Author Topic: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge  (Read 194235 times)

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #750 on: November 01, 2015, 11:32:13 PM »
Ich habe mir nicht den gesamten Thread durchgelesen, aber ist es nicht so, dass meiste der 25% pauschaler Kapitalertrag über die Steuererklärung wieder zurückgeholt werden können?
Schließlich besteuert das Finanzamt Kapitalerträge nach dem Tarif der günstiger für dich ist. Sprich verdienst du viel, dann sind 25% meistens besser. Verdienst du wenig, dann bekommst du die pauschal eingezogenen Kapitalertragssteuern am Ende des Jahres zu deinem individuellem Einkommensteuerbetrag zurück.
Völlig korrekt. Das habe ich selber auch schon gefühlt ca. 17mal erwähnt. Du wirst aber leider damit rechnen müssen, dass diese Erkenntnis in Kürze wieder ignoriert und behauptet wird, 4% SWR wäre in Deutschland definitiv zu viel wegen der Abgeltungssteuer.
Auslegen und sich dann per Steuererklärung zurückholen braucht man übrigens nicht mal. Stichwort: Nichtveranlagungsbescheinigung.

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #751 on: November 02, 2015, 08:41:51 AM »
Dazu habe ich dann aber mal eine Frage: Wenn ich im Jahr unter dem Steuerfreibetrag bin (8xxx €), warum zahle ich dann dennoch Kapitalertragssteuer? Also wäre mein Freibetrag dann nicht diese 8xxx€ + 8xx € wegen des Freibetrags? Also einmal der generelle Steuerfreibetrag und dann nochmal der Sparerpauschalfreibetrag?

Shoshin

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #752 on: November 03, 2015, 02:50:20 PM »
Auf folgendes bin ich bei meiner Recherche zum Thema gestossen:
Man kann auch Steuern sparen, wenn man im Versicherungsmantel in Fonds investiert (zum Beispiel mit Cosmos Direkt, Flexibler Vorsorgeplan Invest, aehnliches gibt es z.B. auch von Interrisk).
So wie ich es verstanden habe, muss man von den Kapitalertraegen nur 50% mit dem persoenlichen Steuersatz versteuern, wenn man mit Kapitalentnahmen bis zum 62. Lebensjahr wartet.

Hat jemand hierzu Erfahrungen/eine Meinung?

Eine gute Strategie waere dann u.U. in der fruehen Ansparphase im Versicherungsmantel fuer das "konventionelle" Rentenalter >62 anzulegen (lange Wachstumsphase und dementprechend hoher Gewinnanteil vom Auszahlungsbetrag), und in der spaeten Ansparphase normal ueber einen Broker fuer die fruehe finanzielle Freiheit (<62 Jahre, kurze Wachstumsphase, weniger Gewinnanteil, ueber Freibetraege abdeckbar).

brainfart

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #753 on: November 04, 2015, 12:04:35 AM »
> Hat jemand hierzu Erfahrungen/eine Meinung?

Alles mit Versicherung/Finanzberatung/Steuerspar... etc. im Namen: avoid like the plague. Kommt mir nicht mehr in die Tüte.
Ist alles zu kompliziert, zu teuer, zu undurchsichtig. Die Versicherungen etc. machen das alles nicht aus Nettigkeit, sondern weil sie Dein Bestes wollen. Dein Geld.

SMP

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #754 on: November 04, 2015, 12:12:02 AM »
Auf folgendes bin ich bei meiner Recherche zum Thema gestossen:
Man kann auch Steuern sparen, wenn man im Versicherungsmantel in Fonds investiert (zum Beispiel mit Cosmos Direkt, Flexibler Vorsorgeplan Invest, aehnliches gibt es z.B. auch von Interrisk).
So wie ich es verstanden habe, muss man von den Kapitalertraegen nur 50% mit dem persoenlichen Steuersatz versteuern, wenn man mit Kapitalentnahmen bis zum 62. Lebensjahr wartet.

Hat jemand hierzu Erfahrungen/eine Meinung?
Ich habe mich damit auch kurz beschäftigt, bei meinem Angebot war TER über 2%, gerade weil ich dann über 30 Jahre diese Kosten gehabt hätte habe ich mich erstmal dagegen entschieden.
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LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #755 on: November 04, 2015, 02:57:48 AM »
Riester und andere Rentenversicherungen mit Fonds machen nur insoweit Sinn ggü. Eigenanlage, wenn du sie als unabhängig von deinem Eigenkapital/4% sehen möchtest.
Also wenn du bereit bist, das Geld, das dort hinein geht, als Rente zu sehen, nicht als Vermögen. Denn diese Versicherungen ziehen ja nicht 4% raus, sondern lösen das Kapital auf - wiederum mit Versicherung, dass es ggf. bis zum Tod im 120 Lebensjahr ausgezahlt wird, aber mit der "Durchschnittsberechnung", die natürlich sehr versicherungsfreundlich ist.

Das heißt deine Auszahlung in der Rente liegt dann sicherlich im Monat höher als bei Selbstanlage und 4% (außer der Fond ist richtig mies und liegt deutlich unter dem Index), dafür ist das Geld auch weg. Im Falle des Riesters sogar, wenn du mit 65 stirbst.
Riester wiederum kann sich dennoch für dich lohnen (sofern du nicht stirbst), wenn du z.B. angestellter Gutverdiener (mit Frau und Kindern) bist. Du sparst in der Anzahlphase eine Menge Steuern (die du selbst anlegen kannst) und kriegst ggf. ein paar Hunderter obendrauf.
Nach 10 Jahren hörst du einfach mit dem Einzahlen auf ;)
Und wenn du dir dann in der Auszahlphase Sorgen wegen den hohen Steuern auf dein Einkommen machen musst - herzlichen Glückwunsch ;)

Ganz allgemein aber: Hohe Gebühren, hohe Abschlussprämie für Vertreter, hoher TER - ich würde den Unternehmen mein Geld nicht so in den Rachen schmeißen.

Shoshin

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #756 on: November 04, 2015, 07:46:21 AM »
Ich stimme euch grundsaetzlich zum Thema Versicherungen und Verrentung absolut zu.

Hier geht es aber um ein konkretes Modell, bei dem die genannten Ausschlusskriterien evtl nicht oder nur sehr eingeschraenkt zutreffen. Deswegen wuerden mich konkrete Erfahrungen / fundierte Meinungen zu diesem konkreten Modell interessieren.

> Hat jemand hierzu Erfahrungen/eine Meinung?

