Author Topic: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge  (Read 169111 times)

brainfart

  • Stubble
  • **
  • Posts: 185
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #600 on: July 17, 2015, 09:10:30 AM »
Also wenn man meint, irgendwie hebeln zu müssen, dann sollte man dafür keine Schulden aufnehmen. Ich muss zugeben, ich habe auch so ein gehebeltes Teufelsteil, den AMUNDI ETF LEVERAGED MSCI USA DAILY (A0X8ZS). Sehr volatil, aber tolle Rendite. Kann sich natürlich schnell ändern.
Diese Investition betrachte ich als Spielgeld, ein Totalverlust wäre verschmerzbar. Zumindest ist das Ding bezahlt, wenn es mal wieder fällt und ich verkaufen muss dann verliere ich nur mein investiertes Geld und nicht geliehenes. 

brainfart

  • Stubble
  • **
  • Posts: 185
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #601 on: July 19, 2015, 04:11:17 PM »
Stichwort Spielgeld und Totalverlust: irgendwie juckt es mich, etwas Geld in Griechenland zu investieren. Hab mal schnell gesucht und nur den LYXOR ETF FTSE ATHEX LARGE CAP [WKN: LYX0BF / ISIN: FR0010405431] gefunden. Ein ETF auf den ATHEX-Index, die 20 größten Firmen an der Athener Börse. Der ist in den letzten Jahren ordentlich in den Keller gegangen, also möchte ich jetzt mal (*OMG!*) den Markt timen. Kann ja mittel- bis langfristig eigentlich nur noch besser werden. Ich möchte "nur" einen niedrigen einstelligen Prozentanteil meines Vermögens investieren, das Risiko ist mir klar.

Hat jemand noch andere Vorschläge als den LYX0BF?

Woody

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 97
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #602 on: July 19, 2015, 10:46:32 PM »
Ich halte zwar von solchen "es kann ja jetzt nur besser/schlechter werdern"-Strategien nichts(*), aber falls Du wirklich in den ATHEX investieren willst, hält sich die Auswahl bei ETFs in Grenzen:
https://www.justetf.com/de/find-etf.html?query=athex
Aber das hast Du bestimmt auch schon selbst herausfinden können, oder?

LG Woody

(*) Seit Jahren kann es an den Börsen ja eigentlich auch nur noch bergab gehen - die Höchststände!! 9000 Punkte! 10000 Punkte! 11000 Punkte! Jede neue Höchstmarke im DAX führt zu der gleichen (dämlichen) Aussage. Ich habe es aufgegeben, mir über solche Dinge den Kopf zu zerbrechen. Passive rulez!

brainfart

  • Stubble
  • **
  • Posts: 185
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #603 on: July 19, 2015, 11:50:14 PM »
Danke, aber auf der Seite hab ich selbst schon geguckt. Es muss ja nicht unbedingt der Athex sein, vielleicht kennt jemand noch was anderes.

> 9000 Punkte! 10000 Punkte! 11000 Punkte! Jede neue Höchstmarke im DAX führt zu der gleichen (dämlichen) Aussage.

Also gut, dann möchte ich es umformulieren. Denn ich investiere mein Kapital zu über 90% passiv.
Ich möchte meine Buy and hold Asset Allocation anpassen und 1% Griechenland leicht übergewichten. Weil der Athex  in den letzten 5 Jahren seit seinem Höchststand um ca. 80% gefallen ist möchte ich mit einer monatlichen Sparrate frischem Geld faul reballancieren. Klingt das besser?

dachs

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 250
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #604 on: July 20, 2015, 12:17:06 AM »
Ja, hört sich gut an. Aber schau dir nochmal an wieviele Banken in dem Index sind, denn die könnten wohl wirklich pleite gehen. Ansonsten denke ich, dass ein Index eben nicht so stark fallen wird wie einzelne Aktien. Habe zumindest noch nie was von einem Pennyindex gehört ;)

Woody

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 97
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #605 on: July 20, 2015, 06:28:41 AM »
Danke, aber auf der Seite hab ich selbst schon geguckt. Es muss ja nicht unbedingt der Athex sein, vielleicht kennt jemand noch was anderes.

Was "anderes" schwebt Dir vor? Griechische Anleihen, griechische (Einzel-)Aktien, griechische Immobilien? (Griechischer Wein? ;-) ) Wenn Du schon so dediziert investieren willst, solltest Du schon eine ungefähre Vorstellung davon haben, was es sein soll?!

Also gut, dann möchte ich es umformulieren. Denn ich investiere mein Kapital zu über 90% passiv.
Ich möchte meine Buy and hold Asset Allocation anpassen und 1% Griechenland leicht übergewichten. Weil der Athex  in den letzten 5 Jahren seit seinem Höchststand um ca. 80% gefallen ist möchte ich mit einer monatlichen Sparrate frischem Geld faul reballancieren. Klingt das besser?

1. Das klingt für mich noch immer nach einer aktiven Strategie, die Du in ein passives Korsett quetschst. (Das Wording Deines Vorgehens ändert nicht den dahinterliegenden Gedanken.) Wirst Du die Übergewichtung dauerhaft durchhalten wollen oder nur die nächsten x Jahre? Insbesondere Dein Hinweis auf vergangene Höchststände verrät mir, dass Du Markettiming anstrebst.
(Griechenland macht weniger als ein halbes Prozent im MSCI EM aus und weniger als ein halbes Promill als es noch im MSCI World war - da ist Deine so niedrig wirkende 1%-Investition schon recht hoch.)

2. Es ist egal wie es für mich klingt. Du musst mit der Strategie glücklich sein. Passiv ist das auf jeden Fall nicht - aber passives Investieren ist auch nicht für jeden was.

brainfart

  • Stubble
  • **
  • Posts: 185
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #606 on: July 20, 2015, 10:10:15 AM »
Quote
Was "anderes" schwebt Dir vor? Griechische Anleihen, griechische (Einzel-)Aktien, griechische Immobilien? (Griechischer Wein? ;-) ) Wenn Du schon so dediziert investieren willst, solltest Du schon eine ungefähre Vorstellung davon haben, was es sein soll?!

Ich habe einen Aktien/Index-ETF als Beispiel genannt. Warren Buffett hat sich ne griechische Insel gekauft, dazu reichts bei mir noch nicht, also kauf ich halt einen ETF. "MSCI Greece" als Index z.B. gibt es, aber ich habe keinen ETF dafür gefunden. Billig, breit aufgestellt, handelbar, nicht zu exotisch.

Quote
Das klingt für mich noch immer nach einer aktiven Strategie, die Du in ein passives Korsett quetschst.

So wars ja auch gemeint, damit ihr nicht alle wie die Geier über mich herfallt. Hat wohl nichts genutzt...

Was solls. Ich bin einer der Ketzer, die ab und zu mit kleineren Beträgen riskantere Sachen machen.
Andere hier setzen auf 100% US-Markt ohne International, weil "as an American you don't need foreign stuff". Find if auch doof, is aber nicht meine Aufgabe die zu belehren.

