bei diesen Zahlen frage ich mich ob es überhaupt sinnvoll ist die Dividenden von Unternehmen von vor 100 Jahren existiert haben überhaupt zu berücksichtigen. Denn selbst im Jahr 2008, als Unternehmen wohl ziemlich unterbewertet waren, lag diese nur knapp über 2,5%.
« Last Edit: February 22, 2016, 12:59:52 PM by dachs »

FXF

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #810 on: March 02, 2016, 02:38:50 AM »
Hey,

Ich würde euch gerne auf meinen anderen Thread aufmerksam machen.
Moving to LA from Munich - So Many Questions Und einige Dinge mit euch hier dazu klären.

z.B.:
  • Macht es für uns beide sinn freiwillig in die DRV weiter einzuzahlen um die Zeit nicht zu 'verlieren'? Insbesondere, da meine Lebensgefährtin noch keine 5 Jahre Einzahlung hinter sich hat.
  • Macht ein Anwartschaftsvertrag mit der GKV sinn? So wie ich das verstehe können wir bei Rückkehr problemlos zurück in die GKV, allerdings gibt es seltene Fälle in denen jemand Krank zurückkommt und dann nicht reingelassen wird, dafür wäre ein Anwartschaftsvertag angeblich sinnvoll... Meinungen?
  • So wie ich das sehe gibt es keine legale möglichkeit meine Investiotionen in Deutschland zu behalten? Jetzt gerade wäre verkaufen nicht so schmerzhaft bin mitlerweile wieder bei +/-0 angekommen. So wie ich das sehe, kann ich drüben dann wenigstens (endlich) von den super günstigen ETFs profitieren.
  • Hat hier jemand erfahrung damit Geld rüberzuschicken (~80k€). Da könnten wenige prozent an gebüren und währungsschwankungen schon weh tun.
  • Sonst noch wichtige Punkte die ich beachten sollte?

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #811 on: March 07, 2016, 12:10:41 PM »
Hi Leute. Habe mal eine Frage bzgl. ETFs. Welche Dokumente sollte man sich denn jährlich anschauen und eventuell aufbewahren (wegen Steuern?). Gibt es da sowas wie den Jahresbericht bei AGs? Finde auf der iShares-Seite nichts.

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #812 on: March 07, 2016, 01:04:53 PM »
Also ich bewahre auf:
- scans der Einkommensteuererklärung
- die daraus resultierende steuerfestsetzung
- die Jahressteuerbescheinigung
- Alle Belege des Depots bzgl der Fonds (Ausschüttungsbelege, kauf- und verkaufsbelege etc)

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #813 on: March 07, 2016, 01:28:08 PM »
Also hast du keine thesaurierenden Fonds? Da müsste doch irgendwo stehen wieviel Dividende sie erhalten und wieder reinvestiert haben und wieviel Steuern im Herkunftsland angefallen sind.

Ah, und mich würde auch mal interessieren wieviel der Fond tatsächlich kostet. Die TER beinhaltet doch keine Handelskosten, oder?

Edit: Ich glaube ich habe es, steht im Bundesanzeiger.
« Last Edit: March 07, 2016, 02:03:31 PM by dachs »

brainfart

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #814 on: March 07, 2016, 11:43:20 PM »
> Ah, und mich würde auch mal interessieren wieviel der Fond tatsächlich kostet. Die TER beinhaltet doch keine Handelskosten, oder?

Das ist eigentlich im Detail wurscht, es kommt auf die Tracking-Differenz an, in der steckt alles drin. Solltest du mal nach dem Stichwort suchen.

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #815 on: March 08, 2016, 03:19:02 AM »
Finde ich eigentlich nicht, denn die Tracking Differenz (oder Tracking Error) kann ja auch bei Fonds entstehen die "optimized sampling" betreiben, wie z.B. der MSCI World. Dann werden nicht alle Aktien des Index gekauft, sondern die, die den Index auch ganz gut abbilden. Und daher kann der ETF manchmal sogar besser abschneiden als der Index. Mich würde schon interessieren wieviel Geld es mich kostet den ETF zu besitzen.

Christof

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #816 on: March 09, 2016, 02:19:54 PM »
  • Hat hier jemand erfahrung damit Geld rüberzuschicken (~80k€). Da könnten wenige prozent an gebüren und währungsschwankungen schon weh tun.

Ich nutze für Überweisungen Transferwise. Allerdings bist Du mit 80K schon im Bereich Geldwäsche und evtl. Meldungen nach Außenwirtschaftsgesetz.

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #817 on: March 11, 2016, 03:55:51 PM »
Also hast du keine thesaurierenden Fonds? Da müsste doch irgendwo stehen wieviel Dividende sie erhalten und wieder reinvestiert haben und wieviel Steuern im Herkunftsland angefallen sind.

Ah, und mich würde auch mal interessieren wieviel der Fond tatsächlich kostet. Die TER beinhaltet doch keine Handelskosten, oder?

Edit: Ich glaube ich habe es, steht im Bundesanzeiger.
Ich vermeide thesaurierende fonds, aber die details, die mein finanzamt interessieren,  stehen in der jahressteuerbescheinigung, auch die Ausschüttungsgleichen Beträge.
Auf den thesaurietungsbescheinigungen steht auch eine Menge.

Den Bundesanzeiger manuell nachzurechnen halte ich mit meinem aktuellen Kenntnisstand für unnötig.

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #818 on: March 17, 2016, 12:14:17 PM »
Ok, ich glaube ich setze mich mal mit einem Steuerberater zusammen, der kann mir das dann genau und verbindlich für meinen konkreten Fall erklären.

