Author Topic: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge  (Read 151711 times)

uwe

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #200 on: July 25, 2014, 07:17:53 AM »
Bitte nagele mich nicht fest, aber ich glaube, dass die angegebene TER, die du online bei Comstage siehst, dem Wert entspricht, der im vergangenen Geschäftsjahr (1.7.-30.6.) angefallen ist. Wenn Du es genau wissen willst, würde ich an Deiner Stelle einfach mal eine Mail an Comstage schicken (und anschließend auch hier berichten :-)!).

Ich habe dort angerufen. Es ist genau so wie Du vermutest. TER bezieht sich auf die vergangenen 365 Tage. Im Laufe der Zeit sinkt die TER auf 0,2%.

Wo habt Ihr Eure ETFs (bei welchem Broker)? Sparplaene sind bei comdirect, consors und DAB-Bank kostenlos (und Depotgebuehren sowieso). Siehe letzte Seite hier http://www.comstage.de/SiteContent/4/1/2/247/94/ComStageSparplan-bersicht.pdf

Woody

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #201 on: July 27, 2014, 03:37:37 PM »
Hallo Uwe,
Da sonst keiner zuckt, antworte ich mal. Ich denke alle drei Broker sind ok, zumal du ja keine Kosten hast. Ich selbst bin bei keinem der genannten, sondern bei ebase. Dort zahlt man allerdings bis zu einem gewissen Depotstand eine Depotgebühr und hat Transaktionsvolumen-abhängige Kaufkosten. Für mich passt das so; für Dich wird vermutlich einer der drei Kandidaten besser sein. Ggf. kannst du ja auch noch ein schönes Tagesgeld-Neukundenangebot bei CC mitnehmen. Bin aber nicht auf den laufenden, ob's das aktuell gibt.
Lg
Woody

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #202 on: August 26, 2014, 02:45:29 PM »
Hallo,

ich wuerde gern hoeren, was ihr von diesem REIT ETF haltet (DE000A0HG2Q2):

TER=0.4%, 1 Mrd. Assets, 46 Unternehmen, ca. 25% des Vermoegens entfaellt auf die top Position (UNIBAIL-RODAMCO), investiert nur in Europa ex UK.

Das ist m.M.n. der beste von iShares, nur das die groesste Position 25% einnimmt, stoert etwas.

Welche REIT ETF haltet ihr? Ich suche einen billigen und breit streuenden mit direkter Replikation (den ich im Idealfall guenstig ueber die DAB-Bank erwerben kann) ;)

Danke!

Half-Borg

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #203 on: August 27, 2014, 04:19:07 AM »
Ich kenne mich zwar mit Immobilienfonds nicht aus, aber du weißt dass du dir mit dem ETF einen ausländischen, thesaurierenden Fonds ins Depot holst, der entsprechend in der Steuererklärung zu berücksichtigen ist?

Moonwaves

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #204 on: August 27, 2014, 04:56:34 AM »
Ich kenne mich zwar mit Immobilienfonds nicht aus, aber du weißt dass du dir mit dem ETF einen ausländischen, thesaurierenden Fonds ins Depot holst, der entsprechend in der Steuererklärung zu berücksichtigen ist?
Hallo Half-Borg, in dem (der? - sorry, ich kann kein Internetdeutsch!) anderen Thread (German broker/investments) hattest Du eine Auflistung gemacht. Fällt dieses REIT dann unter Nr. 4 Deiner Liste? Nur für mich aus Interesse. Muß ja irgendwo anfangen mit dem Versuch überhaupt was zu verstehen.

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #205 on: August 27, 2014, 06:04:33 AM »
Hallo Half-Borg,

vielen Dank fuer die Antwort. Laut iShares und bundesanzeiger ist es ein ausschuettender ETF mit Teilthesaurierungen (ausschuettungsgleiche Ertraege). Wie muessen denn diese Teilthesaurierungen in der Steuererklaerung beruecksichtigt werden? Bekomme ich von der Depotbank am Jahresende eine Steuerbescheinigung in der Teilthesaurierungen aufgelistet sind und ich muss das dann einfach an entsprechender Stelle in der Steuererklaerung nennen? Ich hoffe du weisst mehr. Das es ein auslaendischer ETF ist, war mit bewusst.

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #206 on: August 27, 2014, 06:32:01 AM »
Ich habe jetzt gleich nochmal in meinem letzten Steuerbescheid meiner Depotbank nachgeschaut. Dort ist aufgelistet, wie hoch die ausschuettungsgleichen Ertraege (=Teilthesaurierung) waren. Das trage ich dann einfach in Zeile 17 Anlage KAP ein. Wie vermeide ich dann aber eine Doppelbesteuerung dieser Teilthesaurierung? Gilt das dann erst beim Verkauf der ETF und der Gewinn wird - um die Summe aller Teilthesaurierungen vermindert - versteuert?

Und zu dem eigentlichen ETF: dieser Indexfonds bildet nicht stupide einen Index ab, sondern nimmt nur jene Unternehmen, die eine Dividendenrendite von mind. 2% in Aussicht stellen. Das ist mit aber zu viel "Performance-chasing". Ich glaube doch an effiziente Maerkte...