Quote
Wirst Du die Übergewichtung dauerhaft durchhalten wollen oder nur die nächsten x Jahre?

So lange, bis der Kurs hoffentlich gestiegen ist. Wenns dann ans Reballancieren geht, könnte ich aus Versehen oder aus Portfoliobereiningungsgründen den ganzem Mist wieder abstoßen. Ich werde das schriftlich in meinem Investment Policy Statement festhalten, damit ichs nicht vergesse. ;)

Quote
Passiv ist das auf jeden Fall nicht - aber passives Investieren ist auch nicht für jeden was.

Wie gesagt, so um die 90% meiner Kohle ist passiv gebunkert, wenn ich noch Immobilien dazurechne sind meine aktiven Investments nur noch homöopatisch.
Ab und an wag ich mal was verrücktes, wie Einzelaktien oder mal einen gehebelten ETF kaufen und (*gasp*) nach kurzer Haltedauer bei gestiegenen Kursen wieder verkaufen. Die erlöste Kohle wandert aufs Tagesgeldkonto und verschwindet dann schliesslich beim nächsten ETF-Kauf in meinem MSCI World  oder EM. Oder eben nicht wenn es schiefgeht.

So, es wurde jetzt der oben genannte Lyxor. Hätte gern was gehabt mit mehr als 20 Firmen, bissl breiter aufgestellt. Schau mer mal was passiert.

DaKini

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 309
  • Location: Germany, Munich area
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #607 on: July 20, 2015, 12:04:47 PM »
Ich drück die Daumen. Vor drei Wochen hatte ich ähnliche Gedanken,  hab mich aber nicht getraut bzw es widerspricht meinem IPS.

dachs

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 250
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #608 on: July 20, 2015, 12:45:31 PM »
Wenn dir der Verlust nicht weh tut, warum solltest du es dann nicht tun? Du kannst ja eigentlich nur daraus lernen. Ich habe das mal mit einer Einzelaktie gemacht. Da war dann innerhalb eines Jahres +50-100% drin. Das blöde war halt, dass ich eben nur so wenig investiert hatte, dass es mir im Zweifelsfall nicht weh tut. Und daher hält sich der Gewinn in Grenzen, denn meine ETFs haben zwar weniger Rendite in der gleichen Zeit, die absolute Zahl ist aber höher.

Navier

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 2
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #609 on: July 22, 2015, 10:55:49 AM »
Hallo Gemeinde,

 was haltet ihr, um die Sparrate zu erhöhen, die IGMetall Mitgliedschaft zu kündigen?
1% monatliche Bruttogehalt ist fast 2% des Nettogehaltes... vielleicht es ist nicht viel aber ich bin noch in der Optimierungsphase der Ausgaben...

Woody

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 97
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #610 on: July 22, 2015, 11:13:58 AM »
Was versprichst du dir von der Mitgliedschaft? Ist dir das 1% des Gehalts wert?

FXF

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 496
  • Age: 31
  • Location: Los Angeles
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #611 on: July 23, 2015, 12:19:11 AM »
Hallo Gemeinde,

 was haltet ihr, um die Sparrate zu erhöhen, die IGMetall Mitgliedschaft zu kündigen?
1% monatliche Bruttogehalt ist fast 2% des Nettogehaltes... vielleicht es ist nicht viel aber ich bin noch in der Optimierungsphase der Ausgaben...
Ich habe ein TAZ Abo welches ich aus ideellen Gründen nicht kündige.
Ich will guten Journalismus und die TAZ insbesondere unterstützen, auch wenn ich gut auf das Abo verzichten könnte.
Genauso würde ich es auch mit Gewerkschaft handhaben, wenn ich denn in einer wäre.
Ich habe übrigens auch eine Parteimitgliedschaft (auch 1%) Da ich dort jedoch auch aktiv bin ist das für mich non-negotiable.

Ich würde das mit den "Charity" Budget Ausgaben von unseren US-Mustacians vergleichen.

LennStar

  • Pencil Stache
  • ****
  • Posts: 839
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #612 on: July 23, 2015, 01:47:08 AM »
Seh ich genauso. Auch bei mir ist Partei Charity ^^

Außerdem würde ich nie aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenversicherung etc. aussteigen.

Und für den speziellen Fall der IGMetall - die macht ihren Job, soweit ich das als Fernstehender einschätzen kann, immer noch besser als die meisten. Und das kann sie auch wegen der hohen Mitgliederzahlen.

Navier

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 2
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #613 on: July 23, 2015, 09:22:12 AM »
OK, mit dem "Charity" habt mir überzeugt, Danke ;-)

Rosy

  • Handlebar Stache
  • *****
  • Posts: 1138
  • Location: Florida
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #614 on: July 23, 2015, 10:55:31 AM »
Hier ist mein Dilemma - vielleich koennt Ihr mir ja weiterhelfen. Es geht um Social Security und Deutsche Rente - verzwickte Geschichte.

Ja, ich weiss, es gibt ein agreement zwischen USA und Deutschland. Mein Hauptanliegen ist dass ich nicht durch eine dumme Entscheidung jetzt auf einmal weniger Rente beziehe.

Hier sind meine Daten: Ich bin Deutsche, 66 Jahre - lebe in Florida (Tampa - St. Petersburg area)

Beziehe seit Sep 2014 Social Security, aber nicht meine eigene, sondern die meines verstorbenen Mannes - er war Amerikaner. Das heisst, die Zahlungen werden unter seiner Soc Sec Nummer geleistet; Hinterbliebenen Rente also.

Ich war im April in Deutschland und habe mich ueberreden lassen, dort meine deutsche Rente zu beantragen. (Ich hatte eigentlich vor, mir hier in USA einen Rechtsanwalt zu suchen zwecks Beratung und Antragstellung - habe aber bis jetzt keinen gefunden).

Daraufhin bekam ich dann einen Brief von der Deutschen Rentenversicherung mit einem ganz neuen Antrag (zweisprachiges Formular) der nun statt April ein Antragsdatum vom 2. Juni aufzeigt - obwohl ich in Deutschland im April beantragt und dann noch zweimal im Mai telefonisch mit der zustaendigen Behoerde in Berlin gesprochen habe - wollte sicher gehen das der Antrag eingegangen war und wissen wer mein Sachbearbeiter ist.
Jetzt, fast einen Monat spaeter erhielt ich einen Brief mit der Bitte um meine amerikanische SS #

Was mir Sorgen macht, ist folgendes:
1. Ich will natuerlich auf keinen Fall weniger Rente als bisher beziehen.
2. Da ich ja keine Rente unter meiner eigenen SS# beziehe - besteht dennoch die Moeglichkeit dass das Amt in Berlin meine Deutsche Rente kuerzen wuerde?
3. Ich habe den neuen Antrag noch nicht ausgefuellt und habe eine Kopie des Antrags das der Rentenaelteste in Deutschland fuer mich gestellt hat - mit dem Stempel und Datum in April. Ich moechte keine zwei Monate Rentengeld verlieren - besonders da mir gesagt wurde ich haette eigentlich schon mit 65 Jahren die Deutsche Rente beantragen koennen.