Alles mit Versicherung/Finanzberatung/Steuerspar... etc. im Namen: avoid like the plague. Kommt mir nicht mehr in die Tüte.
Ist alles zu kompliziert, zu teuer, zu undurchsichtig. Die Versicherungen etc. machen das alles nicht aus Nettigkeit, sondern weil sie Dein Bestes wollen. Dein Geld.


Ich teile die Skepsis, wuerde aber dennoch lieber zuerst alle relevanten Infos sammeln und dann im konkreten Fall nach den konkreten Bedingungen/Gebuehren rechnen und urteilen.


Auf folgendes bin ich bei meiner Recherche zum Thema gestossen:
Man kann auch Steuern sparen, wenn man im Versicherungsmantel in Fonds investiert (zum Beispiel mit Cosmos Direkt, Flexibler Vorsorgeplan Invest, aehnliches gibt es z.B. auch von Interrisk).
So wie ich es verstanden habe, muss man von den Kapitalertraegen nur 50% mit dem persoenlichen Steuersatz versteuern, wenn man mit Kapitalentnahmen bis zum 62. Lebensjahr wartet.

Hat jemand hierzu Erfahrungen/eine Meinung?

Ich habe mich damit auch kurz beschäftigt, bei meinem Angebot war TER über 2%, gerade weil ich dann über 30 Jahre diese Kosten gehabt hätte habe ich mich erstmal dagegen entschieden.

Bei Cosmos direkt scheint diese deutlich geringer zu sein (40EUR/Jahr pauschal, und 0.3% einmalig bei Kauf und Verkauf von ETFs), bei der Interrisk steige ich nicht ganz durch mit den Gebuehren.

Riester und andere Rentenversicherungen mit Fonds machen nur insoweit Sinn ggü. Eigenanlage, wenn du sie als unabhängig von deinem Eigenkapital/4% sehen möchtest.
Also wenn du bereit bist, das Geld, das dort hinein geht, als Rente zu sehen, nicht als Vermögen. Denn diese Versicherungen ziehen ja nicht 4% raus, sondern lösen das Kapital auf - wiederum mit Versicherung, dass es ggf. bis zum Tod im 120 Lebensjahr ausgezahlt wird, aber mit der "Durchschnittsberechnung", die natürlich sehr versicherungsfreundlich ist.

Das heißt deine Auszahlung in der Rente liegt dann sicherlich im Monat höher als bei Selbstanlage und 4% (außer der Fond ist richtig mies und liegt deutlich unter dem Index), dafür ist das Geld auch weg. Im Falle des Riesters sogar, wenn du mit 65 stirbst.
Riester wiederum kann sich dennoch für dich lohnen (sofern du nicht stirbst), wenn du z.B. angestellter Gutverdiener (mit Frau und Kindern) bist. Du sparst in der Anzahlphase eine Menge Steuern (die du selbst anlegen kannst) und kriegst ggf. ein paar Hunderter obendrauf.
Nach 10 Jahren hörst du einfach mit dem Einzahlen auf ;)
Und wenn du dir dann in der Auszahlphase Sorgen wegen den hohen Steuern auf dein Einkommen machen musst - herzlichen Glückwunsch ;)

Ganz allgemein aber: Hohe Gebühren, hohe Abschlussprämie für Vertreter, hoher TER - ich würde den Unternehmen mein Geld nicht so in den Rachen schmeißen.


Das genanne Modell stellt einem frei zu Verrenten oder nicht.
Natuerlich wuerde ich nicht verrenten, sondern so (selbst) anlegen und entnehmen wie ich es auch bei einem normalen Internetbroker machen wuerde.
Der Unterschied waere eben bei Entnahme nach dem 62. Lebensjahr eine guenstigere Besteuerung.
(Zum Thema Steuerersparnis: in der Anzahlphase wuerde ich dabei ueberhaupt keine Steuern sparen)


mustachian_germany

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #757 on: November 04, 2015, 12:58:35 PM »
Hat er oder sie doch geschrieben: passives Einkommen aus Online-Werbung, Webseiten und dazu noch etwas Selbständigkeit.
Was mich allerdings etwas stört ist die Tatsache, dass ein nicht geringer Anteil des Geldes noch gar nicht investiert ist (Mrs W's savings)

Hi. Wieso stört dich das?

mustachian_germany

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #758 on: November 04, 2015, 01:17:03 PM »
Ein wenig mehr substanz hättest du schon beilegen können wenn du mit solchen Reizworten wie Ich glaube der 4% rule ist in Deutschland nicht ganz praktizierbar und schon aus steuerlichen Hinsicht eine andere Strategie nehmen daherkommst. Insbesondere weil in den drei Posts die bisher veröffentlicht sind nicht darauf eingegangen wird.


FliXFantatier inzwischen habe ich darüber geschrieben.
8 Reasons Why The Safe Withdrawal Rate Is Not That Safe:
http://whatlifecouldbe.eu/2015/10/24/8-reasons-why-the-safe-withdrawal-rate-is-not-that-safe/

Ich würde mich freuen wenn in den comments eine Diskussion entstehen würde.  Es macht sind darüber ein dialog zu halten weil es vielen helfen würde.
Kennt Ihr übrigens die "Mustachains in Germany" Facebook Gruppe? Dort können wir einfacher diskutieren. Es ist ziemlich unübersichtlich hier. Hier ist die Gruppe:  https://www.facebook.com/groups/mustachians.germany/

dmn

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #759 on: November 04, 2015, 01:50:59 PM »
Ich würde mich freuen wenn in den comments eine Diskussion entstehen würde.  Es macht sind darüber ein dialog zu halten weil es vielen helfen würde.
Kennt Ihr übrigens die "Mustachains in Germany" Facebook Gruppe? Dort können wir einfacher diskutieren. Es ist ziemlich unübersichtlich hier. Hier ist die Gruppe:  https://www.facebook.com/groups/mustachians.germany/

Gibt es einen Vorteil von Facebook zu diesem Forum hier? Ich möchte mir lieber keinen Facebook-Account anlegen. Es reicht mir schon, dass Google alles über mich weiß.

brainfart

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #760 on: November 04, 2015, 11:33:46 PM »
Facebook kommt für mich auch nicht in Frage. Höchstens als Aktie.

> Hi. Wieso stört dich das?

Tagesgeld, Festgeld oder gar Cash schafft gerade mal so den Inflationsausgleich (oder weniger) und wächst nicht. Langfristig kommst Du damit auf keinen grünen Zweig.