Habe mal eine andere Frage: benutzt ihr eigentlich automatisierte Sparpläne? Bei Flatex gibt es Sparpläne auf iShares ETFs und die kosten angeblich nichts. Also: keine Ordergebühr etc. Wie soll das funktionieren? Soweit ich das gesehen habe kaufe ich die Anteile dann im außerbörslichen Direkthandel, holen die sich die Gebühren dann über den Spread oder halt schlechtere preise als bei einem Direktkauf etwa über xetra rein? Wer hat Erfahrungen?

Edit: Hat sich erledigt, kostet 0,90€ pro Ausführung. Ist aber dennoch ziemlich günstig, oder wo ist der Haken?
« Last Edit: March 17, 2016, 01:15:27 PM by dachs »

WerKater

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #819 on: March 18, 2016, 12:31:02 AM »
Habe mal eine andere Frage: benutzt ihr eigentlich automatisierte Sparpläne? Bei Flatex gibt es Sparpläne auf iShares ETFs und die kosten angeblich nichts. Also: keine Ordergebühr etc. Wie soll das funktionieren? Soweit ich das gesehen habe kaufe ich die Anteile dann im außerbörslichen Direkthandel, holen die sich die Gebühren dann über den Spread oder halt schlechtere preise als bei einem Direktkauf etwa über xetra rein? Wer hat Erfahrungen?

Edit: Hat sich erledigt, kostet 0,90€ pro Ausführung. Ist aber dennoch ziemlich günstig, oder wo ist der Haken?
Ich persönlich benutze im Moment keine, habe aber früher, als meine Sparrate noch wesentlich niedriger war. Das Angebot von Flatex sieht (ohne es jetzt tiefengeprüft zu haben) gut aus. Ist jetzt auch nicht absurd billig. Bei der Comdirect zahlte man zuletzt glaube ich 1.5%, bei einer Sparrate von 60€ wären beide also gleich teuer. Für hohe Sparraten wäre es natürlich ein exzellentes Angebot. Da muss ich echt nochmal schauen, ob ich nicht auch nochmal wechsle.

FXF

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #820 on: March 18, 2016, 12:38:46 AM »
So sind die Sparplankosten bei der ING-DiBa.
Also für 50€ auch ähnlich wie bei Kater.


dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #821 on: March 18, 2016, 10:18:41 AM »
Also soweit ich das verstanden habe kann man maximal 500€ besparen, wobei ich nicht weiß ob das insgesamt oder pro Sparplan gilt. Normalerweise kostet ein Kauf über 1000€ insgesamt so um die 8€ bei Flatex, das wären also 0,8%. Bei 500€ über einen Sparplan wären es nur 0,09%. Gut ist eigentlich, dass man die Transaktion monatlich, vierteljährlich, halbjährig oder sogar jährlich durchführen kann.

Ist das nicht zu gut um wahr zu sein? Ich habe mir mal den Spread vom iShares Stoxx Europe 600 bei Xetra und beim direkten Kauf beim KAG/Emittenten (iShares bzw. Blackrock) angeschaut. Der Sparplan kauft beim Emittenten.

Xetra: Geld 34,21 ; Brief 34,23 ; Spread 0,06%
KAG (iShares): Rücknahmekurs (Geld) 33,82 ; Ausgabekurs (Brief) 34,84 ; Spread 2,93%!!!

Wenn ich für 500€ diesen ETF über Xetra kaufe kostet mich das 0,29€ wegen Spread + höchstens 10€ Ordergebühren*.
Wenn ich 500€ per Sparplan kaufe kostet mich das 0,9€ Ordergebühren + 14,64€ aufgrund des Spreads.

Bei 50€ sieht es da vielleicht besser für den Sparplan im Vergleich zum Direktkauf aus, aber dennoch hat man dann diesen "Ausgabeauffschlag" wegen des Spreads von fast 3% und wer kauft schon Aktienfonds in 50€ Intervallen?

*die sind aber bei 1000€ Kauf eher so bei 7 bis 8€.

Mache ich da einen Denkfehler oder ist das super günstige Angebot aufgrund des Spreads doch nicht so toll?

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #822 on: March 18, 2016, 03:17:17 PM »
Hallo Leute. Ich hätte da schon wieder eine Frage und würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könntet. Entweder direkt oder mit einer Lektüreempfehlung, ich weiß nämlich nicht wo ich die entsprechenden Infos finden kann.

Ich würde gerne ETFs kaufen, die die Erträge thesaurieren und beispielsweise in Irland domiziliert sind. Diese scheinen ja für die Steuer nicht so einfach zu sein, wie man ja überall (auch hier) lesen kann. Aber da das Angebot solcher Fonds recht groß ist, die Gebühren meist sehr niedrig sind und der Komfort sich nicht um die Reinvestition der Erträge kümmern zu müssen recht hoch ist, würde ich diese Gebilde gerne mal "entschlüsseln".

Was passiert denn zum Beispiel, wenn beispielsweise der iShares Core MSCI World, der sein Domizil in Irland hat, eine Dividende aus irgendeinem Land erhält, das eine Quellensteuer verlangt. Beispielsweise Apple zahlt eine Dividende und weil der Fonds im Ausland sitzt muss er darauf 30% Steuern zahlen. Das irische Finanzamt will aber auch 30% Steuern auf die Dividende aber weil Irland und die USA ein Doppelbesteuerungsabkommen haben wird die bereits in den USA gezahlte Steuer angerechnet. Die Dividende nach Steuern reinvestiert der Fonds dann wieder. Da ich aber in Deutschland wohne und die reinvestierte Dividende anscheinend ein "ausschüttungsgleicher Ertrag" ist, möchte das deutsche Finanzamt auch Steuern von mir haben (26,375%, inkl. Soli). Was passiert jetzt?