Die Rentenzahlung wird minimal sein, hoechstens $200 Euro evtl auch nur um die $100 Euro.

Weitere grosse Frage - wie , wenn ueberhaupt, wird sich das auf meine Gesamteinkuenfte auswirken?

Zusaetzliche Einkuenfte
1. VA-DIC (Veteranen Kriegswitwen Rente - die wird nicht angerechnet von der Soc Sec und wird auch nicht versteuert - (think Heilige Kuh)
2. Civil Service - Annuity - (Beamten Witwen Rente)- minimal
3. Private Firmen Rente - Annuity -(amerikanische Firma fuer die ich taetig war) - minimal

Was meint Ihr, wie soll ich vorgehen - hat jemand von Euch damit bereits Erfahrung?





brainfart

  • Stubble
  • **
  • Posts: 185
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #615 on: July 23, 2015, 01:33:50 PM »
Knifflige Sache, ich glaube nicht, dass Sie hier Hilfe bekommen. Das ist ja schon ein sehr spezieller Fall.
Eventuell mal eine deutsche Rentenberatungsstelle kontaktieren, oder sich einen deutschen Anwalt nehmen, der auf sowas spezialisiert ist? Vielleicht lohnt es sich auch, die Frage in den diversen Expat-Foren zu stellen. Eines der besseren Foren für englischsprachige Ausländer in Deutschland war früher mal toytownmunich.com, ist jetzt wohl toytowngermany.com, und dann gabs da noch expatica.com. Sowas gibts vielleicht auch für deutsche Auswanderer in den USA?

Rosy

  • Handlebar Stache
  • *****
  • Posts: 1138
  • Location: Florida
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #616 on: July 23, 2015, 06:19:18 PM »
Knifflige Sache, ich glaube nicht, dass Sie hier Hilfe bekommen. Das ist ja schon ein sehr spezieller Fall.
Eventuell mal eine deutsche Rentenberatungsstelle kontaktieren, oder sich einen deutschen Anwalt nehmen, der auf sowas spezialisiert ist? Vielleicht lohnt es sich auch, die Frage in den diversen Expat-Foren zu stellen. Eines der besseren Foren für englischsprachige Ausländer in Deutschland war früher mal toytownmunich.com, ist jetzt wohl toytowngermany.com, und dann gabs da noch expatica.com. Sowas gibts vielleicht auch für deutsche Auswanderer in den USA?
-

Danke:) Muss halt weiterforschen. toytowngermany.com hatte ich bereits gefunden, hat mir aber nicht weitergeholfen.
Ich glaube ich werde mir doch dieses agreement nochmal genauer durchlesen - nicht einfach zu verstehen.
Dann halt die verschiedenen Immigration lawyers anrufen und mich durchfragen, irgendwo muss es ja doch so einen Renten Spezialisten geben.

Das Konsulat in Miami hat auch Informationen online, werde mich da auch noch mal schlauer machen und vielleicht haben die ja einen Rechtsberater der mir weiterhelfen kann. Vielleicht habe ich Glueck und es gibt fuer sowas auch einen Telefon Termin.

Vor ein paar Jahren wo dieses Thema noch nicht brisant war hatte ich zwei Kanzleien in unserer Gegend gefunden - aber die scheint es nicht mehr zu geben. Internetsuche  war fruchtlos bislang.

 

brainfart

  • Stubble
  • **
  • Posts: 185
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #617 on: July 24, 2015, 02:00:30 PM »
Der deutsche Rentenanspruch muss ja irgendwie entstanden sein, ich vermute mal durch sozialversicherungspflichtige Arbeit in Deutschland? Ich glaube nicht, dass dieser Anspruch irgendwie von sonstigen ausländischen Witwenrenten etc. gemindert wird. Dieses Geld wurde mal eibezahlt und das steht Ihnen zu. Deswegen mein Rat, sich mal bei deutschen Beratungsstellen, Anwälten etc. zu erkundigen.
Wie es auf der amerikanischen Seite aussieht kann ich natürlich nicht sagen.

LatteMostaccio

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 4
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #618 on: August 02, 2015, 02:52:50 AM »
Hallo,

ich bin neu hier und erhoffe mir gute Ratschläge zu meiner persönlichen Situation.

Zu mir: Mitte / Ende 20, unkündbar, Finanzneuling, seit gut einem Jahr unterhalte ich Depots über mein Kreditinstitut mit
bisher bescheidenem Erfolg und möchte daran jetzt etwas ändern. So bin ich auf getrichslowly.org, MMM usw. und die
ETF-Strategien aufmerksam geworden und informiere mich seit ein paar Wochen über Anlagestrategien,
"frugal lifestyle" usw. Ich warte gerade auf die Depot-Eröffnung bei der DiBa.

Mein Ziel: kein ER, wie es MMM verfolgt, sondern ein bequemes Polster und "selbstarbeitendes" Kapital,
um ggf. eine Immobilie in ca. 8 - 10 Jahren erwerben  und/oder früher die Arbeitszeit reduzieren zu können,
ohne merklich den (sowieso recht bescheidenen) Lebensstandard herunterfahren zu müssen.

Da ein großer Teil meines Kapitals in aktiv verwalteten Fonds steckt und ich mich eher als riskoavers
einschätze, wollte ich vorerst mit 7.500 Euro in ETFs einsteigen. Macht bei dieser Summe ein Einstieg
überhaupt Sinn? Ich habe diese Summe gewählt, weil mir der Betrag sofort zur Verfügung steht und ich nicht
erst groß umschichten / kündigen müsste. Welche Portfolio-Zusammensetzung würdet ihr mir derzeit und bei
dieser Summe empfehlen?

Mein Vorschlag:

50% Welt (ETF ComStage MSCI World TRN UCITS / WKN: ETF110), 25% Europa (ComStage EURO STOXX 50® TR UCITS /
WKN: ETF050) und 25% Deutschland (iShares Core DAX (R) (DE) oder Deka DAXplus® Maximum Dividend).


Ich bitte um Kommentare! :-)
« Last Edit: August 02, 2015, 03:59:41 AM by LatteMostaccio »

buttairfly

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 5
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #619 on: August 02, 2015, 05:37:38 AM »
Hi,
Als gleichzeitiger Anfänger im ETF-Anlegen hier meine auch noch wackligen Kommentare dazu. Falls hierbei was nicht stimmt, würde ich mich freuen korrigiert zu werden:
- So wie ich das sehe enthält MSCI World bereits einen größeren Teil Europa und Europa bereits einen größeren Teil Deutschland. Wenn Dir diese Gewichtung nichts ausmacht, denke ich, ist das kein Problem. Es widerspricht aber teilweise dem starken Fokus auf Diversifizierung, der oft zusammen mit ETFs verwendet wird. D.h. konkret die Höhen und Tiefen Deutschlands/Europas werden sich bei Dir stärker ausdrücken. Ansonsten hätten nur der MSCI World + eventuell EM oder der MSCI ACWI eine gleichmäßigere weltweite Verteilung.