> 8 Reasons Why The Safe Withdrawal Rate Is Not That Safe:

Ich hab den Blogpost mal überflogen, und war von Deinen Gründen nicht sehr begeistert. Sehr vereinfacht, falsche Annahmen, und die steuerlichen Aspekte wurden hier vor ein paar Tagen auch nochmal durchgekaut.

Ich denke, Du solltest Dich nochmal mit der 4% SWR beschäftigen. Es gibt genug darüber auf MMM und in diesem Forum.
http://forum.mrmoneymustache.com/investor-alley/stop-worrying-about-the-4-rule/

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #761 on: November 07, 2015, 12:50:01 AM »
Hallo zusammen,

heute mal eine Frage zur Lebensweisheit: ich beende dieses Jahr mein Studium (Ing.) und habe jetzt langsam Zeit darüber nachzudenken, was ich danach machen möchte. Ich kann natürlich erstmal Bewerbungen losschicken - und auch bis 31.03.16 immatrikuliert bleiben (studentischer Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung ist ca. 80 Euro). Was würdet ihr denn machen, wenn ihr nochmal am Ende des Studiums/Ausbildung stehen würdet? Sicherlich wird "Reisen!" eine häufige Antwort sein. Das schwebt mir auch tatsächlich vor. Gerade allein in irgendein "sicheres" Land im Nahen Osten (Iran?) zu reisen, klingt für mich abenteuerlich & verlockend. In meiner Stadt gibt es auch genügend Bedarf für ehrenamtl. Engagement (z.B. Deutschkurse für Asylbewerber). Finanziell haben ich z.Z. keinen großen Druck und kann es mir leisten, erst im späten Frühling/Anfang Sommer 2016 in Lohn und Brot zu sein.

Ich freue mich auf eure Ideen :P

PS, diese beiden Threads fand ich diesbzgl. ganz nett:
http://forum.mrmoneymustache.com/welcome-to-the-forum/if-you-were-20-again/
http://forum.mrmoneymustache.com/ask-a-mustachian/what-advice-would-you-give-a-30-year-old/

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #762 on: November 08, 2015, 01:54:34 AM »
Das kommt doch auch darauf an, woraus du deine zufriedenheit ziehst.
Vielleicht nutzt du die Zeit auch/vor allem, das herauszufinden?
Lies zb Literatur über die Glücksforschung, lerne wie "du" funktionierst.

Probier zb handwerkliche Sachen aus, und geh weit wandern (dabei kommt man automatisch ins nachdenken).

Ich zb bin kein reisetyp, warum in die Ferne schweifen,  wenn das Gute liegt so nah?  Warum Iran anschauen, wenn du noch nie, sagen wir, in den Alpen/Hamburg/pfalz/etc warst?
« Last Edit: November 08, 2015, 01:56:27 AM by DaKini »

WerKater

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #763 on: November 08, 2015, 09:26:42 AM »
Dazu habe ich dann aber mal eine Frage: Wenn ich im Jahr unter dem Steuerfreibetrag bin (8xxx €), warum zahle ich dann dennoch Kapitalertragssteuer? Also wäre mein Freibetrag dann nicht diese 8xxx€ + 8xx € wegen des Freibetrags? Also einmal der generelle Steuerfreibetrag und dann nochmal der Sparerpauschalfreibetrag?
Du musst dann in der Tat keine Kapitalertragssteuer zahlen. Standardmäßig zieht die Bank die aber dennoch Abgeltungssteuer ab (wenn du über 801€ liegst), weil sie ja nichts davon wissen kann, dass du insgesamt hinreichend niedriges Einkommen hast. Dazu brauchst du eben die Nichtveranlagungsbescheinigung. Wird beim Finanzamt benatragt, dann legst du sie der Bank vor und fortan zahlst du keine Abgeltungssteuer mehr.
Als zweitbeste Lösung machst du im nächsten Jahr deine Steuererklärung, kreut in Anlage KAP "Günstigerprüfung" and und kriegst alles zurück.

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #764 on: November 08, 2015, 10:48:11 AM »
Dazu habe ich dann aber mal eine Frage: Wenn ich im Jahr unter dem Steuerfreibetrag bin (8xxx €), warum zahle ich dann dennoch Kapitalertragssteuer? Also wäre mein Freibetrag dann nicht diese 8xxx€ + 8xx € wegen des Freibetrags? Also einmal der generelle Steuerfreibetrag und dann nochmal der Sparerpauschalfreibetrag?
Du musst dann in der Tat keine Kapitalertragssteuer zahlen. Standardmäßig zieht die Bank die aber dennoch Abgeltungssteuer ab (wenn du über 801€ liegst), weil sie ja nichts davon wissen kann, dass du insgesamt hinreichend niedriges Einkommen hast. Dazu brauchst du eben die Nichtveranlagungsbescheinigung. Wird beim Finanzamt benatragt, dann legst du sie der Bank vor und fortan zahlst du keine Abgeltungssteuer mehr.
Als zweitbeste Lösung machst du im nächsten Jahr deine Steuererklärung, kreut in Anlage KAP "Günstigerprüfung" and und kriegst alles zurück.

Wow, vielen Dank. Das kann ich jetzt tatsächlich gebrauchen :)

mustachian_germany

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #765 on: November 11, 2015, 12:23:14 PM »
Facebook kommt für mich auch nicht in Frage. Höchstens als Aktie.

> Hi. Wieso stört dich das?

Tagesgeld, Festgeld oder gar Cash schafft gerade mal so den Inflationsausgleich (oder weniger) und wächst nicht. Langfristig kommst Du damit auf keinen grünen Zweig.


Brainfart: wir halten einiges an cash bereit zBso um höhere summen an Sondertilgungen zu leisten (zBsp in Januar).  Kontext ist manchmal wichtig. Langfristig planen wir nicht auf unser cash zu sitzen sondern, nachdem die meisten shculden getilgt sind, tatsächlich in ETFs zu investieren  eventuell.


> 8 Reasons Why The Safe Withdrawal Rate Is Not That Safe:

Ich hab den Blogpost mal überflogen, und war von Deinen Gründen nicht sehr begeistert. Sehr vereinfacht, falsche Annahmen, und die steuerlichen Aspekte wurden hier vor ein paar Tagen auch nochmal durchgekaut.

Naja.. der 4%Rule basiert auf die annahme dass die Zukunft den selben Trend folgt wie die Vergangenheit...das ist auch eine Annahme, oder? Ob meine Annahmen oder der 4% Rule richtig ist...wird sich zeigen....Wie wäre es auf BEIDE strategien zu setzen?

Und zu den Steuerlichen Aspekten: wir haben ja 25% Abgeltungssteuer. Das hat doch, soweit ich das verstehen kann einen ziemlich krassen Einfluss auf den 4% Rule. Oder sehe ich hier was falsch?