Da das Geld ja jetzt schon reinvestiert ist schulde ich dem Finanzamt erstmal 26,375% der mit 30% in den USA versteuerten Dividende, oder? Also müsste ich dem Finanzamt mitteilen, dass ich ja schon 30% Steuern gezahlt habe und die 26,375% aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens wegfallen. Funktioniert das denn automatisch?

Das nächste Problem entsteht dann wohl beim Verkauf der Anteile in der Zukunft, weil die Kapitalertragssteuer die bereits gezahlte Steuer auf die reinvestierten Dividenden nichts berücksichtigt. Also als Beispiel: Die ich halte einen ETF im Einstandswert von 100.000€, der 2000€ (2%) an versteuerter Dividende wieder anlegt, wodurch er 102 000€ wert ist. Nach 20 Jahren und einem jährlichen Wachstum von 7% ist der Anteil 394 707€ wert. Beim Verkauf muss ich aber (394.707-100.000)*0,26375€ = 77.728€ an Steuern bezahlen. Wenn die 2000€ Euro ausgeschüttet worden wären und sie selbst reinvestiert hätte, müsste ich nur (394.707-102.000)*0,26375€ = 77.201€ an Steuern bezahlen. Stimmt das denn soweit? Nach 20 Jahren kann ich mir dann 527€ zurückerstatten lassen, wenn ich nachweisen kann, dass die reinvestierten 2000€ bereits versteuert waren?

Wenn ich aber nichts aufhebe und die Wahl zwischen einem thesaurierenden und einem ausschüttenden ETF habe, wobei der thesaurierende eine TER von 0,15% und der ausschüttende eine TER von 0,20% hat, dann hätte ich nach 20 Jahren:

Thesaurierer: 100 000*(1,07-0,0015)^20 = 376.262€
Ausschütter: 100 000*(1,07-0,0020)^20 = 372.756€

Also würde man aufgrund der geringeren Gebühren und obwohl man keine Steuererklärung macht 3500€ mehr vor Steuern haben als mit dem ausschüttenden Fonds. Warum als das ganze Theater? Die ausschüttenden Fonds sind zudem meist um mehr als 0,05 Prozentpunkte teurer als die thesaurierenden.

Habe ich da richtige gerechnet? Könnt ihr mir sagen wo ich entsprechende Infos bekomme? Wie finde ich einen Steuerberater, der mir das erklären kann? Oder finde ich Antworten in Gerd Kommers Buch über das Thema und die 39€ sind gut investiertes Geld?

Viele Grüße und vielen Dank

WerKater

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #823 on: March 18, 2016, 11:49:08 PM »

Ist das nicht zu gut um wahr zu sein? Ich habe mir mal den Spread vom iShares Stoxx Europe 600 bei Xetra und beim direkten Kauf beim KAG/Emittenten (iShares bzw. Blackrock) angeschaut. Der Sparplan kauft beim Emittenten.

Xetra: Geld 34,21 ; Brief 34,23 ; Spread 0,06%
KAG (iShares): Rücknahmekurs (Geld) 33,82 ; Ausgabekurs (Brief) 34,84 ; Spread 2,93%!!!

Wenn ich für 500€ diesen ETF über Xetra kaufe kostet mich das 0,29€ wegen Spread + höchstens 10€ Ordergebühren*.
Wenn ich 500€ per Sparplan kaufe kostet mich das 0,9€ Ordergebühren + 14,64€ aufgrund des Spreads.

Bei 50€ sieht es da vielleicht besser für den Sparplan im Vergleich zum Direktkauf aus, aber dennoch hat man dann diesen "Ausgabeauffschlag" wegen des Spreads von fast 3% und wer kauft schon Aktienfonds in 50€ Intervallen?
Kann schon sein, dass du da den wesentlichen Schwachpunkt gefunden hast. Wenn der Kauf im Sparplan tatsächlich über den Emittenten läuft, hast du völlig Recht. Wichtig allerdings noch: Hast du die Kurse/Spreads zur gleichen Zeit geecheckt und wann genau? Ich kaufe zum Beispiel häufig über Tradegate statt Xetra, aber ich tue es nur während der Xetra-Handelszeiten. Außerhalb dieser Zeiten sgehen nämlich auf Tradegate die SPreads stark hoch.

dachs

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Neues Portfolio
« Reply #824 on: March 19, 2016, 05:58:46 PM »
Hallo Leute,

nach einigem Überlegen, Lesen und Recherchieren habe ich mich für eine neue Asset-Allocation entschieden, bei der ich hoffentlich für die nächsten Jahre (Jahrzehnte?) bleiben werde, falls meine Recherchen bzgl. der Steuern nicht etwas viel Günstigeres ergeben. Das Portfolio soll so aussehen:

35% iShares S&P 500 (TER=0,07%)
35% Stoxx Europe 600 (TER=0,2%)
30% iShares Core Emerging Markets (TER=0,25%)
TER gesamt: 0,17%. Zusätzlich sind das sehr große und liquide ETFs mit mehr als einer Milliarde $ an Fondsvermögen.