- Ein ausländischer Thesaurierer wie Dein MSCI World ist eventuell steueraufwändiger als ein Ausschütter oder inländischer Thesaurierer.

- Wenn du alle Aktien nach 8-10 Jahren abstoßen willst, um das Geld in eine Immobilie zu packen, musst Du bedenken, dass der Zeitraum kürzer ist als für viele ER-Gedanken in diesem Forum. Da du bis jetzt auch noch nichts über längerfristiges regelmäßiges Einzahlen erwähnt hast (welches einen Cost-Average Effect haben würde), ist dann das Wachstum dieser 7500 volatiler. Und auch wenn market-timing eigentlich nicht funktionieren kann, würde ich mir trotzdem ein paar Gedanken machen was denn passiert, wenn der Markt demnächst vielleicht in den Keller rutscht während Du dann auf dem Höchststand eingekauft hättest, und sich erst in ein paar Jahren wieder erholt, Du das alles aber in 8 Jahren (oder eventuell schon früher?) wieder abstoßen willst. Wenn du regelmäßig 7500 oder ähnliches einzahlen willst, macht das weniger aus.

- Portfolio-Zusammensetzung kenne ich mich wenig aus, würde aber anraten, hier insgesamt auch eher etwas konservativer aufzubauen, wenn du auf das Geld auf jeden Fall nach einem bestimmten Zeitraum zugreifen willst. Da können ETFs sicher auch eine Rolle spielen, aber nur auf ETFs/Fonds zu setzen wäre mir persönlich dann zu unsicher.
« Last Edit: August 02, 2015, 05:39:09 AM by buttairfly »

DaKini

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 309
  • Location: Germany, Munich area
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #620 on: August 02, 2015, 07:45:10 AM »
Ich würde auch eher zu nur zwei etfs raten, dem msci world gepaart mit msci emerging markets und das dann jährlich balancieren.
8-10 jahren ist für aktien ein recht kurzer horizont, wenn du das wirklich liquidieren willst, solltest du überlegen, ob das die richtige anlageklasse ist. Das kommt auch auf deinen verfügbaren cashflow an, evtl kannst du eine krise in 8 jahren auch mit einer evtl vergrößerten hypothek überbrücken oder besser noch mit dem kauf der immobilie zu warten, falls die aktienpreise gerade im keller sind (btw wird das warten einige jahre umfassen). Das gehört aber sauber angeschaut und durchgerechnet, ob das eine option ist.

Ansonsten solltest du deine Anlagen kritisch anschauen,  ob ein umschichten nicht doch sinn macht. Ein etf mit 0,5% verglichen mit 1, 5% TER wäre bereits ein sicherer "Gewinn" von 1% pro jahr!

Generell würde ich sagen, brauchen wir mehr Informationen für einen fundierten rat.

LatteMostaccio

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 4
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #621 on: August 02, 2015, 08:13:46 AM »
Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Der Verwendungszweck ist noch unklar, ob und welche Art von Immo. es werden soll,
steht noch in den Sternen. 7.500 Euro sind ca. 12% meines dz. Kapitals; in 8 Jahren
werden Sparbriefe in etwa dem gleichen Wert zur Auszahlung fällig.

Ich tracke meine E/A seit 3,5 Jahren. Wenn es so weitergeht, werde ich auch in den
nächsten Jahren jeden Monat mindestens ca. 750 Euro beiseite legen können.

DaKini

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 309
  • Location: Germany, Munich area
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #622 on: August 02, 2015, 12:52:34 PM »
Wie viel sind denn 750 in Sparquote ausgedrückt?

brainfart

  • Stubble
  • **
  • Posts: 185
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #623 on: August 02, 2015, 01:04:19 PM »
Lesestoff (nicht nur) für Anfänger:

http://www.finanzwesir.com/blog/archiv

Woody

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 97
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #624 on: August 02, 2015, 01:21:15 PM »
Hallo Latte,
ich verstehe Deinen Ansatz nicht ganz. Du verfügst über rund 60k€ und machst dir um 7,5k€ Gedanken. Ich würde dir raten, deine Geldbeträge ganzheitlich zu betrachten. Wenn du schon Geld in ETFs investieren willst, versprichst du dir vermutlich etwas (höhere Rendite?) davon. Warum willst du diesen vermeintlichen Vorteil nicht auf andere bereits investierte Gelder ausweiten? Du weist zudem explizit darauf hin, dass Du risikoavers bist. Wie hast denn dann bislang dein Geld investiert? Nur in Aktienfonds vermutlich nicht, denn das würde dann nicht zusammen passen. (Ich würde fast auf Mischfonds tippen, hoffe allerdings, dass dem nicht so ist.) Wie viel Prozent Deines Vermögens ist denn schwankungsarm angelegt?
Meines Erachtens nach solltest du dir erst mal über den Zeitraum der Anlagen Gedanken machen. Wenn ein Hauskauf fest in deinem Lebensentwurf geplant ist, ist eine risikoreiche Anlage über 8-10 Jahre zu kurz. Wenn es nicht genau dann sondern vielleicht auch 5 Jahre später, könnten Aktien durchaus passend sein.
Zu deinem Investitionsvorschlag haben sich ja schon andere geäußert. Ich halte nichts davon, den eigenen Markt so extrem wie du es vorschlägst, überzugewichten. Home bias nennt sich dieses Verhalten in der Fachsprache. Eine breite Streuung ist deutlich vielversprechender, daher würde ich eher zu der angesprochenen Kombi aus MSCI World und MSCI EM raten. Viel wichtiger als irgendeine ETF-Empfehlung halte ich bei dir aber, dass du dein Gesamtvermögen in den Plan einbeziehst. Wieviel davon darf stärker schwanken, ohne dass du schlaflose Nächte hast und bei einem heftigen Crash in Panik verkaufst?
Gruß
Woody

PS: Den leseempfehlungen würde ich mich anschließen und neben dem Finanzwesir den Blog Zendepot.de nennen. 

LatteMostaccio

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 4
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #625 on: August 02, 2015, 02:24:18 PM »
Vielen Dank für die Leseempfehlungen, den Wesir kannte ich noch nicht.

@DaKini: Es sind gut 40% vom monatlichen Netto (d.h. nachdem schon div. private Versicherungen abgezogen sind).

@Woody: Danke für die Nachfrage, ich habe wohl zu wenig Infos geliefert. 30k€ liegen auf Anraten von Beratern in
Mischfonds. Daneben habe ich noch Sparbriefe, VL- und Sparkonten, so dass insgesamt wohl um die 50% schwankungsfrei
angelegt sind. Die 7,5k€ waren als Einstieg gedacht, um mich überhaupt mit der gesamten Thematik vertraut zu machen.
Außerdem bin ich weder jetzt noch mittelfristig auf genau diese Summe angewiesen, so dass ich sie gut - trotz bzw.  gerade
wegen meiner Tendenz zur Risikoaversion - als "Spielwiese" nutzen kann; genau dieser Betrag ist gerade auf einem Tagesgeldkonto
verfügbar; ein bisschen bare Rücklagen benötige ich als Privatpatient und wegen eines anstehenden Umzugs. Je nachdem, wie es
läuft, würde ich dann andere Teile meines Vermögens umschichten und Sparpläne einrichten.