Ich möchte echt einen Dialog starten. Ich sag nicht dass der SWR schlecht ist...finde ich aber in De schwierig und bin der Meinung das man auch was anderes machen sollte. zBso Immobilien, eigenes business etc.

Gerne würde mich auch interessieren was Du (und die anderen) zu den jeweiligen Punkten sagt...liege ich irgendwo völlig falsch? Hier nochmal der Link: http://bit.ly/wlcb-swr

Freue mich auf eure Ideen, Antworten.

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #766 on: November 11, 2015, 01:01:48 PM »
Bzgl Abgeltungssteuer: http://www.handelsblatt.com/economy-business-und-finance-schaeuble-erwaegt-abschaffung-der-abgeltungssteuer/8151424.html

Die weisen Leute unter uns hier scheinen wohl recht zu behalten, auf die Steuern sollte man langfristig keine Rücksicht nehmen, weil die sich eh ständig ändern.

brainfart

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #767 on: November 11, 2015, 01:08:33 PM »
> Naja.. der 4%Rule basiert auf die annahme dass die Zukunft den selben Trend folgt wie die Vergangenheit...
> das ist auch eine Annahme, oder?

Die 4%-Regel hat sich (für US-Anleger) trotz Weltkriegen, 2000 und 2008, 1929, Ölkrise  etc. bewährt. vermutlich wird sie auch in der Zukunft Bestand haben.

> Und zu den Steuerlichen Aspekten: wir haben ja 25% Abgeltungssteuer. Das hat doch, soweit ich das verstehen
> kann einen ziemlich krassen Einfluss auf den 4% Rule. Oder sehe ich hier was falsch?

Man zahlt doch nur den persönlichen Steuersatz und kann sich die zuviel gezahlte Abgeltungssteuer zurückholen. Stichwort Günstigerprüfung, oder auch die oben genannte Nichtveranlagungsbescheinigung bei niedrigem Einkommen. Wenn man eine Million hätte und 25% Steuern bezahlen müsste, dann blieben von den 40.000 halt nur 30.000 übrig zum Ausgeben.

Die 4% sind der historisch schlechteste Fall, in den meisten Jahren hätte man mehr abheben können bzw. wäre das Vermögen weiter gewachsen. Wenns in den ersten Jahren an der Börse knallt und abzusehen ist, dass man zu viel Geld verbraucht, dann muss man eben gegensteuern. Weniger Geld verbrauchen, andere Einkünfte auftun, Halbtagsjob, Barreserven anzapfen etc. Man kann ja seine Kosten senken, bis sich der Markt erholt hat. Das tut die 4% Regel nicht, da wird einfach stur weiter Kohle abgehoben, als ob nix passiert wäre.

> und bin der Meinung das man auch was anderes machen sollte. zBso Immobilien, eigenes business etc.

Klar, kann nicht schaden, hat aber auch (andere) Risiken.

> If the market grows by 8%, you subtract 4% for inflation, withdraw 4% a year for your expenses (by selling some of your
> funds), and you end up not losing any of your money. You do that every year.
> Obviously these are average numbers but basically, in a nutshell this is the 4% rule (safe withdrawal rate / SWR).

Nee, das ist es eben nicht. Der Markt wächst mal, dann schrumpft er wieder, die Inflation schwankt, und trotzdem soll das Geld reichen bzw. weiter anwachsen. Man kann da nicht einfach 8% annehmen und 2*4% von abziehen, das ist zu einfach betrachtet. Die 4% SWR funktioniert trotz dieser Unwägbarkeiten.


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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #768 on: November 11, 2015, 01:15:54 PM »
> Naja.. der 4%Rule basiert auf die annahme dass die Zukunft den selben Trend folgt wie die Vergangenheit...
> das ist auch eine Annahme, oder?

Die 4%-Regel hat sich (für US-Anleger) trotz Weltkriegen, 2000 und 2008, 1929, Ölkrise  etc. bewährt. vermutlich wird sie auch in der Zukunft Bestand haben.

> Und zu den Steuerlichen Aspekten: wir haben ja 25% Abgeltungssteuer. Das hat doch, soweit ich das verstehen
> kann einen ziemlich krassen Einfluss auf den 4% Rule. Oder sehe ich hier was falsch?

Man zahlt doch nur den persönlichen Steuersatz und kann sich die zuviel gezahlte Abgeltungssteuer zurückholen. Stichwort Günstigerprüfung, oder auch die oben genannte Nichtveranlagungsbescheinigung bei niedrigem Einkommen. Wenn man eine Million hätte und 25% Steuern bezahlen müsste, dann blieben von den 40.000 halt nur 30.000 übrig zum Ausgeben.

Die 4% sind der historisch schlechteste Fall, in den meisten Jahren hätte man mehr abheben können bzw. wäre das Vermögen weiter gewachsen. Wenns in den ersten Jahren an der Börse knallt und abzusehen ist, dass man zu viel Geld verbraucht, dann muss man eben gegensteuern. Weniger Geld verbrauchen, andere Einkünfte auftun, Halbtagsjob, Barreserven anzapfen etc. Man kann ja seine Kosten senken, bis sich der Markt erholt hat. Das tut die 4% Regel nicht, da wird einfach stur weiter Kohle abgehoben, als ob nix passiert wäre.

> und bin der Meinung das man auch was anderes machen sollte. zBso Immobilien, eigenes business etc.

Klar, kann nicht schaden, hat aber auch (andere) Risiken.

> If the market grows by 8%, you subtract 4% for inflation, withdraw 4% a year for your expenses (by selling some of your
> funds), and you end up not losing any of your money. You do that every year.
> Obviously these are average numbers but basically, in a nutshell this is the 4% rule (safe withdrawal rate / SWR).

Nee, das ist es eben nicht. Der Markt wächst mal, dann schrumpft er wieder, die Inflation schwankt, und trotzdem soll das Geld reichen bzw. weiter anwachsen. Man kann da nicht einfach 8% annehmen und 2*4% von abziehen, das ist zu einfach betrachtet. Die 4% SWR funktioniert trotz dieser Unwägbarkeiten.

Na dann schau dir mal Schäubles Steuerpläne für 2017 an, dann war es das nämlich mit nur 25%, wenn du relativ viel verdienst. Andererseits muss man vielleicht auch weniger zahlen bei geringerem Einkommen, aber das ist ja heute nicht anders.