Eventuell verringere ich noch den EM Anteil auf vielleicht 20% oder so, aber da bin ich mir noch nicht so sicher. Letztendlich ist das so eine Art BIP-Gewichtetes Portfolio, bei einem marktkapitalisierungsgewichteten Portfolio wären die USA stärker vertreten. (Wobei ja eigentlich nur die Regionenaufteilung BIP-gewichtet ist, die Indices an sich sind ja wieder Marktkapitalisierungsgewichtet.) Meiner Meinung nach ist der Vorteil gegenüber einem reinen MSCI World + MSCI Emerging Markets Portfolio, dass man unter den Regionen rebalancieren kann. Wenn der US-Markt teurer ist als der europäische Markt, wird das berücksichtig. Beim MSCI-World wäre der Effekt gerade andersherum. Gleiches gilt dann auch für Währungsschwankungen: Bei starkem Euro kauft man mehr US-Aktien, bei starkem Dollar mehr Euro-Aktien. Und wenn mein Portfolio groß genug ist kann ich auch noch die Pazifikregion mit Japan und Australien hinzunehmen. Ich verzichte jetzt mal bewusst auf irgendwelche Übergewichtungen von Small-Cap und Value-Aktien, weil ich ein möglichst einfaches Portfolio mit möglichst geringen Kosten haben möchte.

Was haltet ihr davon? Wie sehen eure Portfolios aus und welche Gedanken habt ihr euch darüber gemacht?

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #825 on: March 19, 2016, 06:24:32 PM »

Ist das nicht zu gut um wahr zu sein? Ich habe mir mal den Spread vom iShares Stoxx Europe 600 bei Xetra und beim direkten Kauf beim KAG/Emittenten (iShares bzw. Blackrock) angeschaut. Der Sparplan kauft beim Emittenten.

Xetra: Geld 34,21 ; Brief 34,23 ; Spread 0,06%
KAG (iShares): Rücknahmekurs (Geld) 33,82 ; Ausgabekurs (Brief) 34,84 ; Spread 2,93%!!!

Wenn ich für 500€ diesen ETF über Xetra kaufe kostet mich das 0,29€ wegen Spread + höchstens 10€ Ordergebühren*.
Wenn ich 500€ per Sparplan kaufe kostet mich das 0,9€ Ordergebühren + 14,64€ aufgrund des Spreads.

Bei 50€ sieht es da vielleicht besser für den Sparplan im Vergleich zum Direktkauf aus, aber dennoch hat man dann diesen "Ausgabeauffschlag" wegen des Spreads von fast 3% und wer kauft schon Aktienfonds in 50€ Intervallen?
Kann schon sein, dass du da den wesentlichen Schwachpunkt gefunden hast. Wenn der Kauf im Sparplan tatsächlich über den Emittenten läuft, hast du völlig Recht. Wichtig allerdings noch: Hast du die Kurse/Spreads zur gleichen Zeit geecheckt und wann genau? Ich kaufe zum Beispiel häufig über Tradegate statt Xetra, aber ich tue es nur während der Xetra-Handelszeiten. Außerhalb dieser Zeiten sgehen nämlich auf Tradegate die SPreads stark hoch.

Ich schaue nochmal am Montag, wenn die Börsen geöffnet haben. Den Spread für KAG habe ich von der iShares Webseite.

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #826 on: March 20, 2016, 07:54:13 AM »
Hey dachs,

zur AA gibt es mannigfaltige Meinungen & Theorien. Es ist ein gutes Streitthema, dass aber in diesem Forum schon oft besprochen wurde.

Was mir bei deinen ETF auffällt: du benutzt komplett nur iShares Produkte (ich gehe davon aus, dass du den iShares Stoxx Europe 600 meinst). Das ist eine Abhängigkeit, die ich nicht eingehen möchte. Ich habe ca. 2/3 im iShares Stoxx Europe 600 und 1/3 im Deka MSCI USA. Ich finde deine AA solide.

Zum Argument des Rebalancens als Vorteil gegenüber einem MSCI World/EM Portfolio: Ich kann dem Gedanken nicht ganz folgen. Schließlich kaufst du immer in Euro ein (unterstelle ich jetzt einmal) und damit würdest du bei jeder Sparplanausführung innerhalb des MSCI Worlds Währungsschwankungen auf lange Sicht sowieso ausgleichen...

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #827 on: March 20, 2016, 11:18:22 AM »
Hey dachs,

zur AA gibt es mannigfaltige Meinungen & Theorien. Es ist ein gutes Streitthema, dass aber in diesem Forum schon oft besprochen wurde.

Was mir bei deinen ETF auffällt: du benutzt komplett nur iShares Produkte (ich gehe davon aus, dass du den iShares Stoxx Europe 600 meinst). Das ist eine Abhängigkeit, die ich nicht eingehen möchte. Ich habe ca. 2/3 im iShares Stoxx Europe 600 und 1/3 im Deka MSCI USA. Ich finde deine AA solide.

Zum Argument des Rebalancens als Vorteil gegenüber einem MSCI World/EM Portfolio: Ich kann dem Gedanken nicht ganz folgen. Schließlich kaufst du immer in Euro ein (unterstelle ich jetzt einmal) und damit würdest du bei jeder Sparplanausführung innerhalb des MSCI Worlds Währungsschwankungen auf lange Sicht sowieso ausgleichen...

Hi Schoenbauer,

danke für deine Antwort. Da hast du wohl Recht, die genaue Aufteilung ist selbst bei Experten und Wirtschaftsnobelpreisträgern umstritten ;) Von daher denke ich auch, dass man einfach eine Entscheidung treffen und es durchziehen sollte.