Der Immobilienkauf ist nur eine grobe Zielvorgabe; auf ein paar Jahre hin oder her wird es sicher nicht ankommen. In Miete lebt
es sich ja auch sehr bequem.
« Last Edit: August 02, 2015, 02:38:25 PM by LatteMostaccio »

Woody

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 97
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #626 on: August 02, 2015, 03:27:57 PM »
Hallo Latte,
wenn jemand 50% in schwankungsbehafteten Anlagen investiert, ist er in meinen Augen nicht risikoavers. Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass eine "All-in" - Mentalität bei Aktien in diversen Foren und Blogs propagiert wird, die ich darauf zurückführe, dass der letzte ernsthafte Crash schon lange zurückliegt.
Eine Schwierigkeit, deine tatsächliche Aktienquote zu benennen dürfte wohl insbesondere darin begründet sein, dass deine Mischfonds diese Quote nach Bedarf verändern können. Ich halte davon rein gar nichts. Die vermeintlichen Fähigkeiten, im passenden Moment umzuschichten, besitzen Fondsmanager leider ebenso wenig wie du und ich, da auch sie die Zukunft nicht besser vorhersehen können. Dafür gibst du aber viel Kontrolle aus den Händen. Mein gut gemeinter Rat an dich:
Lies dich erstmal in Ruhe ins Thema Passives investieren ein. Ein Schnellschuss hilft dir nicht wirklich weiter. Ob das Geld nun noch ein,  zwei Monate auf dem Tagesgeldkonto liegt oder nicht, wird nicht entscheidend sein. Wichtiger ist, dass du verstanden hast, was du brauchst.   Nutze die genannten Blogs als Startpunkt. Auch der allseits gern genannte Kommer (passives investieren mit indexfonds) könnte dir eine Hilfe sein.

Dem Begriff "Spielwiese" kann ich übrigens wenig abgewinnen. Bei Kleckerbeträgen, die man alternativ investiert, sehe ich nicht, dass man aus Gewinnen oder Verlusten irgendeinen Nutzen ziehen kann. Welche Erkenntnis zieht man daraus, dass ein Investment nach z. B. 3 Jahren eine Rendite von 5% generiert hat? Statt "einfach mal was zu versuchen" sollte man sich lieber einmal mit einem Investment (hier:ETFs) beschäftigt haben.

Sorry für die unbequemen Worte, aber einfach zu sagen "folgende ETFs würde ich kaufen" erscheint mir in deinem Fall etwas zu kurz gegriffen.

Lieben Gruß,
Woody

Lyssa

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 476
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #627 on: August 03, 2015, 12:56:23 AM »
Schliesse mich Woody an. Erarbeite die das Thema passives Investieren von Grund auf und schau Dir mit dem dann gelernten die performance des Mischfonds nach Kosten an. Dann erst kannst du sinnvoll entscheiden, wieviel du passiv in welchen Indizes anlegen willst. Wenn du zum Schluss kommst den Mischfond zu verkaufen, tun es einfach. Gib dem professionellen Verkäufer/sog Berater keine Chance Dich nochmal zu bequatschen.

DaKini

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 309
  • Location: Germany, Munich area
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #628 on: August 03, 2015, 01:52:49 AM »
Quote
Je nachdem, wie es läuft, würde ich dann andere Teile meines Vermögens umschichten und Sparpläne einrichten.
Zusätzlich zum gesagten wäre bezogen auf dein Zitat die Frage, nach wie viel Zeit du diese Bewertung durchführen möchtest.  Realistisch betrachtet sind sinnvolle  Aussagen wie gesagt fruhestehs iw win 10 Jahren zu erwarten.

Was ich damit sagen möchte ist, dass du deine risikoaversion kritisch hinterfragen solltest, das ist nämlich nicht nur Bauchgefühl, wie es oft hingestellt wird, sondern zum Teil gut quantifizietbar. Schau dazu insbesondere auch nach deiner risikotragfähigkeit, die bei 40% Sparquote nicht so schlecht sein dürfte,  va. wenn du schon einen vernünftigen liquiden Notfallpuffer hast und das Gehalt garantiert ist.
Wie viel verlust ist bezogen aufs gesamtvermögen drin, ohne finanzielle verpflichtungen zu gefährden?  Diese info kombiniert mit Erfahrungswerten des "Maximal drawdown" sollte dir sagen, wie viel aktienquote du vertragen kannst und darauf kannst du dann dein mulmiges bauchgefühl betten und verhinderst den panikverkauf "um verluste zu hegrenzen".
Wenn du dann deine anderen Anlagen kennst, weisst du, ob nicht vll 7k bereits zu viel sind.

(Edit) den kommer von oben kann ich als buchtipp ebenfalls wärmstens empfehlen, er hilft auch bei der Beantwortung obiger fragen
« Last Edit: August 03, 2015, 02:30:34 AM by DaKini »

LatteMostaccio

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 4
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #629 on: August 03, 2015, 03:08:00 AM »
Danke für das ehrliche Feedback, ich werde mich weiter einlesen. Meine Risikoaversion werde ich hinterfragen, gerade angesichts der praktisch nicht vorhandenen Verbindlichkeiten. Euch viel Erfolg!
« Last Edit: August 03, 2015, 03:19:43 AM by LatteMostaccio »

Linette

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 33
  • Location: Germany, Niedersachsen
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #630 on: August 04, 2015, 11:01:27 AM »
Huhu!

Wollte nur eine Info weitergeben. Ich habe heute bei I Shares, bzw. deren Vertretung angerufen.

iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF
ISIN IE00BKM4GZ66, WKN A111X9   hat wirklich nur eine TER von 0,25%. Da wurden wohl letztes Jahr 2 ETFs zusammengelegt und seitdem sind die Kosten gesunken. (vorher laut Bericht 0,75%)
"Wer den Kreuzer nicht ehrt, ist des Talers nicht wert!"

Dagobert Duck

dachs

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 250
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #631 on: August 04, 2015, 11:04:41 AM »
Hi, vielen Dank. Das gleiche ist auch bei MSCI World passiert, da hat vorher 0,4% gekostet, jetzt auch nur noch 0,2%. Letztendlich werden die ja umso billiger, je höher das Fondsvolumen ist. Mich würde aber auch interessieren was passiert, wenn viele Mittel abfließen in einem Crash. Was, wenn dann nichtmal 10% TER reichen, um die Kosten zu decken?

Woody

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 97
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #632 on: August 04, 2015, 11:33:06 AM »
Letztendlich werden die ja umso billiger, je höher das Fondsvolumen ist.