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #769 on: November 11, 2015, 02:05:50 PM »
Ich hoffe, das Wolfgangs Nachfolver dafür wieder die Steuerfreiheit bei langfristanlagen einführt.
Da es aber noch keinen Gesetzesentwurf gibt,  ist jegliche Spekulation Zeitverschwendung.

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #770 on: November 25, 2015, 12:09:22 AM »
Ich hätte mal eine Frage zu meinem Bausparvertrag.

Zunächst, mir ist vollkommen bewusst, dass die Gesellschaften seit Jahren versuchen ihre Altverträge durch 'gute'/'lock'-Angebote aufzulösen oder auflösen zu lassen. Diesem habe ich mich bisher immer verwehrt und deren schreiben einfach ignoriert.

Nun habe ich diesen Monat meine letzte Rate eingezahlt, da ich bei ca. 90% meiner Bausparsumme (10k€) angekommen bin.

Das aktuelle Guthaben beläuft sich auf 7500€ zuzüglich Bonus von ca. 1000€.
Ich bekomme 2%+2% garantierte Zinsen auf meinen Vertrag. (Deswegen wollen die Gesellschaften die Altverträge ja schließlich loswerden). Also 4% no matter what.
Nun hatte ich eigentlich vor den Vertrag einfach liegen zu lassen (nicht mehr einzahlen) bis die Bausparsumme erreicht ist, spätestens dann würde die LBS den Vertrag vermutlich eh einseitig kündigen, da der Vertragszweck ja erfüllt ist. So oder so ähnlich zumindest.

Nun hat mir die LBS (mal wieder) geschrieben, dass ich auch jetzt schon an mein Geld ran könnte (oh wie großzügig, ganz ohne eigennutzen...).
Nun üblicherweise hätte ich das wieder ignoriert was mich jedoch aufhorchen lässt, weil ich es nicht verstehe und nicht weiß welchen nutzen das für mich hat, ist folgender Satz.

"- Bis zum 31.01.2016 verzichtet die LBS auf den sonst üblichen Zinsausgleich für die sofortige Auszahlung."

Was meinen die damit, was käme an der Stelle auf mich zu wenn ich es nicht bis Ende Januar auszahlen lasse, sondern wie geplant bis zum Ende warte?
 
Und ganz allgemein, was meint ihr, sollte ich doch nochmals ernsthaft in Erwägung ziehen das Geld inklusive Bonus jetzt rauszuziehen um es direkt in Aktien-ETFs zu packen? Um es in Relation zu setzen, unser diversifiziertes Depot hat aktuell eine gesamt Größe von ca. 40k€.
« Last Edit: November 25, 2015, 02:07:17 AM by FliXFantatier »

Woody

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #771 on: November 25, 2015, 02:03:42 AM »
Hallo FliXFantatier,

vorneweg: Ich habe keine BSV und bin kein Experte, daher mag ich mich irren - auch wenn ich das nicht glaube ;-).

Du kannst den BSV jederzeit kündigen, allerdings werden in den Vertragsbedingungen Kündigungsfristen genannt sein (vgl. https://www.lbs.de/service/bayern_5/thema_372/index.jsp). Hältst Du diese nicht ein, so darfst Du Vorschusszinsen(Zinsausgleich) zahlen (z.B. irgendwas zwischen 0,5% und 1% pro Monat). Darauf verzichtet die LBS großzügigerweise :-).

Was heißt das für Dich? Wenn Du eh den Vertrag ruhen lassen willst und das Geld nicht kurzfristig brauchen wirst, kommst Du nicht in die o.g. Lage, dass Du Vorschusszinsen zahlen müsstest. Dann ist das Thema irrelevant für Dich. Denkst Du hingegen, dass Du das Geld bald (und vor allem ohne die Kündigungsfrist zu beachten!) brauchst, dann wäre das überdenkenswert. Schau halt mal in Deine Unterlagen, wie lange die Kündigungsfrist ist.

Ich an Deiner Stelle würde das 4%-Ding laufen lassen, wie Du es geplant hast. Das sind sichere 4%. Sollten dies die einzigen schwankungsarmen Anlagen von Euch sein, so wären demnach 80% risikoreich angelegt und rund 20% risikoarm. Ich persönlich würde keine höhere Aktienquote wählen, aber jeder ist da ja anders.

Falls Du das Geld hingegen vom BSV in einen Anleihen-ETF anlegen willst, würde ich Dir strikt abraten - das lohnt sich auf keinen Fall. (Du schreibst ja nicht explizit, ob Du in Aktien-ETFs anlegen willst.)


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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #772 on: November 25, 2015, 02:07:46 AM »
So habe ich mir das auch fast gedacht.
Und klar, es geht um Aktien ETFs. Ich habe nichts anderes.

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #773 on: November 25, 2015, 03:16:41 AM »
Also bzgl. des verlinkten Artikels da. Da steht:

Quote
For those who are not familiar with these concepts, here’s a quick summary: past stock market trends show us that the market grows on average by about 8% every year. They assume that inflation will be about 4% on average. So, if your total expenses are, let’s say 25K (euros or dollars) per year than you need to have about 625K invested in index funds or ETFs (25K is 4% of 625K). *

Allein das zeigt doch schon, dass der Autor die "SWR" überhaupt nicht verstanden hat, denn so kommen die 4% absolut nicht zustande...


WerKater

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #774 on: November 25, 2015, 09:46:45 AM »
So habe ich mir das auch fast gedacht.
Und klar, es geht um Aktien ETFs. Ich habe nichts anderes.
Ich würde den BSV an deiner Stelle auch so lange wie möglich behalten.
Abwegig ist es allerdings nicht, das Geld direkt in Aktien-ETF zu stecken, aber die sicheren 4% sind nicht zu unterschätzen.

Ich habe allerdings ohnehin einen gewissen Anteil "sicherer" Investments in meiner Asset Allocation. Das heißt ich würde den BSV einfach als Untermenge dieses sicheren Teils sehen und dann entsprechend weniger Staatsanleihen halten. Wenn du eigentlich eine 100%-Aktienquote haben möchtest, wäre es in der Tat konsequent, das Geld sofort in Aktien-ETF zu stecken.

Lordy

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #775 on: November 25, 2015, 10:54:05 AM »
Ich würde den auch stehen lassen. Deine Aktienquote ist bereits hoch, da schadet ein risikofreier Teil nicht.

Ich hatte einen ähnlichen Vertrag (mit noch etwas höheren Zinsen), den die BHW mir dieses Jahr gekündigt hat, da er bereits vor 10 Jahren zuteilungsreif wurde. Aber das ist sicherlich ein Luxusproblem :)

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #776 on: November 25, 2015, 12:25:43 PM »
Hallo, wirf doch einfach einen Blick in die Vertragsunterlagen,  dort steht alles geregelt. Im Zweifel würde (habe) ich meinen Verkäufer gnadenlos mit Fragen löchern.