Bezüglich des MSCI World: Wenn der ETF in Dollar notiert und der Dollar gerade stark ist, dann steigt doch automatisch der Anteil an US-Aktien im Index, weil diese dann, gemessen an der Marktkapitalisierung, mehr Wert sind. Also würde doch bei stärkerem Dollar der US-Anteil steigen und ich würde dadurch mehr US-Aktien zu höheren Preisen kaufen, oder habe ich da einen Denkfehler?

Rechenbeispiel:
1 $ = 1 €, 50% US-Aktien, 50% Euroaktien, nach Marktkapitalisierung gewichtet und sagen wir mal jede Region hat eine Marktkapitalisierung von 500Mrd Dollar.

Jetzt wird der Dollar stärker und der Wechselkurs beträgt 1$ = 2€. Jetzt muss ein Investor für den US-Markt 1 000 Mrd. € bezahlen und für den Euromarkt nur 250 Mrd $. Die Marktkapitalisierung des US-Marktes wäre aber immernoch 500 Mrd. $ und die des Euromarktes 250 Mrd. $ und man müsste die Gewichtung auf 66% US und 33% Europa ändern. Dann würde ich als europäischer Investor doch mehr US-Aktien zu einem höheren Preis kaufen, oder mache ich da etwas total falsch?!

Wenn mein Beispiel stimmt wäre es also besser die Gewichtung selbst vorzunehmen.

Bezüglich der iShares ETFs: Ich habe die gewählt, weil das sehr große physisch replizierende Fonds mit geringer TER sind. Wenn mein Vermögen höher ist würde ich da natürlich auch andere Anbieter mitreinnehmen. Mal schauen wie die ETF-Landschaft in 5 Jahren aussieht.

Wie macht ihr das eigentlich, wenn es für einen eurer ETFs auf einmal eine deutlich günstigere Variante gibt? So geschehen ja bei mir, da wurde ein neuer MSCI EM ETF aufgelegt, der anstatt einer TER von 0,68% nur noch eine TER von 0,25% hatte. Also alles verkaufen und den anderen neu kaufen, wobei evtl. Steuern und Gebühren anfallen? Und das müsste man dann eventuell alle paar Jahre machen, weil es andere Angebote gibt.

Christof

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #828 on: March 20, 2016, 03:45:16 PM »
Ich hab verkauft und neu gekauft... Bei den Steuern gibt es zu viele Variablen, um das vernünftig planen zu können. Da spielt dein jetziger und dein zukünftiger Steuersatz eine Rolle, die zukünftigen Bemessungsgrundlagen und die Erträge durch fehlenden Zinseszins bei vorzeitiger Besteuerung, und natürlich auch der Kurs.

Bei den Gebühren fallen eigentlich nur Verkaufsgebühren an. Kaufgebühren kann man durch Wahl des Brokers steuern. Die Übertragung von einem Depot zum anderen ist hierzulande ja kostenlos.

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #829 on: March 23, 2016, 11:24:10 AM »
Ausserdem fällt bei nicht-verkaufen auch eine Gebühr an, nämlich die opportunitätskostenkomponente. Du kannst ausrechnen, wann die günstigere TER die ordergebühr einholt. Die steuern sollte man m.m. nach außen vor lassen,  weil die in Zukunft ebenfalls anfallen würden, ausser du hättest eine unendliche haltedauer.


zz_marcello

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #830 on: July 09, 2016, 12:05:31 PM »
Gedanken zur (finanziellen) Freiheit:

[MOD EDIT: Spam link removed. Please see forum rules on linking your site (add to signature).] 
« Last Edit: August 03, 2016, 11:08:10 PM by arebelspy »

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #831 on: July 10, 2016, 02:23:38 AM »
Ausserdem fällt bei nicht-verkaufen auch eine Gebühr an, nämlich die opportunitätskostenkomponente. Du kannst ausrechnen, wann die günstigere TER die ordergebühr einholt. Die steuern sollte man m.m. nach außen vor lassen,  weil die in Zukunft ebenfalls anfallen würden, ausser du hättest eine unendliche haltedauer.
Ich kram das nochmal raus. Momentan stehe ich seit einer Weile vor der Idee der Depotvereinfachung (Rohstoffe raus, und nur noch msci world+msci em).
Was ich oben nicht bedacht habe: wenn ich heute schon die steuern zahle, hat dieses geld keine chance mehr, für mich zu arbeiten.
Wenn jetzt die gunstigere TER diese steurverluste nicht in annehmbarer Zeit ausgleicht, wäre das verkaufen-kaufen ein schlechter deal: der zinsanteil für den steuerbetrag sowie dessen zinseszinsen gehen mir verloren.

Aber welche Optionen gäbe es sonst?
Ich sehe da nur zwei:
1. Einfrieren des jetzigen depots und weitersparen in der neuen Aufstellung. Hier habe ich sorge, dass ich irgendwann ein museum an alten strategieumsetzungen habe. Ein Hauptziel der Aktion, nämlich operativen Aufwand einsparen, wird dadurch nicht nur nicht erreicht, sondern sogar ins Gegenteil verkehrt...
2. Bisherige Produktwahl weiterfahren: das bedeutet, höhere TER in kauf zu nehmen, also sicher geld verschenken. Dies wird umso drastischer, je größer die anlagesummen werden.

Dazu kommt, dass sich strategisch nichts ändert,  weil die Renditeerwartung in beiden Fällen gleich ist (Weltportfolio).

Schäuble will ja 2018 die Besteuerung wieder der normalen Einkommensteurr unterwerfen, d.h. falls ich verkaufe um umzustellen, dann "bald" oder "nie", weil ab 2018 bei mir das ca. 38% kostet, statt b7sher 26%.