EDIT:
Uebrigens sind alle meine ETF von iShares. Kennt denn jemand eine alternative (direkt replizierend, ausschuettend), die in Dtl. domiziliert ist? Fuer Indices wie den DJ 600? Oder S&P500?
« Last Edit: August 27, 2014, 06:45:00 AM by schoenbauer »

Panly

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #207 on: August 27, 2014, 08:37:09 AM »
Uebrigens sind alle meine ETF von iShares. Kennt denn jemand eine alternative (direkt replizierend, ausschuettend), die in Dtl. domiziliert ist? Fuer Indices wie den DJ 600? Oder S&P500?

Obwohl nicht in Dtl. domiziliert, trotzdem KAP steuermässig in Ordnung sind bestimmte ETF's von Vanguard, die ihr Domizil in Irland haben.

https://www.vanguard.co.uk/uk/mvc/investments/etf

 

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #208 on: August 28, 2014, 01:40:05 AM »
Hallo,
ich baue auch auf iShares. Für REITs habe ich "deinen" IQQ6 im Portfolio, wegen der weltweiten Streuung. Am Europäischen Pendant stört mich, dass er volatiler ist, aber nicht wesentlich mehr Rendite bringt. Auch die "Länderwette" stört mich etwas, speziell im Hinblick auf den britischen Raum (wobei man da trefflich streiten kann, denn dort gibts gern Blasen; der UK-Immobilienmarkt ist etwas speziell)

Steuer (bzgl. Teilthesaurierungen transparenter ausl. Fonds):
Ich habe über ca. 3 Monate versucht zusammen mit der Depotbank sowie direkt dem Finanzamt herauszufinden, wie das Prozedere funktioniert. Sagen konnte es mir keiner, denn keiner der beiden Parteien war gewillt einen Überblick über ihr eigenes Fachgebiet hinaus zu geben (wahrscheinlich wegen rechtlicher Hintergründe). Schriftlich bekommt man da auch nichts. Im Wesentlichen ist die Aussage des FA: "Geben sie alles so an, wie es der jährliche Steuernachweis ausweist". Die depotbank verweist mich "für nähere Auskünfte" an mein FA, na Toll.

Was ich mir zusammengereimt habe ist folgendes:
  • Während der Ansparphase werden die Teilthesaurierungen in der Steuerbescheinigung ausgewiesen (Ausschüttungsgleiche Erträge)
  • Wird ein Fondsteil verkauft
    • ...zieht die Bank erstmal grundsätzlich die Abgeltungssteuer ab (unter Berücksichtigung des Freistellungsauftrages)
    • Weist die Depotbank für die verkauften Anteile die darin enthaltenen thesaurierten Erträge in der Jahressteuerbescheinigung aus
  • Diese ausgewiesenen Beträge kann man im Korrekturfeld der Anlage-KAP von der Grundlage abziehen und mindert dadurch den zu versteuernden Anteil um die thesaurierten Beträge
  • Dies führt zu einer geringeren Abgeltungssteuer in Höhe der bereits über die Jahre bezahlten Steuer auf die Thesaurierten Erträge. In der Regel wird das mit der noch fälligen Steuer verrechnet, ansonsten gibts eine Erstattung.

Damit wäre alles "in Butter". Ich hebe mir vorsichtshalber alle Depotbezogenen Belege (insb. Thesaurierungsmeldungen) auf; dem Finanzamt reichen offenbar aber die Steuerbescheinigungen der Bank, in der meiner Ansicht nach alles drinstehen sollte. Demnach wären die Belege nur aus Beweisgründen nötig, nicht aber zum ausrechnen der Beträge. Notfalls könnte ich das aber dann anhand der Belege tun.
Der einzige offene wunde Punkt dieses Kartenhauses ist die Frage, ob die Depotbank die bereits Thesaurierten Teilbeträge, die in verkauften Anteilen anteilig enthalten sind, tatsächlich ausweist, sodaß ich sie abziehen kann. Das konnte mir bisher keiner beantworten. Hat das vielleicht hier schonmal jemand gesehen?
« Last Edit: August 28, 2014, 01:42:48 AM by DaKini »

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #209 on: August 28, 2014, 03:30:18 AM »
Hallo,

Panly, die Vanguards sind - wie es MMM predigt - natuerlich spottbillig. Ich habe mir unter deinem Link exemplarisch 3 ETF angesehen (S&P500, FTSE All-World, FTSE Developed Europe) und alle haben laut Bundesanzeiger Teilthesaurierungen (=ausschuettungsgleiche Ertraege) vorgenommen.

DaKini, die Steuerfrage haette ich auch so beantwortet, allerdings unter Unsicherheit :P. Der IQQ6 erscheint mir mit TER=0,59% etwas teuer. Und was ist denn, wenn in einem Jahr ganz wenige Immobilienunternehmen eine Dividendenrendite<2% ausweisen? Dann fliegen diese aus dem ETF und er kann volatiler werden. Mir waere ein Index "no matter what" lieber (vllt. ueber die Marktkapitalisierung beschraenkt).