Bist du dir sicher? Ich würde da eher vermuten, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und die Marketingabteilung sich für eine geringe TER ausgesprochen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich MSCI World und MSCI Emerging Markets ETFs noch mit TER > 0,5% gut verkaufen lassen.

Mich würde aber auch interessieren was passiert, wenn viele Mittel abfließen in einem Crash. Was, wenn dann nichtmal 10% TER reichen, um die Kosten zu decken?
Nach deiner Theorie steigen dann wieder die Kosten. Ich kann mir eher nicht vorstellen, dass Kunden einer Kostensteigerung tatenlos zusehen. Daher würde ich vermuten, dass sich nichts ändern wird. Aber Prognosen sind ja immer schwierig...

LennStar

  • Pencil Stache
  • ****
  • Posts: 839
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #633 on: August 04, 2015, 11:41:59 AM »
Aber Prognosen sind ja immer schwierig...
vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen :D


buttairfly

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 5
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #634 on: August 04, 2015, 11:49:13 AM »
Ich hätte mal eine andere Frage. Hier im Forum wird ja der Fokus oft aufs Sparen und auf Investment gelegt. Ich würde aber gerne auch meine Einkommensseite jenseits von meinem normalem Job mit z.B. einem Nebenjob oder ähnlichem aufbessern. Im Vollzeitberuf kann ich wahrscheinlich noch auf ein paar Gehaltssprünge in der Zukunft hoffen. Diese sind aber höchstwahrscheinlich unabhängig von jedwediger Zeit, die ich hierfür investiere.
Hat hier jemand Erfahrungen mit Nebenjobs in Deutschland gemacht, die er teilen möchte? Und lohnt sich das in Deutschland steuerlich überhaupt? Mich würden insbesondere Jobs interessieren, die man sich selbst einteilen kann oder online funktionieren. Es muss sich hier auch nicht um riesige Summen handeln. Ich hätte z.B. etwas Hintergrundwissen in IT, kann aber mit Vollzeitprogrammieren wohl nicht mithalten.

dachs

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 250
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #635 on: August 04, 2015, 12:13:56 PM »
Ich hätte mal eine andere Frage. Hier im Forum wird ja der Fokus oft aufs Sparen und auf Investment gelegt. Ich würde aber gerne auch meine Einkommensseite jenseits von meinem normalem Job mit z.B. einem Nebenjob oder ähnlichem aufbessern. Im Vollzeitberuf kann ich wahrscheinlich noch auf ein paar Gehaltssprünge in der Zukunft hoffen. Diese sind aber höchstwahrscheinlich unabhängig von jedwediger Zeit, die ich hierfür investiere.
Hat hier jemand Erfahrungen mit Nebenjobs in Deutschland gemacht, die er teilen möchte? Und lohnt sich das in Deutschland steuerlich überhaupt? Mich würden insbesondere Jobs interessieren, die man sich selbst einteilen kann oder online funktionieren. Es muss sich hier auch nicht um riesige Summen handeln. Ich hätte z.B. etwas Hintergrundwissen in IT, kann aber mit Vollzeitprogrammieren wohl nicht mithalten.

Habe damit noch keine Erfahrungen, aber könntest du nicht irgendwie freiberuflich beratend tätig sein? Also bzgl. irgendwas, was du aufgrund deines Jobs halt gut kannst.
Eine weitere Idee ist natürlich mit einem Hobby etwas dazuzuverdienen. Freunde von mir arbeiten manchmal z.B. als Skilehrer oder Skipper auf Segelbooten. Das kann man dann super mit Freizeit verbinden.

dachs

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 250
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #636 on: August 04, 2015, 12:36:43 PM »
Letztendlich werden die ja umso billiger, je höher das Fondsvolumen ist.

Bist du dir sicher? Ich würde da eher vermuten, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und die Marketingabteilung sich für eine geringe TER ausgesprochen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich MSCI World und MSCI Emerging Markets ETFs noch mit TER > 0,5% gut verkaufen lassen.

Mich würde aber auch interessieren was passiert, wenn viele Mittel abfließen in einem Crash. Was, wenn dann nichtmal 10% TER reichen, um die Kosten zu decken?
Nach deiner Theorie steigen dann wieder die Kosten. Ich kann mir eher nicht vorstellen, dass Kunden einer Kostensteigerung tatenlos zusehen. Daher würde ich vermuten, dass sich nichts ändern wird. Aber Prognosen sind ja immer schwierig...

Das mit der Konkurrenz ist natürlich richtig. Aber die TER kommt ja irgendwo her. Zunächst müssen ja die Kosten gedeckt werden (Management, was nicht viel kostet; Transaktionsgebühren;Zinsen ...).

Ich habe mir mal einen sehr kleinen Fond, den iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF(DE). Hier mal ein Bericht über mehrere Fonds, den kann man da aber finden: http://www.ishares.com/de/individual/de/literature/semi-annual-report/ishares-de-i-2014-de-de-rc-semi-annual-report.pdf . Und hier auf der iShares Webseite: http://www.ishares.com/de/individual/de/produkte/251932/EXV5

Laut Webseite hat der eine TER von 0,46%. In der Bilanz zum 31.08.2014 sieht man Aktiva von 53 930 072,17€, davon fast alles Wertpapiere. In der Teilgewinn- und Verlustrechnung zwischen dem 1.03.2014 und dem 31.08.2014 sieht man, dass die Summe der Aufwendungen 138 011,26€ betrug. Also für ein halbes Jahr. Das entspricht (bezogen auf die Aktiva) 0,256% pro 6 Monate, hochgerechnet auf ein Jahr dann halt 0,51%, was den angegebenen 0,46% ja recht nahe kommt.

Der größte Posten bei den Kosten ist die Verwaltungsvergütung (132 155,27€ in diesem halben Jahr). Was passiert jetzt, wenn die Hälfte der Mittel abfließt? Der "Aufwand" der Verwaltung besteht ja weiterhin. Wird dann die TER erhöht? Oder wird der Fonds dann sogar geschlossen? Was passiert im Falle eines Crashs? Was, wenn mein Fond geschlossen wird und ich dann "ausbezahlt" werde, muss ich mir dann schnell einen anderen Fond suchen, um das gleiche Aktienpaket zu kaufen, solange die Preise eben noch niedrig sind?

Natürlich ist das ein sehr kleiner Fonds, aber letztendlich sind dann Fonds mit größerem Volumen doch entweder deutlich günstiger oder eben für die Fondsgesellschaft deutlich lukrativer. Aber im Fall der Fälle können auch da so viele Mittel abfließen, dass es sich nicht mehr lohnt.

Achja, was passiert eigentlich, wenn nicht nur 50% sondern sogar 75% abfließen und dann nichtmal die laufenden ausgaben gedeckt werden können? Dann ist der Fonds ja pleite. Und dann? Mich würde das wirklich mal interessieren.

Linette

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 33
  • Location: Germany, Niedersachsen
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #637 on: August 04, 2015, 01:02:45 PM »
Hi Dachs!