Eventuell gibt es durch den brexit aber nochmal vor wirksamwerden der neuen steuersache niedrige Kurse und damit die chance, den steuereffekt zu minimieren (bzw sogar auf tax loss harvesting).

Was tun, sprach zeus?

FXF

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #832 on: July 10, 2016, 03:49:28 AM »
Ich finde das mit dem Museum nicht so tragisch. Je nachdem wie groß das Museum ist im Verhältnis zur Gesamtsituation wäre ich dazu geneigt es einfach aus den zukünftigen Betrachtungen zu entfernen. Quasi als unsichtbarer Puffer.

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #833 on: July 10, 2016, 02:25:07 PM »
Ca 16%..., aber müsste eben rebalanced und steuerlich behandelt werden (ausl. Teilthesaurierer).
Das brächte also keine arbeitsentlastung, weil der aufwand quasi der gleiche bleibt.
« Last Edit: July 10, 2016, 02:27:18 PM by DaKini »

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #834 on: July 10, 2016, 10:53:25 PM »
Ca 16%..., aber müsste eben rebalanced und steuerlich behandelt werden (ausl. Teilthesaurierer).
Das brächte also keine arbeitsentlastung, weil der aufwand quasi der gleiche bleibt.
In dem Fall. Bite the bullet sell and reinvest...

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #835 on: July 12, 2016, 12:31:19 AM »
Ich werd mal den TER unterschied der beiden Alternativen ausrechnen und gucken, in welchen Welten wir uns da bewegen.

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #836 on: July 12, 2016, 06:34:37 AM »
So, also ich hab mal excel angeworfen.

Vergleichsbasis ist die Allokation Nordamerika=20%, Europa=20%, Asien=15%, EM=25%, REIT=10%, Commodity=10%
Im Moment habe ich eine gewichtete TER von ca. 0.50%.

Das Szenario 1 "alles in msci world+em" kommt auf 0.56%.
Szenario 2 "world+em, thesaurierend" kommt auf 0.32%.
Szenario 3: und dasselbe in der EM-IMI Variante sogar auf 0.20%.
Szenario 4 entspricht Szenario 1, aber unter Beibehaltung der je 10% REIT und Rohstoffallokation ergibt 0.57%.

Dieses Zwischenergebnis spricht eindeutig dafür,  die Dividendenliquidität sowie rohstoff- und Reitanteile aufzugeben und in Szenario 3 zu gehen.
World (acc)+EM imi (acc) unter Beibehaltung des reit und rohstoffteils ist ähnlich (s.u., ter wäre 0.27%)


Unter steuerlichen Aspekten betrachtet wären hier 1560 € Steuern fällig. Der BreakEven-point liegt somit für 100.000 € Anlagesumme bei ca 5,5 Jahren. (bei jährl. Gebührenersparnis ca 300 € und geschätzten rebalancingkosten von 100 €).
Die variante unter beibehaltung reit+rohstoffe läge bei 8,2 Jahren (der rohstoffteil erlaubt steuerverluste gegenzurechnen).
Szenario 2 landet bei 9,2 Jahren, die anderen beiden sind teurer als die vergleichsbasis und deshalb unrentabel.

Das klingt schon ganz ok, allerdings genieße ich die Dividendenzahlung aktuell schon, das ist ja auch eine Art notfallreserve und hilfreich, schwankungen im haushaltsbudget auszugleichen. Das wäre dann halt mit besserer planung und mehr reservepuffer auszugleichen.

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #837 on: July 12, 2016, 07:28:47 AM »
... mir ist grade aufgefallen, dass ich beim breakevenpoint die gesamte steuerlast berücksichtigt habe.
Dss ist natürlich falsch, weil ein großer Anteil der steuer auch in zukunft angefallen wäre.
In der obigen rechnung würde die TER-Ersparnis die gesamte steuerlast reingeholt haben.

Richtig ist, nur den tatsächlichen verlust anzurechnen, also das, was an rendite durch die steuer verlustig geht.
Bei pessimistisch angenommenen 10% p.A. komme ich somit auf ziemlich kleine Zahlen:
Szenario 2: 4 Jahre
Szenario 3: 0,7 Jahre
Szenario 3b: 1,7 Jahre

Da ist doch wohl irgendwo der wurm drin!?
(Excelfile im anhang)
« Last Edit: July 12, 2016, 08:57:15 AM by DaKini »

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #838 on: July 12, 2016, 08:59:14 AM »
Kann dir leider nicht ganz folgen, wie hast du die Steuerlast eigentlich berechnet?

Also bei ausschüttenden ist die TER meist höher und man muss ca. 25% Steuern bezahlen. Man kann die aber ja mit den einbehaltenen Quellensteuern irgendwie verrechnen, oder?

Bei thesaurierenden Fonds zahlt man die gesamte Steuer erst beim Verkauf, aber wie verrechnet man das mit der einbehaltenen Quellensteuer?

Davon abgesehen kann man doch schon fast davon ausgehen, dass man in wenige Jahren die Kapitalerträge mit dem persönlichen Steuersatz besteuern muss. Dann lohnen sich Ausschüttungen über dem Freibetrag doch gar nicht mehr. Und wenn man irgendwann von seinen Investitionen leben will, dann hat man ja auch einen geringeren Steuersatz, weil man eben nicht arbeitet, oder sehe ich das falsch?

Wäre nett, wenn du deine Berechnungsgrundlage mal zuschickst.