Und jetzt muss ich erstmal ueberlegen, ob ich eventl. zu Vanguard wechsel (niedrige TER) oder bei iShares bleibe (niedrige Ordergebuehren durch DAB-Bank). Ich werde mir heute Abend den break-even ausrechnen.

Half-Borg

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #210 on: August 28, 2014, 03:43:41 AM »
Hallo Half-Borg,

vielen Dank fuer die Antwort. Laut iShares und bundesanzeiger ist es ein ausschuettender ETF mit Teilthesaurierungen (ausschuettungsgleiche Ertraege). Wie muessen denn diese Teilthesaurierungen in der Steuererklaerung beruecksichtigt werden? Bekomme ich von der Depotbank am Jahresende eine Steuerbescheinigung in der Teilthesaurierungen aufgelistet sind und ich muss das dann einfach an entsprechender Stelle in der Steuererklaerung nennen? Ich hoffe du weisst mehr. Das es ein auslaendischer ETF ist, war mit bewusst.

iShares machen KEINE Teilthesauierung. Es sind jedes Jahr am Ende Vollthesauierungen ausgewiesen. Das unterjährig ausgeschüttet wird interessiert beim Finanzamt keinen, die bezahlte Steuer wird übrigens bei der ersten Ausschüttung im Folgejahr von der Depotbank berücksichtigt und entsprechend nicht doppelt besteuert. Ist auch im Bundesanzeiger unter "in der Ausschüttung enthaltene ausschüttungsgleiche Erträge der Vorjahre" zu finden.

Angeblich zahlt man auf die bereits versteuerte Thesauierung bei Verkauf keine Steuer, solange man die entsprechenden Belege aufbewahrt.
iShares schütten die Thesauierungen unterjährig eh steuerfrei aus, von daher denke ich, dass man die Belege in dem Fall nicht aufbewahren muss. Wie das wirklich ist konnte mir noch keiner beantworten.
Evtl. kriegt man es sogar hin, die steuerfrei ausgeschüttete Thesauierung trotzdem bei Verkauf nochmal abzuziehen, weil das auch kein normaler Finanzbeamter blickt was da los ist. Aber das wäre natürlich Steuerhinterziehung und sowas macht ein Schnurrbartträger nicht.

Teilthesauierung wäre folgende zwei Fälle, ergänze ich noch im anderen Thread:
1. Am Geschäftsjahresende werden 3€ ausgeschüttet, außerdem wird 1€ thesauiert. Die fällige Abgeltungssteuer kann vollständig aus der Ausschüttung bezahlt werden, für dich ist nichts zu tun. Ist bei vielen Fonds so.
2. Am Geschäftsjahresende wird 1€ ausgeschüttet und 25€ thesauiert. Die fällige Abgeltungssteuer kann nicht mehr aus der Ausschüttung beglichen werden, du musst den Fonds in Anlage KAP angeben (habe noch keinen solchen Fonds entdeckt)
« Last Edit: August 28, 2014, 03:54:25 AM by Half-Borg »

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #211 on: August 28, 2014, 04:59:12 AM »
Hallo Half-Borg,
Quote
iShares schütten die Thesauierungen unterjährig eh steuerfrei aus,
wie soll das bitte steuerrechtlich funktionieren? Sobald die Erträge dem Investor "zufließen" (das tun sie auch bei Thesaurierung!), ist das ein steuerbares Ereignis - wenn der Fonds selbst die Steuer nicht abführt (was er hier nicht tut, da ausländisches Domizil), ist die Depotbank verantwortlich, das zu tun; dein Broker muss also für dich die Steuer abziehen. Bei einer thesaurierung kann er das nicht, d.h. du musst das in deiner Steuererklärung selbst durch Angabe der noch-nicht-versteuerten Erträge tun. Alles andere ist eine (strafbare) Steuerverkürzung.
Oder meintest du lediglich, dass die Versteuerung erst zum Jahresende (bzw. mit der steuererklärung) erfolgt? Das ist natürlich richtig; die Besteuerung in barer Münze erfolgt sozusagen einige Monate nach dem Ereignis.

Quote
iShares machen KEINE Teilthesauierung.
Bei einigen meiner iShares Fonds gab es in 2014 eine unterjährige Teilthesaurierung, z.b. der Asien/Pazifik-Dividendenfonds WKN A0J208. Diese hat bei mir zu einem Steuerereignis geführt, ich habe jetzt unversteuerte Erträge, die ich verpflichtend in der KAP für 2014 eintragen muss. Ich erwarte, dass die Summe solcher Ereignisse in der Steuerbescheinigung an passender Stelle auftauchen, wie die letzten Jahre auch.

Half-Borg

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #212 on: August 28, 2014, 05:32:00 AM »
Hallo Half-Borg,
Quote
iShares schütten die Thesauierungen unterjährig eh steuerfrei aus,
wie soll das bitte steuerrechtlich funktionieren? Sobald die Erträge dem Investor "zufließen" (das tun sie auch bei Thesaurierung!), ist das ein steuerbares Ereignis - wenn der Fonds selbst die Steuer nicht abführt (was er hier nicht tut, da ausländisches Domizil), ist die Depotbank verantwortlich, das zu tun; dein Broker muss also für dich die Steuer abziehen. Bei einer thesaurierung kann er das nicht, d.h. du musst das in deiner Steuererklärung selbst durch Angabe der noch-nicht-versteuerten Erträge tun. Alles andere ist eine (strafbare) Steuerverkürzung.
Oder meintest du lediglich, dass die Versteuerung erst zum Jahresende (bzw. mit der steuererklärung) erfolgt? Das ist natürlich richtig; die Besteuerung in barer Münze erfolgt sozusagen einige Monate nach dem Ereignis.
Ok da haben wir gleich zwei mal aneinander vorbei geredet.