FXF

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #777 on: November 25, 2015, 12:29:45 PM »
Hallo, wirf doch einfach einen Blick in die Vertragsunterlagen,  dort steht alles geregelt. Im Zweifel würde (habe) ich meinen Verkäufer gnadenlos mit Fragen löchern.
Genau das wollte ich mir sparen.


Danke alle, ich werde wie geplant einfach darauf sitzen bleiben.

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #778 on: December 13, 2015, 02:16:07 PM »
Kann mir mal jemand bei einer eigentlich einfachen "Rechenaufgabe" helfen? Wie berechnet man denn korrekt den Effektivzins bei gegebener Laufzeit, Kredithöhe und Monatsrate?

Beispiel:
Kredithöhe 8000€
Monatsrate 181,03€
Laufzeit 48 Monate

Auf welchen Effektivzins kommt ihr da? Irgendwas übersehe ich irgendwie.

Woody

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dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #780 on: December 13, 2015, 03:24:07 PM »
Ja stimmt, aber wie geht das in Excel?

Woody

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #781 on: December 14, 2015, 12:15:03 AM »
Ja stimmt, aber wie geht das in Excel?

So, wie man Zahlungsströme immer berechnen kann: Mit dem "internen Zinsfuss", dem Schweizer Taschenmesser der Finanzmathematik:

Zelle A1: 01.01.2016     Zelle B1: 8000,00
Zelle A2: 01.02.2016     Zelle B2: -181,03
Zelle A3: 01.03.2016     Zelle B3: -181,03
...
Zelle A49: 01.01.2020     Zelle B49: -181,03

Wichtig: Vorzeichen beachten!

Je nach Tabellenkalkulation muss nun die passende Funktion benutzt werden:
LibreOffice/OpenOffice:   Zelle C1: =XINTZINSFUSS(B1:B49;A1:A49)

(Excel könnte genauso funktionieren - hab ich gerade nicht vor mir. Ggf. mal in die Excel-Hilfe schauen.)

Es kann natürlich auch sein, dass es für Dein Problem eine eingebaute Excel-Funktion gibt. Die Zahlungsstromübersicht hat den Charme, dass man sogar unregelmäßige und verschieden hohe Zahlungen berechnen könnte.

dmn

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #782 on: December 14, 2015, 12:35:32 AM »
Ja stimmt, aber wie geht das in Excel?

Nach jedem Monat ändert sich der Stand deines Kredits, nennen wir ihn Kredit(t) für den Monat Nummer t, auf

Kredit(t) = Kredit(t-1) * (1+Effektivzins)^(1/12) - Monatsrate

Dabei ist (1+Effektivzins)^(1/12)=(1+Monatszins), und der Kredit verringert sich am Ende jedes Monats um die Monatsrate. Jetzt musst du den Effektivzins so wählen, dass nach 48 Monaten der Wert Kredit(48)=0 ist.

Alternativ kannst du auch den Discounted Cash Flow der Kreditrückzahlung mit der Kreditsumme gleichsetzen (Edit: dies entspricht Woodys Ansatz, der direkt vor mir gepostet hat). Also

Kredithöhe = (Summe über t=1 bis t=48 von) Monatsrate/(1+Effektivzins)^(t/12)

Das kannst du umformen in die geometrische Summe, mit q = 1/(1+Effektivzins)^(1/12):

Kredithöhe/Monatsrate = (Summe von t=1 bis t=48) q^t = q * (Summe von t=0 bis t=47) q^t = q * (1-q^48)/(1-q)

Diese Gleichung kann ich allerdings wiederum nur numerisch lösen, d.h. den Effektivzins "durch Ausprobieren" passend wählen, damit die rechte Seite gleich der linken ist. Das erfordert aber nun kein Excel/Spreadsheet mehr, denn es ist eine einzige Gleichung.
« Last Edit: December 14, 2015, 12:40:07 AM by dmn »

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #783 on: December 14, 2015, 01:41:20 PM »
Hallo Leute, vielen Dank für eure Antworten. Ich habe meine Rechnung mal in Google Docs geladen: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1kG3HKIa4b7EB91B2cz9K-9dEhL905Couvrq0TOzZqL0/edit?usp=sharing

Was ich nicht verstehe: Wie hängt denn jetzt der Effektivzins mit dem Nominalzins zusammen? Ich dachte bisher, dass der Nominalzins der Zins ist, den man zahlen würde, wenn man das Geld am Anfang des Jahres bekommt und am Ende des Jahres komplett zurückzahlt. Bei 10 000€ und 4,11% p.a. würde man also 411€ Zinsen zahlen. Da man aber ja monatliche Raten zahlt und sich die Kreditschuld daher monatlich verringert, zahlt man ja effektiv weniger als die 4%, weil man sich ja nicht das ganze Jahr über die 10 000€ geliehen hat. In diesem Fall wäre der effektive Jahreszins (also das, was man nach dem Jahr tatsächlich zahlt) also geringer als die 4%.

In meinem Beispiel auf Google ist dieser aber höher. Jetzt dachte ich mir, dass da eben noch irgendwelche Gebühren einfließen und er deswegen höher als der Nominalzins. Steht denn irgendwo geschrieben, wie die Banken das ausrechnen? Auch komme ich häufig nicht auf das exakte Ergebnis der Bank, was natürlich an Rundungsfehlern liegen kann. Andererseits habe ich auch schonmal gesehen, dass die Banken den monatlichen Zins einfach durch Division mit 12 errechnen anstatt die 12. Wurzel zu benutzen.

dmn

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #784 on: December 14, 2015, 02:18:14 PM »
In diesem Fall wäre der effektive Jahreszins (also das, was man nach dem Jahr tatsächlich zahlt) also geringer als die 4%.

Wenn du am Anfang des Jahres 10000 EUR leihst und monatlich zurückzahlst, dann hast du im Laufe des Jahres im Durchschnitt einen Kredit von weniger als 10000 EUR. Wenn du also 411 EUR Zinsen zahlst, dann entspricht das einem Jahreszinssatz von über 4.11%. Zinsen auf die vollen 10000 EUR zahlst du schließlich nur im ersten Monat.

Quote
Andererseits habe ich auch schonmal gesehen, dass die Banken den monatlichen Zins einfach durch Division mit 12 errechnen anstatt die 12. Wurzel zu benutzen.