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #839 on: July 12, 2016, 09:44:03 AM »
Ich hab das excel vorhin oben angefügt.
Die steuerlast habe ich wie folgt berechnet:
- Freibetrag ist ausgeschöpft,  bleibt also unberücksichtigt
- übers onlinebankig habe ich geschaut, was an kursgewinnen da ist
- je nach Szenario müssen diese angepasst werden, zb habe ich den gewinnteil des EM fonds abgezogen (+1115), wenn ich ihn im szenario weiter halte, genauso habe ich den teil des negativen gewinns des rohstoffonds (-1215) abgezogen, wenn ich ihn verkaufe.
- Der reit-gewinnanteil blieb in allen szenarien drin, weil ich das vergessen habe. Macht aber nix, dadurch wird die steuergrundlage in manchen szenarien höher/pessimistisher.

Das excel ist nur mal eine grobe schätzung zum ausmesaen des Stadions und sicher nicht ganz exakt.

Das gegenrechnen der quellensteuer passiert doch über die depotbank, bzw auf fondsebene, problematisch ist doch nur der nicht abgedeckte anteil davon, und das zurückholen lohnt bei meinen Beträgen den Aufwand nicht (oder?).

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #840 on: July 13, 2016, 02:38:39 PM »
Ich hab mal noch etwas weiter gebastelt,  in tabelle-2 ist ein alternativer, und wie ich meine einfacher zu verstehender Ansatz.
Dort wird die reinvestierte summe abzüglich der neuen kosten bei gegebener rendite für alle Szenarien berechnet. Man kann sehen, wann die kostenersparnis real den "aktuellen" Ansatz einholt.
Ob die Rechnung fehlerfrei ist, weiß ich noch nicht sicher,  die zahlen klingen aber plausibel.

Auch hier lägen szenario 3 und 3b vorne.
Jetzt bräuchte ich nur noch einen günstigen ausschuttenden world und em fonds ala vanguard :(
« Last Edit: July 13, 2016, 02:42:34 PM by DaKini »

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #841 on: July 14, 2016, 02:22:16 AM »
Finde auch, dass es plausibel aussieht.

Wenn du mal herausfinden willst, wie man sowas "richtig" rechnet, dann schau dir doch mal den "Kapitalwert" an. Damit kann man das wohl schon übersichtlich darstellen, ob sich das lohnt oder nicht. https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalwert

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #842 on: July 14, 2016, 05:42:18 AM »
Danke für den Tipp!
Ich werd mal konkrete Produkte suchen und die spreads vergleichen, jetzt wo die generelle Richtung machbar erscheint. Dann prüfe ich das ganze nochmal gegen das IPS.

Christof

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #843 on: July 14, 2016, 04:13:18 PM »
Bei thesaurierenden Fonds zahlt man die gesamte Steuer erst beim Verkauf, aber wie verrechnet man das mit der einbehaltenen Quellensteuer?

Nein, auch bei thesaurierenden Fonds werden Dividenden jedes Jahr versteuert. Kursgewinne (abzgl. Dividenden) werden erst bei Verkauf besteuert, sowohl bei thesaurierenden als auch ausschüttenden Fonds.

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #844 on: July 14, 2016, 04:29:41 PM »
Heut Abend habe ich mir mal ausgiebig Zeit genommen, Produkte zu sondieren und FactSheets zu lesen.

Mein erstes Takeaway war, dass man JustETF nicht trauen kann, die dort angezeigte TER entspricht nicht zwangsläufig dem aktuellen Wert laut Anlegerinformation.
Das Zweite war, dass ich noch ein neues Szenario aufgemacht habe, nämlich bei der aktuellen Ausgesaltung über Regionen zu bleiben und dafür den EM- und Nordamerikateil zu verbilligen (anstatt NorthAmerica den SPDR S&P500 hernehmen und auf die 6% Kanada verzichten; beim EM-Fonds auf günstigere UBS-Variate gehen).

Neu im Excel ist jetzt auch eine World+EM Variante über UBS-Fonds, die ausschütten und gleichzeitig annehmbare Konditionen haben.

Hier ist mir übrigens wieder etwas aufgefallen, ein supergünstiger Fonds der HSBC scheint Fondskosten zu verschleiern, weil die TER zwar günstig ist, aber dafür die Performance niedriger; krass ist auch, dass dem Fonds erlaubt ist, in andere Fonds der HSBC zu investieren (hallo Dachfond!).
Es gäbe auch noch einen ziemlich neuen (Feb/2015) db-x Tracker, der mir aber suspekt vorkommt; dessen Performance hinkt auch hinterher (wahrscheinlich haben die noch weniger positionen im Portfolio).

Mein Fazit ist bisher, dass ich mit den iShares im Wesentlichen nicht so schlecht fahre, und die die Kosten halbwegs ehrlich kennzeichnen (deren TER scheint auch im Wesentlichen eine "total Expense ratio" zu sein und das Meiste zu beinhalten). Es scheint so zu sein, dass der Preiskampf über die TER manche Fonds zu Spielereien ermutigt, um besser dazustehen; man muss jedenfalls vorsichtig sein und genau lesen.


Ich muss mir das jetzt nochmal durch den Kopf gehen lassen. Einen wesentlichen Kostenvorteil zum jetzigen Depot gibt es nicht (5% Unterschied in der Endsumme nach 20! Jahren - da wird so manches andere deutlich stärker reinschlagen).
Vom Optimieruns/Verienfachungsaspekt gefällt mir eigentlich die UBS World+EM-Variante im Moment gut, die werde ich nochmal unter die Lupe nehmen.