Es werden zum Jahreswechsel 2013/2014 4€ thesauiert, diese sind in der Steuererklärung anzugeben. Man zahlt also ca. 25% Steuer nach.
Bei der ersten Aussschüttung in 2014 werden diese 4€ und andere bis dahin aufgelaufene Erträge dann ausgeschüttet. Normalerweise würde deine Depotbank davon 25% Abgeltungssteuer direkt abführen. Du hast auf die 4€ aber bereits Steuer gezahlt, also ist dieser Anteil der Ausschüttung steuerfrei. Es handelt sich dabei nicht um Steuerverkürzung, eher im Gegenteil, das Finanzamt erhält deinen Euro einige Monate zinsfrei im voraus. Siehe dazu auch den Anhang


Quote
Quote
iShares machen KEINE Teilthesauierung.
Bei einigen meiner iShares Fonds gab es in 2014 eine unterjährige Teilthesaurierung, z.b. der Asien/Pazifik-Dividendenfonds WKN A0J208. Diese hat bei mir zu einem Steuerereignis geführt, ich habe jetzt unversteuerte Erträge, die ich verpflichtend in der KAP für 2014 eintragen muss. Ich erwarte, dass die Summe solcher Ereignisse in der Steuerbescheinigung an passender Stelle auftauchen, wie die letzten Jahre auch.
Teilthesauierungen sind nicht zwangsläufig ein Steuerereignis, sofern die Ausschüttung größer ist als die abzuführende Steuer.
iShars machen hingegen am Jahresende VOLLthesauierungen. Diese sind immer ein Steuerereignis und damit anzugeben!

Meinst du die Thesauierung am 28.02.2014? Beim DE000A0J2086 21,6 $-cent pro Anteil? Das war eine Vollthesauierung zum Geschäftsjahresende.
Wenn nicht würde mich das wundern, lasse mich aber gern eines besseren belehren.

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #213 on: August 28, 2014, 05:35:52 AM »
Sorry, ich hatte da wohl die Steuerinfos falsch interpretiert/nicht genau genug angeschaut.
Es war die Vollthesaurierung zum (vom Kalenderjahr abweichenden) Geschäftsjahresende.

Half-Borg

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #214 on: August 28, 2014, 06:34:00 AM »
Bei iShares gibt man sich aber auch alle Mühe deutsche Kleinanleger hinters Licht zu führen.
DE ISIN obwohl in Irland aufgelegt.
Geschäftsjahresende abweichend vom echten Jahr.
Und dann noch keine Ausschüttung am Geschäftsjahresende sondern irgendwann, was den Streß mit der Thesauierung zur Folge hat.

Leider trotzdem oftmals die besten Fonds für den Index.

Christof

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #215 on: August 28, 2014, 08:24:47 AM »
Uebrigens sind alle meine ETF von iShares. Kennt denn jemand eine alternative (direkt replizierend, ausschuettend), die in Dtl. domiziliert ist? Fuer Indices wie den DJ 600? Oder S&P500?

Geht auch der MSCI USA? Hat ebenfalls über 600 Firmen. Den gäbe es bei DEKA (ehemals ETFlab)

https://www.deka-etf.de/products/26/composition

und hier Infos über den Index

http://www.msci.com/resources/factsheets/index_fact_sheet/msci-usa-index-gross.pdf

uwe

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #216 on: September 02, 2014, 03:47:58 AM »
Die Steuer-Thematik (bzw. -Problematik) ist das einzige, was mich noch von ETFs abhaelt. Sind vielleicht die ETFs von ComStage eine Alternative? Wobei diese schon "LU" in der ISIN haben...

Bei uns ist Ende Oktober Boersentag - da sind iShares, ComStage usw. meist vertreten. Das werde ich dieses Jahr mal zur Recherche nutzen.

Half-Borg

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #217 on: September 03, 2014, 04:22:11 AM »
comstage sind meistens Swapper und daher steuerlich unproblematisch.

Übrigens sind Einzelaktien auch nicht besser, weil man sich oft die Quellensteuer aus dem Ursprungsland zurück holen muss. Schonmal versucht zeitnah ein korrekt ausgefülltest Formular vom italenischem Finanzamt zu bekommen? Dieser komische Kram mit der Quellensteuer ist für mich ein Grund für ETFs, da muss ich mich wenigstens nur mit dem Steuerrecht in einem Land rumärgern.

Jill

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #218 on: September 12, 2014, 12:24:23 PM »
Hallo Mustachians!

...Ich habe ein Problem.

Enschuldigong, mein Deutsch ist nicht gut genug.