Also der Typ von iShares meinte, die würden so weit es geht vermeiden einen Fonds zu schließen, außer die Abnahme sei zu gering. Wahrscheinlicher ist es, dass 2 Fonds zusammengelegt werden. Meine Frage ging aber auch eher  in die Richtung was die  machen, wenn die kompletten Börsen abstürzen. Halten oder schließen.
"Wer den Kreuzer nicht ehrt, ist des Talers nicht wert!"

Dagobert Duck

Woody

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 97
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #638 on: August 04, 2015, 01:51:19 PM »
Sind die Sorgen nicht einen Hauch übertrieben? Börsencrashs hat es auch früher schon gegeben und da sind aktiv gemanagte Fonds auch nicht reihenweise geschlossen worden. Insbesondere bei solchen Standardfonds würde das ja einem Rückzug aus dem ETF-Geschäft entsprechen.

brainfart

  • Stubble
  • **
  • Posts: 185
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #639 on: August 04, 2015, 02:13:09 PM »
Es kommt nicht nur auf die TER an, sondern auch auf die Tracking-Differenz, da können auch Kosten drin "versteckt" werden. Außerdem kann so ein Fonds auch mit Derivatgeschäften und Wertpapierleihe Geld verdienen, und so gut wie alle Fonds nutzen auch steuerliche Tricks. So werden Anteile kurz vor der Dividendenauszahlung verliehen, dadurch fallen keine Dividenden an, sondern hohe Verleihgebühren, die steuerlich anders behandelt werden. Die Damen und Herren im edlen Zwirn wissen schon, wie und wo sie Geld abschöpfen können. Ich glaube nicht, daß so ein Fonds mit 138T gemanaged werden kann, damit kann man ja nicht mal einen einzelnen Banker bezahlen.

dachs

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 250
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #640 on: August 04, 2015, 02:43:43 PM »
Sind die Sorgen nicht einen Hauch übertrieben? Börsencrashs hat es auch früher schon gegeben und da sind aktiv gemanagte Fonds auch nicht reihenweise geschlossen worden. Insbesondere bei solchen Standardfonds würde das ja einem Rückzug aus dem ETF-Geschäft entsprechen.

Ja und jedes mal haben viele Privatanleger viel Geld verloren und mussten sich vorwerfen lassen, dass sie die Produkte, die sie gekauft hatten, nicht richtig verstanden hatten. Ein ETF wirkt auf den ersten Blick einfach, aber dennoch gibt es da sicherlich irgendwelche Risiken, die man nicht so offensichtlich sieht. Daher finde ich es ganz gut, wenn man sich vorher darüber Gedanken macht. Und bist du dir sicher, dass in der Finanzkrise nicht so einige Fonds reihenweise geschlossen wurden? Müsste ich nachschauen, damals habe ich das noch nicht so beobachtet.

So schwierig ist doch die Frage auch sicherlich nicht zu beantworten. Was mache ich, wenn mein Fonds geschlossen wird? Das hat der Finanzwesir mal beantwortet ( http://www.finanzwesir.com/blog/etf-schliessung ):
Quote
... Aber selbst dann kann der Anbieter den ETF nicht so einfach hinterrücks abmurksen, sondern muss das vorher ankündigen.
Dann können Sie verkaufen. Oder der Anbieter bietet einen Tausch an: 2,34 Anteile burmesischer Wasserbüffel gegen einen Anteil pazifische Small Caps aus dem gleichen Haus (man will Sie ja als Kunden behalten).
Den können Sie dann annehmen oder verkaufen. Wenn Sie nichts tun, werden Sie zum Schlusskurs des Schließungstages ausgezahlt.

Und was bedeutet das? Sollte ich dann sofort irgendeinen anderen Fonds kaufen, bevor die Kurse wieder steigen?

dachs

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 250
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #641 on: August 04, 2015, 02:46:11 PM »
Es kommt nicht nur auf die TER an, sondern auch auf die Tracking-Differenz, da können auch Kosten drin "versteckt" werden. Außerdem kann so ein Fonds auch mit Derivatgeschäften und Wertpapierleihe Geld verdienen, und so gut wie alle Fonds nutzen auch steuerliche Tricks. So werden Anteile kurz vor der Dividendenauszahlung verliehen, dadurch fallen keine Dividenden an, sondern hohe Verleihgebühren, die steuerlich anders behandelt werden. Die Damen und Herren im edlen Zwirn wissen schon, wie und wo sie Geld abschöpfen können. Ich glaube nicht, daß so ein Fonds mit 138T gemanaged werden kann, damit kann man ja nicht mal einen einzelnen Banker bezahlen.

Der tracking error kann aber auch zu deinen Gunsten anfallen. Ein viel größerer Kostenfaktor ist meiner Meinung nach der spread. Der kann durchaus ein paar Prozent betragen. Und das entspricht ja dann quasi einem Ausgabeaufschlag.

Woody

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 97
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #642 on: August 04, 2015, 03:20:59 PM »
Ja und jedes mal haben viele Privatanleger viel Geld verloren und mussten sich vorwerfen lassen, dass sie die Produkte, die sie gekauft hatten, nicht richtig verstanden hatten. Ein ETF wirkt auf den ersten Blick einfach, aber dennoch gibt es da sicherlich irgendwelche Risiken, die man nicht so offensichtlich sieht. Daher finde ich es ganz gut, wenn man sich vorher darüber Gedanken macht.

Das sehe ich nicht anders.

So schwierig ist doch die Frage auch sicherlich nicht zu beantworten. Was mache ich, wenn mein Fonds geschlossen wird? Das hat der Finanzwesir mal beantwortet ( http://www.finanzwesir.com/blog/etf-schliessung ):
Quote
... Aber selbst dann kann der Anbieter den ETF nicht so einfach hinterrücks abmurksen, sondern muss das vorher ankündigen.
Dann können Sie verkaufen. Oder der Anbieter bietet einen Tausch an: 2,34 Anteile burmesischer Wasserbüffel gegen einen Anteil pazifische Small Caps aus dem gleichen Haus (man will Sie ja als Kunden behalten).
Den können Sie dann annehmen oder verkaufen. Wenn Sie nichts tun, werden Sie zum Schlusskurs des Schließungstages ausgezahlt.

Und was bedeutet das? Sollte ich dann sofort irgendeinen anderen Fonds kaufen, bevor die Kurse wieder steigen?

Nein, so schwierig ist das sicher nicht zu beantworten, wie du ja selbst schreibst. Allerdings muss die Antwort nicht bei jedem gleich sein. Daher lässt sich auch nicht sagen, was Du dann tun solltest.

Würde einer meiner Fonds geschlossen, so erhielte ich den Gegenwert ausbezahlt. Ich (!) würde nach einem passenden Pendant Ausschau halten und anschließend in diesen investieren. Damit hätte ich kein Problem. Unschön, aber wenn es so kommt, mache ich halt das beste draus. Deshalb schiebe ich auf jeden Fall keine Panik, was denn wohl passieren könnte, wenn die Börsen mal abstürzen. Habe mehrere Crashs durchlebt und werde auch den nächsten überstehen.