Das ist eine übliche Konvention, dabei spricht man dann aber nicht vom Effektivzins. Der Effektivzins zeichnet sich gerade dadurch aus, dass man (um den Zinseszins korrekt zu berücksichtigen) die 12. Wurzel nimmt, statt einfach durch 12 zu teilen.

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #785 on: December 14, 2015, 02:24:17 PM »
Wenn du am Anfang des Jahres 10000 EUR leihst und monatlich zurückzahlst, dann hast du im Laufe des Jahres im Durchschnitt einen Kredit von weniger als 10000 EUR. Wenn du also 411 EUR Zinsen zahlst, dann entspricht das einem Jahreszinssatz von über 4.11%. Zinsen auf die vollen 10000 EUR zahlst du schließlich nur im ersten Monat.

Also die 411€ Zinsen würde man ja nur zahlen, wenn man eben nicht monatlich tilgt (4,11% Nominalzins). Wenn ich also monatlich etwas zurückzahle, dann zahle ich ja nicht die nominalen Zinsen, sondern etwas weniger. Dadurch müsste der "effektive Zins" doch sinken, oder?!

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #786 on: December 19, 2015, 12:18:57 PM »
Hallo Leute, hätte da mal eine Frage an euch, ihr habt vielleicht schon mehr Erfahrungen mit dem Finanzamt gemacht als ich :) Also ich habe gemerkt, dass es einen deutlich günstigeren ETF für meine Emerging Markets Position gibt. Habe das auch mal durchgerechnet (Spread, Verkauf, Kauf) und es kommt mich relativ schnell günstiger, meinen jetzigen zu verkaufen und den anderen zu kaufen, zumal die EM ja gerade "schwächeln".

Meine Frage ist, ob das mit dem Finanzamt OK geht, wenn ich den Verlust beim Verkauf mit anderen Kapitalerträgen verrechne? Geht das oder wie funktioniert das in Deutschland? Soweit ich das verstanden habe ist das ja genau diese "Tax-Loss-Harvesting", nur dass ich es halt aus einem anderen Grund mache und die Steuerersparnis ein angenehmer Nebeneffekt wäre.

Vielen Dank schonmal. LG

Woody

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #787 on: December 19, 2015, 03:56:23 PM »
Meine Frage ist, ob das mit dem Finanzamt OK geht, wenn ich den Verlust beim Verkauf mit anderen Kapitalerträgen verrechne? Geht das oder wie funktioniert das in Deutschland?

Warnung vorweg: Bin kein Steuerexperte.

Soweit ich informiert bin, kannst Du Gewinne mit Verlusten aus der gleichen Anlageart (also z.B. Aktien) verrechnen. Vielleicht ist das aber eine erste sinnvolle Infoquelle:
http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-36242.xhtml?currentModule=home

WerKater

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #788 on: December 20, 2015, 10:00:14 AM »
Meine Frage ist, ob das mit dem Finanzamt OK geht, wenn ich den Verlust beim Verkauf mit anderen Kapitalerträgen verrechne? Geht das oder wie funktioniert das in Deutschland?

Warnung vorweg: Bin kein Steuerexperte.

Soweit ich informiert bin, kannst Du Gewinne mit Verlusten aus der gleichen Anlageart (also z.B. Aktien) verrechnen. Vielleicht ist das aber eine erste sinnvolle Infoquelle:
http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-36242.xhtml?currentModule=home
Ist im Prinzip korrekt. Zusatz: Verluste aus Fonds kann man sogar mit Gewinnen aus Aktien verrechnen, aber nicht umgekehrt.
Wenn die Gewinne und Verluste bei derselben Bank anfallen, braucht man sich theoretisch auch gar nicht darum zu kümmern. Die Bank sollte das automatisch korrekt verrechnen.

whatlifecouldbe

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #789 on: December 20, 2015, 10:42:01 AM »
Hi zusammen,

welche deutsche finanz-blogs und finanzielle-unabhängigkeit-nahe Blogs liest Ihr?

Ich versuche ne Liste aufzustellen:
http://whatlifecouldbe.eu/german-financial-independence-blogs/

Freu mich auf euer Feedback!
In our blog we write about how we reached FI aged 32 with 2 kids in Germany.  http://whatlifecouldbe.eu

European mustachians, it's time to meet! We stated the Financial Independence Week Europe (FIWE), a non-commercial and fun mustachian week. Do you want to attend? http://whatlifecouldbe.eu/fiwe/

dachs

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #790 on: December 20, 2015, 02:52:40 PM »
Danke für die Links, werde mich mal einlesen und rufe nächstes Jahr mal beim Finanzamt an :)

spaniardbavarian

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #791 on: December 26, 2015, 02:52:16 AM »
Servus mustachians,

mich würde gerne ein anderer Aspekt des MMM-way-of-life interessieren. Was macht Ihr um Kosten zu sparen? Wo kauft Ihr ein? Geht Ihr überhaupt noch in Restaurants oder Kneipen? Gibt es ein paar Tricks, die Ihr habt (außer den sehr guten Anlageideen)? Ich weiß, das ist sehr allgemein gehalten aber mich würde die ganze Bandbreite interessieren :)

Ich strauchle etwas mit dem Thema Urlaub. Da geb ich viel dafür aus aber das ist mir (bisher) auch wichtig. Aber 200 EUR pro Monat ist schon happig. Ansonsten ist die Sparrate bei ca. 55% (gemessen am Nettovermögen). Wie sieht das bei Euch aus?

Mit dem gesparten lege ich in verschiedenen Anlageklassen an (wie schon öfters hier erwähnt via Asset Allocation). Wie hoch ist bei Euch der Aktienanteil (jetzt dann doch eine Anlagefrage :))? Ach ja, dafür ist ja das Alter wichtig ;) Bin 38.

Matthias

LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #792 on: December 26, 2015, 05:29:27 AM »
einkaufen haupsächlich Kaufland und Aldi, hat aber weniger mit Geld als mit Entfernung und "bekomme ich meinen Kram" zu tun. Teuer ist es natürlich auch nicht ;)
Restaurants etc: Sehr selten. Bin ohnehin sehr introvertiert, so dass ich nichts davon habe "nur" dort zu sein. Essen gehe auch sehr selten, ist dann halt was Besonders.
Für die Arbeitenden: verschiebt eure warme Mahlzeit auf Abend und macht den Mittag zum Abendbrot mitgebrachter Schnitten.
Leitungswasser ist viel gesünder und besser als alles andere außer vllt. eigene Quelle.