Here's the problem:

My husband has a job, and thus he pays 15% or whatever to Techniker Krankenkasse, and so he has health insurance.

I am self employed.

If I earned less than 375 Euro a month, I would be covered by his insurance for free.

But I currently earn around 425 Euro a month.

We think (but nobody seems to know) that this means I have to pay 375 a month to be covered. (Why? WHY? Argh.)

How easy is it to get public health insurance as a self-employed person (from an EU country), how much would it cost, and how the hell do I do it? We have been asking Germans but they all have regular jobs and so have no idea.

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRGGGGGGGGGGGGHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH please help.


« Last Edit: September 12, 2014, 12:27:47 PM by Jill »

LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #219 on: September 12, 2014, 03:12:08 PM »
hmm.. I dont know about self-employed and EU. From what I read here https://de.wikipedia.org/wiki/Familienversicherung
Weitere Voraussetzungen, point 4
to get "Familienversichert" and dont pay
you are not "allowed" to work more then 18 hours or earn more then 395€

Quote
We think (but nobody seems to know) that this means I have to pay 375 a month to be covered. (Why? WHY? Argh.)
It seems from here
https://www.tk.de/tk/bei-der-tk-versichert/freiwillige-pflichtige-krankenversicherung/beitragspflichtige-einnahmen/346568
that for self employed the law sets the minimum at
Für Selbstständige liegt die monatliche Mindesteinnahme bei 2.073,75 Euro
(multiplied by percentage) = 321,43 Euro (1/3 less when user of Gründungszuschuss durch die Bundesagentur für Arbeit)
WP also says
mit Gründungszuschuss, oder in Härtefällen auf Antrag, wird 1/2 der Bezugsgröße zur Berechnung herangezogen.

I expect your husband gets paid "good" so there seems to be no way for you to pay less - either earn more or earn less then 395€ to get familienversichert with zero cost. And I know how stupid that sounds, but it can be even more stupid with low self-employed income, trust me on that.

Jill

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #220 on: September 13, 2014, 03:38:02 AM »
OK, vielen dank.

Most of my income is from a UK rental property, though. If I only count money earned in Germany, my monthly income is more like 250 Euro.

Do I have to declare overseas rental income if I'm already paying tax on it at home?

I think I need to talk to the British Consulate, huh?

Ich hasse Krankenversicherung. >:/

LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #221 on: September 13, 2014, 03:31:25 PM »
I would guess that tax has nothing to do with Krankenversicherung, so it counts as income.

Jill

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #222 on: September 14, 2014, 01:37:50 AM »
That seems likely.

Vielen dank.

I'm off to fill in some forms. :)

larmando

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #223 on: September 14, 2014, 03:02:15 AM »
You need to check double taxation agreements between germany and the uk. It's possible that the rental income is liable for taxation only in the uk, but again check.

Moonwaves

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #224 on: September 14, 2014, 07:40:56 AM »
Jill, if you haven't already it would probably be worth your while to check out the forum for English-speaking ex-pats in Germany, toytowngermany - there is a wealth of information on there covering almost every possible scenario and the threads on health insurance are extensive. There are two guys who are in insurance themselves and post lots of advice, too (usernames John G. and Starshollow). At least, I assume they're both still around, I haven't spent much time on there the past year.

Christof

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #225 on: September 14, 2014, 09:22:07 AM »
Can you find a part time job or have someone employ you? If you make 450.01 Euros a month as an employee, none of your other income is relevant anymore. You would pay less than 25 Euros then for your own health insurance:

https://www.tk.de/tk/beitraege/beitragsrechner/arbeitnehmer/208058

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #226 on: September 18, 2014, 01:59:04 AM »
Guten Tag,
in meinem "sicheren" Portfolioteil läuft demnächst eine einzelne Anleihenposition aus. Aktuell bin ich ansonsten noch in Fest- und Tagesgeldern investiert. Dazu gesagt werden muss, dass die grundsätzliche "Zielallokation" des Gesamtportfolios noch ca. 15% "zu sicher" ist.
Ich bin am überlegen, was ich mit dem Geld anstellen soll (eigentlich schreit alles nach "Rebalancing") und bräuchte eure Meinung; momentan sehe ich folgende Optionen:

  • Zur Cashposition hinzufügen bzw. in Festgeldleiter investieren. Zins ca. 1,3% bei Moneyou; zudem liquides Festgeld (dann aber nur Tagesgeld-zins 1,2%) Vorteil: Falls das Auto unverhofft kaputt geht (es hat jetzt erst 6 Jahre auf dem Buckel) würde der Notfallfonds nicht so stark belastet.
  • In den iShares eb.rexx 1.5-2.5yr investieren. Das Geld liegt recht sicher und Schwankungsarm. Rendite ca. 0,3%
  • In den iShares Euro Aggregate Bond investieren. (Ausschüttungs-)Rendite ~2%. Nachteil langer Duration (~6), d.h. etwas mehr Kursriskio bei Leitzinserhöhung.
  • Umschichtung in Risikoteil des Portfolios: "Rebalancing durchführen"; der durch das IPS vorgegebene Termin demnächst dafür läge "goldrichtig".