Im Moment höre ich innerlich "hin und her macht Taschen leer". Ich bin vermutlich schon jenseits der 90% und betreibe unbewusst Performance-chasing bzw. Totoptimierung/Perfektionismus (wobei ein Element des Vereinfachungswunsches auch ist, dass ich gerne möchte, dass es meine Frau leichter hat, das umzusetzen, sollte mir was zustoßen. Der Rebalancingaufwand hält sich auch in Grenzen, 5 Minuten Tipparbeit alle zwei Monate...).
Was denkt ihr?




Zu christof: Du hast recht. Was Dachs schreibt, zählt nur für Swapper, und wie es ausschaut auch nur noch bis 2018 (dann gibts für die Swapper eine vorabpauschale abhängig vom Kursgewinn des Jahres, fällig im Steuerjahr).

Linette

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #845 on: September 09, 2016, 05:16:55 AM »
Moin!
Ich wollte mal was wegen Flatex einwerfen. Hatte auch überlegt dorthin zu wechseln, da ich momentan nur ETF-Sparpläne habe und die I-Shares neuerdings Gebühren kosten.
bei Flatex finde ich die Gebühren beim Sparplan etwas undurchsichtig. Antwortmail von denen:

...Im Rahmen eines ETF-Sparplans werden die ETF Anteile nicht über die Börse oder die KAG direkt erworben, sondern über den Sekundärmarkt (Außerbörslicher Handel) eines Kontrahenten bezogen. Der Kontrahent rechnet zum NAV Kurs  der KAG zzgl. einer ATC-Gebühr, die je nach ETF unterschiedlich ist, ab.
Der NAV-Kurs wird im Regelfall einmal täglich durch die Kapitalanlagegesellschaft festgesetzt.
Die ATC-Gebühren stellen die so genannten Additional Trading Costs dar, welche direkt über die Kapitalanlagegesellschaft erhoben werden.
 Diese Gebühren werden jedoch nicht gesondert erhoben, sondern sind im Rahmen einer Order über flatex direkt im Kurs enthalten. Bitte beachten Sie, dass diese Kosten auch entstehen, wenn der ETF über flatex gebührenfrei über einen Sparplan bezogen werden kann....


 Bei dem S&P wären das z.B. 0,1% ATC, was ja nicht viel ist im Vergleich zu den 1,5% bei Comdirect. Aber ich müsste ja dann auch immer die Kurswerte vergleichen um zu sehen welcher Anbieter günstiger ist.
"Schön" ist auch, dass die einem Anfänger die Begriffe KAG und NAV um die Ohren hauen, ohne zu erklären, was das ist.

Bis jetzt bin ich eigentlich mit der Comdirectoption sehr zufrieden, da ich dadurch ja auch das Girokonto gratis habe. Und meine Sparrate liegt momentan bei 200€ im Monat. Da sind 1,5% Gebühren nicht gerade viel.

Andere Sache, wie viele % von Eurem Nettoeinkommen steckt ihr denn in Aktienfonds  oder andere Sparanlagen?

Und ab wieviel € Anlagebetrag lohnen sich die Auschütter, wie z.B. Staatsanleihen? 8€ Dividende im Jahr insgesamt klingen für mich nicht viel um den TER Unterschied zu rechtfertigen. (Momentaner Stand)

So, ich hoffe, ich habe mich nicht zu undeutlich ausgedrückt. =o)


"Wer den Kreuzer nicht ehrt, ist des Talers nicht wert!"

Dagobert Duck

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #846 on: September 12, 2016, 11:19:08 AM »
Quote
Andere Sache, wie viele % von Eurem Nettoeinkommen steckt ihr denn in Aktienfonds  oder andere Sparanlagen? 
Schwankt grob zwischen 20-25%, aber mit Ausreißern nach oben und unten. Dies als alleinverdiener mit Frau und zwei Kindern in einer sehr günstigen Wohnung und einem Auto.

Quote
Und ab wieviel € Anlagebetrag lohnen sich die Auschütter, wie z.B. Staatsanleihen? 8€ Dividende im Jahr insgesamt klingen für mich nicht viel um den TER Unterschied zu rechtfertigen. (Momentaner Stand)
Ich habe von Anfang an auf Ausschütter gesetzt, die TER war (und ist) mir die erhöhte Liquidität wert. Das rebalancing geht auch leichter. Ich bespare aber auch manuell (im normalfall 2k alle 3 Monate,  heuer aber wegen wegfall des betreuungsgeldes sowie erhöhter kindergartengebühren deutlich weniger).

Aktuell fließt alles in Aktien,  weil das die Zielallokation (80/20) so vorgibt.

viverl

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #847 on: December 17, 2016, 08:27:12 PM »
Haben wir denn schon ein Äquivalent zu diesem Forum auf Deutsch? Es wird Zeit das wir eins aufmachen und es dann von Mr Money Mustache endorsen lassen! :)
Wir brauchen Unterforen und searchfunktion etc.

Half-Borg

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #848 on: December 18, 2016, 07:59:53 AM »
Mach doch ;)
Ich zweifel allerdings ein bisschen an der Reichweite, englisch kann man ja heutzutage und für deutsche Steuerkrankheiten gibt es schon ein paar Tipps im Netz.

viverl

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #849 on: December 18, 2016, 01:15:16 PM »
Hab ich überlegt :) Bei facebook wurde http://freiheitsmaschine.com/freiheitsforum/ empfohlen. Nicht ideal aber immerhin gibt es schon eine Struktur...