Strom sparen. Selbst spieletaugliche Computer müssen keine 300-400W verbrauchen. Man kann auch mit mittleren Details spielen und 200W einsparen ;) TV sparen.

spaniardbavarian

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #793 on: December 26, 2015, 08:22:52 AM »
Danke LennStar. Musste beim introvertiert lachen...geht mir nicht anders :) Allerdings gehe ich schon ab und zu zum Essen aber dann ist es für mich ein gesellschaftliches Event. Ansonsten kann ich zwecks Mittagessen auch empfehlen sich am Wochenende was zu kochen (ich mache meist mehr Portionen, da es sich für mich alleine nicht wirklich rentiert) und nehme die Sachen dann Mittags mit in die Arbeit. Abends gibt es dann bei mir die von Dir erwähnten Schnitten :)
Hab mir zwecks einkaufen mittlerweile einen Plan besorgt, was im aktuellen Monat so immer Saison hat. Das sollte normalerweise ja billiger sein.
Leitungswasser ist bei mir auch die 1. Wahl. Ich muss immer schmunzeln, wenn sich Leute mit Mineralwasser abschleppen und dann auch noch das billigste kaufen. Das Leitungswasser ist mind. genauso gut.

Auf TV zu verzichten spart auch noch ungemein Zeit :)

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #794 on: December 30, 2015, 03:57:43 PM »
Beim Einkaufen ist es wichtiger, was Du kaufst als wo Du es kaufst. Grundnahrungsmittel sind eigentlich was überall gleich teuer, wenn Du die jeweilige Eigenmarke nimmst, ausgenommen Obst und Gemüse. Wir kaufen viel bei REWE ein. Ja! Produkte kosten soviel wie bei Aldi, aber es gibt noch Payback Punkte oben drauf. Außerdem reduziert unser REWE viele Produkte um 30-50% kurz vor dem Ende des Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei ALDI wiederum holen wir öfter Obst und Gemüse. Das ist zumindest hier dort im Schnitt günstiger.

Für alles, was kein Verbrauchsartikel ist schauen wir auf ebay Kleinanzeigen und Amazon.

brainfart

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #795 on: January 05, 2016, 02:13:24 AM »
> welche deutsche finanz-blogs und finanzielle-unabhängigkeit-nahe Blogs liest Ihr?

timschaefermedia.com fehlt noch.
Eher zur Belustigung, da treiben sich ein paar seltsame Gestalten rum. Ist sehr dividendenlastig, und egal was der Herr Schäfer da postet, irgendwann dreht sich jede Diskussion  um die 25+%-Traumrenditen eines der Poster (der momentan nicht mal investiert ist, da keine Ersparnisse und Miniverdienst), welche obskure Klitsche man jetzt kaufen muss, das man irgendwann von Dividenden leben will und schliesslich, dass Indexfonds blöd sind weil man, um davon leben zu können, diese wieder verkaufen muss und damit "an die Substanz" geht. Teilweise recht amüsant, kann allerdings auch mal ermüdend werden, wenn nur noch emotional und logikbefreit rumpolemisiert wird. Gibt ja nix besseres, als sich langfristig auf (amerikanische) Aristokraten zu konzentrieren und alles andere auszublenden.

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #796 on: January 26, 2016, 11:20:03 AM »
Ich hätte da mal eine Frage zur Steuererklärung, liebe ExpertInnen.

Meine Partnerin und ich haben letztes Jahr im Dezember geheiratet. Im Anschuss sind wird (wie romantisch) direkt zum Finanzamt geradelt und haben unsere Steuerklassen ändern lassen.
Nun steht (naheliegender weise) in den Jahresabrechnungen bei beiden die Steuerklasse I drin.
Wo muss ich denn den Umstand geltend machen, dass für das ganze Jahr die neuen Klassen gelten? Oder macht das Finanzamt das automatisch?
Ich kann online und in der Steuererklärung nicht so richtig finden wo ich das eintragen müsste/könnte.

Weiß das jemand bescheid?

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #797 on: January 26, 2016, 11:28:17 AM »

Meine Partnerin und ich haben letztes Jahr im Dezember geheiratet. Im Anschuss sind wird (wie romantisch) direkt zum Finanzamt geradelt und haben unsere Steuerklassen ändern lassen.

I missed that somehow!  Congrats!  Or Das hatte ich irgendwie nicht gemerkt!  Gratuliere!

I'm curious whether it happens automatically for you.  I got married last summer and am not looking forward to figuring out the tax results of all of this this spring.

WerKater

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #798 on: January 26, 2016, 11:46:13 AM »
Ich hätte da mal eine Frage zur Steuererklärung, liebe ExpertInnen.

Meine Partnerin und ich haben letztes Jahr im Dezember geheiratet. Im Anschuss sind wird (wie romantisch) direkt zum Finanzamt geradelt und haben unsere Steuerklassen ändern lassen.
Nun steht (naheliegender weise) in den Jahresabrechnungen bei beiden die Steuerklasse I drin.
Wo muss ich denn den Umstand geltend machen, dass für das ganze Jahr die neuen Klassen gelten? Oder macht das Finanzamt das automatisch?
Ich kann online und in der Steuererklärung nicht so richtig finden wo ich das eintragen müsste/könnte.

Weiß das jemand bescheid?
Herzlichen Glückwunsch! Und schön, dass ihr geradelt seid ;)

Steuerklassen sind für die Einkommensteuer irrelevant, sie zählen nur für die Lohnsteuer (die eine Erhebungsform der Einkommensteuer, also praktisch eine Abschlagszahlung ist). Was für euch wichtig ist, ist lediglich, dass ihr zusammen veranlagt werdet. Das wird relativ häufig durcheinandergebracht...

Im Folgenden rate ich jetzt etwas rum, weil ich das auch noch nie gemacht habe: Soweit ich weiß, werdet ihr auch für das ganze Jahr der Heirat zusammen veranlagt, wenn ihr nicht was anderes beantragt. Ihr müsst bloß in der Steuererklärung in Zeile 24 "Zusammenveranlagung" ankreuzen. Ich gehe davon aus dass ihr nur eine gemeinsame Steuererklärung macht?

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #799 on: January 26, 2016, 11:59:25 AM »
Im Folgenden rate ich jetzt etwas rum, weil ich das auch noch nie gemacht habe: Soweit ich weiß, werdet ihr auch für das ganze Jahr der Heirat zusammen veranlagt, wenn ihr nicht was anderes beantragt. Ihr müsst bloß in der Steuererklärung in Zeile 24 "Zusammenveranlagung" ankreuzen. Ich gehe davon aus dass ihr nur eine gemeinsame Steuererklärung macht?
Jap und Jap.