Mein Bauchgefühl tendiert dazu, entweder die Festgeldleiter zu implementieren, oder in Aktien umzuschichten, um das Portfolio etwas "Glattzuziehen" - gemäß Portfolioallokation könnte ich etwas mehr Risiko durchaus vertragen. Den scheinbaren "Kompromiss" des Euroweiten Anleihenfonds betrachte ich skeptisch wegen des Ausfallrisikos der enthaltenen weniger solventen Euroländer sowie des Zinsrisikos. Also entweder "sauberes Risiko" im Aktienteil oder eben keines im Festgeldbereich.
Grundsätzlich ist das Geld "frei", auch aggressiv investiert zu werden: Der Notfallfonds ist bestückt und die nächste größere Anschaffung wird wohl ein Auto in vermutlich 5-7 Jahren, das ich gedenke in angemessener Zeit vorher aus der Sparquote anzusparen (wenn sich ankündigt, dass das aktuelle marode wird).

LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #227 on: September 18, 2014, 09:46:45 AM »
  • Zur Cashposition hinzufügen bzw. in Festgeldleiter investieren. Zins ca. 1,3% bei Moneyou; zudem liquides Festgeld (dann aber nur Tagesgeld-zins 1,2%) Vorteil: Falls das Auto unverhofft kaputt geht (es hat jetzt erst 6 Jahre auf dem Buckel) würde der Notfallfonds nicht so stark belastet.
Moneyou hat 1% wenn du Festgelder vorzeitig auflöst - oder die haben das vor Kurzem geändert, ohne dass ich es bemerkt habe. Da du aber Puffer hast, dürfte das nicht das Problem sein. Bei 0,2% mehr (1J) oder bei Auflösung 0,2% weniger - ich denke, dein Auflösungsrisiko dürfte unter 50% betragen ;)

Wenn du sowieso eigentlich in "Risiko" gehen möchtest (nicht verkaufen in einstelligen Jahreszeitraum), dann nimm die Aktien. Auch wenn sie relativ hoch stehen - z.B. die Dividende des DAX allein ist mehr als das Festgeld.

Nach meiner Einschätzung dürfte es in ~einem Jahr wieder nen Aktiencrash geben (= in 4 Jahren haben wir wieder heutiges Preisniveau). Insofern könntest du 1 Jahr Festgeld und dann kaufen, aber da muss jeder seine eigene Kristallkugel bemühen ;) 

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #228 on: September 19, 2014, 02:47:45 AM »
Danke für deine Meinung!

Quote
Nach meiner Einschätzung dürfte es in ~einem Jahr wieder nen Aktiencrash geben (= in 4 Jahren haben wir wieder heutiges Preisniveau). Insofern könntest du 1 Jahr Festgeld und dann kaufen, aber da muss jeder seine eigene Kristallkugel bemühen ;) 
Mein IPS verbietet mir leider Market-Timing ;)

Interessehalber, wie kommt deine Glaskugel auf diese Prognose?
« Last Edit: September 19, 2014, 02:50:04 AM by DaKini »

AugsburgMustache

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #229 on: September 23, 2014, 08:29:39 AM »
Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei mir mein Portfolio zusammen zu stellen und bin mir noch bei zwei Sachen unsicher. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen?

1.   Grundsätzlich würde ich mein Portfolio einfach halten wollen. Meine Grundidee war deshalb nur zwei ETFs zu kaufen: den MSCI World und den MSCI Emerging Markets, in irgendeiner Aufteilung (70/30, 80/20, etc.). Ich würde ca. 6 Monate Ausgaben im Tagesgeld/DKB Visa lassen. Das wäre erst mal die gesamte „Asset Allokation“. Nun meine Frage: Könnte ich den Risikoteil nicht auch einfach durch den Kauf des MSCI ACWI abbilden? Das würde meiner Meinung nach vor allem das Rebalancing im Risikoteil entfernen oder? Wie ich das sehe hat das den Nachteil, dass der Buy Low-Sell High Effekt des Rebalancings wegfallen würde. Allerdings würde bei einem thesaurierenden Swapper der Zinseszinseffekt durch die nicht anfallende laufende Kapitalertragssteuer (da ja kein Rebalancing stattfindet) besser sein. Wie würdet ihr das bewerten?

2.   Mein Finanzberater hat mir ein Depot im Lebensversicherungsmantel angeboten. Ich würde meine ETFs sozusagen im Mantel dieser Lebensversicherung kaufen, was mir laufende Besteuerung erspart (da ich vor dem Finanzamt ja nur das Lebensversicherungsprodukt habe, welches keine laufenden Erträge abwirft). Kapitalertragssteuer würde nur fällig werden, sobald ich etwas aus der Versicherung rausnehme, also auch nicht anders als wenn ich einen ETF verkaufen würde um „davon zu leben“.
Dafür fallen natürlich Produktgebühren an. Meiner Meinung nach ist das also eine Rechnung „potentielle Steuer bei normalem Depot“ vs. „laufende Kosten Lebensversicherung“ oder? Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank schon mal für eure Diskussionsbeiträge. Die letzten 5 Seiten Diskussion haben mich auf jeden Fall schon einen RIESEN Schritt weiter gebracht!