Linette

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 33
  • Location: Germany, Niedersachsen
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #643 on: August 04, 2015, 03:34:14 PM »
Ich habe auch keine Angst vor einem Börsencrash, ich wollte nur das System verstehen. Wenn eine Aktie in den Keller geht, die Firma an sich aber nicht pleite ist (z.B. Telekom) , dann kann ich ja entscheiden, verkaufen oder nicht. Beim ETF entscheidet jemand anderes, ob der geschlossen wird oder nicht. Das kann ich dann nicht aussitzen und auf bessere Zeiten warten. Aber wahrscheinlich denke ich da in die falsche Richtung. Wenn es wirklich einen Börsencrash gibt, dann sind alle dran und nicht nur mein ETF, sprich die Alternativen werden auch ganz unten rumdümpeln.
"Wer den Kreuzer nicht ehrt, ist des Talers nicht wert!"

Dagobert Duck

Woody

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 97
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #644 on: August 04, 2015, 04:00:01 PM »
Wenn es wirklich einen Börsencrash gibt, dann sind alle dran und nicht nur mein ETF, sprich die Alternativen werden auch ganz unten rumdümpeln.
Natürlich!
Alle  ETFs,  die auf dem gleichen Index wie bspw dem MSCI World basieren, werden sich (wie auch jetzt schon) sehr ähnlich verhalten. Also brechen alle Kurse ähnlich stark ein. Das ist doch gerade das Grundprinzip eines Indexfonds. Das

makro82

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 15
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #645 on: August 26, 2015, 08:35:10 AM »
Hi,

ich starte gerade erst mit dem Thema ETFs, habe ein Depot eröffnet und muss jetzt wählen, welche ETFs ich nehme.
Die Idee ist, über die nächsten 20 Jahre da monatlich 1k reinzuzahlen (und danach auch weiterzuzahlen) aber eben in ca 20 Jahren davon anzufangen ein gewisses passives Einkommen wieder herauszuziehen.

Jetzt habe ich 2 Fragen:

1. Warum kosten die gleichen ETFs (bsp. msci world) bei verschiedenen Anbietern unterschiedlich viel?
bsp:
amundi: kurs 192€
db x-trackers: kurs 37€

beide thesaurierend, beide msci world.

Auf was muss man da achten?

2. Wenn ich jetzt erstmal thesaurieren und in 20 Jahren meine Finanzen von dem Betrag aufpeppeln will, der da monatlich als Rendite erwirtschaftet wird, dann brauche ich in 20 jahren einen ausschüttenden. Muss ich dann also das ganze Geld auf einen anderen ETF umschaufeln? Oder alles verkaufen und davon einen ausschüttenden ETF kaufen? Wie ist das mit den Gebühren?

Danke!

DaKini

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 309
  • Location: Germany, Munich area
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #646 on: August 26, 2015, 08:56:12 AM »
Hallo,

Zu 1.
Das liegt an der Stückelung der Anteile,  die sollten ziemlich das gleiche kosten, wenn man den kurs auf den nettoinventarwert bezieht.

2.
Du verkaufst einfach regelmäßig Anteile.  Alles umschichten mavht steuerlich kaum Sinn.
Du brauchst so gesehen nur die differenz zwischen Einzahlung und benötigtem Kapital verkaufen. Bei einem thesaurierenem etf sind die dividenden ebenfalls enthalten, du musst sie nur selber durch verkaufen frei machen.

Angenommen,  du willst 1000 einzahlen, aber gleichzeitig 500 an rendite liquidieren: zahl nur noch 500 ein und fertig.


Ich habe fast nur ausschütter im Depot und nutze die Dividende zum regelmäßigen ausbalancieren im Rahmen meiner manuellen Einzahlungen. Die Dividende hilft auch für mehr Flexibilität,  aber dafür müsstest du manuell ordern.

WerKater

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 313
  • Location: Germany
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #647 on: August 26, 2015, 09:57:22 AM »
Hi,

ich starte gerade erst mit dem Thema ETFs, habe ein Depot eröffnet und muss jetzt wählen, welche ETFs ich nehme.
Die Idee ist, über die nächsten 20 Jahre da monatlich 1k reinzuzahlen (und danach auch weiterzuzahlen) aber eben in ca 20 Jahren davon anzufangen ein gewisses passives Einkommen wieder herauszuziehen.

Jetzt habe ich 2 Fragen:

1. Warum kosten die gleichen ETFs (bsp. msci world) bei verschiedenen Anbietern unterschiedlich viel?
bsp:
amundi: kurs 192€
db x-trackers: kurs 37€

beide thesaurierend, beide msci world.

DaKini hat's schon richtig beantwortet, aber um auch die Nomenklatur klarzustellen: Das was du genannt hast sind unterschiedliche ETFs (exchange traded funds), aber sie folgen dem selben Index (dem MSCI World).

Quote
Auf was muss man da achten?
Vor allem auf die TER ;)
Angehängt noch ein Vergleich der beiden, der zeigt dass es in den letzten 5 Jahren ziemlich Hose wie Jacke gewesen wäre, welchen man nimmt.

Quote

2. Wenn ich jetzt erstmal thesaurieren und in 20 Jahren meine Finanzen von dem Betrag aufpeppeln will, der da monatlich als Rendite erwirtschaftet wird, dann brauche ich in 20 jahren einen ausschüttenden. Muss ich dann also das ganze Geld auf einen anderen ETF umschaufeln? Oder alles verkaufen und davon einen ausschüttenden ETF kaufen? Wie ist das mit den Gebühren?
Ich würde auch einfach Anteile verkaufen, wenn die Auszahlungsphase beginnt.
Bist du dir der stuerlichen Behandlung von (insb. ausländischen) thesaurierenden Fonds bewusst? Ist auch hier im Thread schon diskutiert worden. Ist nix, was einen abschrecken sollte, aber muss man auf dem Schirm haben.
« Last Edit: August 26, 2015, 10:01:15 AM by WerKater »

dachs

  • Bristles
  • ***
  • Posts: 250
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #648 on: August 26, 2015, 02:27:49 PM »
Neben der TER würde ich auch auf das Fondsvolumen achten. Fonds mit nur wenigen Millionen € an Volumen werden nicht nur schneller wieder geschlossen, sondern haben meist auch einen größeren Spread (Differenz zwischen Geld- und Briefkurs).

makro82

  • 5 O'Clock Shadow
  • *
  • Posts: 15
Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #649 on: August 27, 2015, 01:12:14 AM »
Hi und danke für die schnellen Antworten.

Gibt es denn einen MSCI World (und einen Emerging Markets) mit deutschem Domizil, der mir die Sache mit der Steuererklärung einfacher macht?
Der iShares Core MSCI World UCITS ETF hat einen TER von 0.20%, hat das Fondsdomizil aber in Irland, das wäre dann wohl nix?