Grüße
Andi
« Last Edit: September 23, 2014, 08:50:04 AM by AugsburgMustache »

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #230 on: September 24, 2014, 02:27:03 AM »
Quote
1.   Grundsätzlich würde ich mein Portfolio einfach halten wollen.
Das ist keine schlechte Idee, in meinen Augen. Auf die Art kannst du zumindest zwischen entwickelten und aufstebenden Märkten "Rebalancen". Es kommt hier sehr drauf an, wie interessiert du an Finanzen im allgemeinen bist. Ich z.b. habe mein Depot feiner granuliert, einfach, weil ich gerne mehr Kontrolle und Flexibilität haben möchte und die "Arbeit" des Rebalancens hoffentlich in Form von (etwas) mehr Sicherheit bei (etwas) mehr Rendite sowie gesparten TER ausbezahlt wird. Wenn du keine Lust auf Rebalancing hast und dich nicht für Finanzen interessierst, wirst du mit dem ACWI bzw deiner Kombination gut fahren (so gut die Märkte sich eben entwicklen). Das wesentlich wichtigere Faktum ist, dass du im Crash nicht zweifelst und weiter besparst oder dauernd die Produkte wechselst. Das Portfolio "aufzuspalten", wenn du später mehr Wissen hast, ist auch möglich.

Aus welchem Grund möchtest du das Rebalancen einsparen? Der Aufwand ist eigentlich recht gering: im Laufenden Jahr kaufe ich immer den Fonds der Allokation, der am weitesten zurückhinkt und einmal im  Jahr schichte ich um.
Das schwerste am Rebalancing  ist nur, herauszufinden, wie groß die Positionen in Relation zueinander sind. Ich hab mir mal eine OpenOffice-Tabellenkalkulation gebastelt, die mir genau sagt, was zu tun ist (geb ich dir gern in Dt., engl. Version hier im Forum ). Der Aufwand liegt damit also sowohl unterm Jahr als auch am Ende bei ca. 5-10 Minuten pro Vorgang (der Großteil entfällt auf das aktualisieren der Fondswerte). Aufs Jahr gesehen also ca. eine Stunde.

Quote
2.   Mein Finanzberaterverkäufer hat mir ein Depot im Lebensversicherungsmantel angeboten.
Hahaha, klar; ich habs mal eben für dich korrigiert ;)

Nein im Ernst, das ist fast immer eine sehr schlechte Idee. Bisher habe ich noch kein Versicherungs-Kapitalanlageprodukt gesehen, dass mich nicht irgendwo (meist versteckt) über den Tisch zieht.
Mische nie Geldanlage und Versicherungen. Du wirst dadurch an die Versicherungsbedingungen (die noch so schön aussehen können) gebunden und bist nicht mehr so flexibel wie mit einem direkten Depot. Du vermeidest zwar die Steuerbehandlung eines Depotes, dafür holst du dir die Besteuerrung der LV ins Boot, du gewinnst also nichts dabei.
Zu Beachten ist auch, dass du Ansprüche gegen ein Versicherungsunternehmen erhältst und sehr wahrscheinlich nicht direkt am Sondervermögen (des/der Fonds) beteiligt bist; das ist ein (für mich) nicht hinnehmbares Klumpenrisiko.

Jill

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #231 on: September 24, 2014, 02:45:57 AM »
Vielen dank!

I went directly to TK, and because they'll take an average, I don't have to pay health insurance this calendar year. I'm under the limit.

Yay!

Now I just have to find a job by January!

LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #232 on: September 24, 2014, 02:51:00 AM »
Interessehalber, wie kommt deine Glaskugel auf diese Prognose?
*kopfkratz* Wie ausdrücken: Ich glaube an Statistik, an die Gier der Leute (Psychologie) und dass sich Geschichte wiederholt. ^^
Nichts mit Zahlen oder so, da ich der Meinung bin, dass man kurzfristig eh nichts halbwegs genaues vorhersagen kann (ein paar Monate vorher sahs so aus, als ob wir die 11.000 beim DAX knacken dieses Jahr, dann kam der Russe auf die Krim)

Statistisch gesehen kommen große auf/abs am Aktienkurs in halbwegs regelmäßigen Abständen, so wie früher mal El Nino in ca. 7 Jahren Zyklen. Der letzte Höhepunkt war 2007, wir haben 2014.
Statistisch gesehen liegt da oft eine Kurserhöhung von 50% - 2/3 zum letzten Höhepunkt vor. Bei den 10.000+ hatten wir diesen Stand schon.
Statistisch gesehen liegt das KGV überm Durchschnitt.
Andere Statistiken sagen, dass trotz der hohen Kurse die letzte Krise nicht vorbei ist, wir eigentlich noch mitten drin sind.

Psychologie: Der 10% Abfall letztens lässt sich nicht (rein wirtschaftlich) dadurch erklären, dass irgendwas in der Ukraine vorgeht (Ukraine und Russland machen beim Gesamtexport EU ~7% aus, d.h. selbst wenn alles weg fällt wäre das kein Grund für 10% weniger). Es scheint also ein paar Nervöse zu geben. Durch den Abfall dürften jetzt noch mehr stop-loss scharf gestellt sein.

niedriges Zinsniveau: Zweideutig: Zum einen heizt das Kurse an, zum anderen zeigt es auch, wie schlecht es eigentlich real steht. Allerdings ist gerade dadurch die Wahrscheinlichkeit auch gering, dass Leute verkaufen, da die Dividende das DAX immer noch doppelt so hoch ist wie die der 10-Jahres-anleihe Bund

Was gegen eine Blase und damit gegen einen Crash spricht: Bisher ist keine "Dienstmädchenhausse" in Sicht, sind wohl noch alle zu sehr verbrannt vom letzten Mal. Ich behalte auf jeden Fall die BILD im Auge - wenn die titelt "die besten 10 Aktien für 2015", dann wirds Zeit zu gehen ;)

Wie gesagt, Kristallkugel, die Börse kann man nur so gut wie das Wetter vorhersagen - es kommt Sommer, es kommt Winter, aber wann genau der erste Schnee fällt...

Eine Ergänzung noch: Das "in einem Jahr" gilt nur, wenn der Kurs wieder kräftig ansteigt. Ich sehen den Punkt so bei ungefähr 11500. Wenn jetzt alle durch den letzten Abfall vorsichtig geworden sind, kann es auch noch 3-4 Jahre seitwärts gehen. Aber daran glaube ich eher nicht - gerade wegen den niedrigen Zinsen. "Die deutschen Sparer" jammern rum und werden sicherlich dieses Jahr noch von ihren Anlageberatern den Tipp kriegen, in Aktien zu gehen, "gerade jetzt, wo es wegen der Ukraine noch günstig ist" - wenn das nicht bereits geschieht.

----

@AugsburgMustache:
1) MSCI ACWI ist nicht eindeutig. Bei der Ing-Diba (ich mag einfach deren Ansicht, keine Bankenempfehlung ^^) gibt das 8 Treffer.
Wahrscheinlich sind das Dollar-notierte Anlagen. Da musst du dir über die Währungsrisiken im klaren sein. Wegen der Währungsschwankung sind die USD ETFs gerade alle 6% "im Minus". Ich persönlich hab nicht viel Vertrauen in den Dollar, aber das ist wieder Glaskugel.
Ich würde nie alles auf ein Pferd setzen. Es macht nicht wesentlich mehr Arbeit, statt einem Papier dessen 5 zu haben, aber die Flexibilität ist größer. Außerdem dürfte der TER bei so einem großen Ding größer sein.
Du kannst das Rebalancing auch so sehen: Du nutzt deine jährlichen steuerfreien 800€ aus und zahlst in der Verkaufsphase weniger Steuern. Du schichtest ja eh nicht alles um.

2) Lebensversicherung: Noch nie von sowas gehört. Welchen Vorteil soll es dir bringen? Geht es um ausschüttende Fonds, die im LV-Mantel nicht "ausschütten"? Dann lieber die thesaurierende Variante und selbst machen. Die LV fordert nur Gebühren und hat den Nachteil, dass sie steifer ist als ein normales Depot.
Eine Lebensversicherung soll Hinterbliebene absichern. Sie zahlt theoretisch (ohne Abschläge) nur im Todesfall aus.
Wenn du das Geld, das ausgezahlt wird, ohnehin erst komplett ansparen musst, und es kein Zinsprodukt ist, macht es keinen Sinn, der LV Geld in den Rachen zu schmeißen. Einfacher ist das auszahlen bei einer LV auf jeden Fall nicht, sehr wahrscheinlich schwerer (oder zumindest länger dauernd).


PS: Nie Riester machen ;)
 

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #233 on: September 24, 2014, 02:59:53 AM »
@AugsburgMustache:
Ich vergaß noch; die Steuer sollte nicht Investmententscheidungen beeinflussen. Zu Bedenken ist, dass du einen jährlichen Freibetrag hast bis zu diesem du keine Steuer zahlst. Die Steuer "in der Rente" ist, sofern du nicht große Summen auszahlst, vermutlich nicht mit der Abgeltungssteuer, sondern mit deinem dann niedrigen persönlichen Steuersatz zu versteuern (Stichwort "Günstigerprüfung"), d.h. <25% (schau mal hier: https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/?)
Aber wer weiß, wie das Steuerrecht in 15-30 Jahren aussieht; sicherlich anders als heute.

AugsburgMustache

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #234 on: September 24, 2014, 03:29:42 AM »
Aus welchem Grund möchtest du das Rebalancen einsparen?
Vielen Dank für die Ausführungen, klingt alles sehr einleuchtend. Mir ist das Rebalancing nicht zu Aufwändig, das ist nicht mein Problem. Mir ging es um den steuerlichen Effekt. Da ich beim Rebalancing ja im Falle von Gewinnen in einem und Verlusten im anderen Fonds die "Gewinner" verkaufe um die "Verlierer" zu kaufen, zahl ich ja Abgeltungssteuer auf die Gewinne und kann somit weniger Geld fürs Rebalancing nutzen.
Wenn ich nur einen Fonds hätte, dann würde das wegfallen und die gesamte Rendite würde "reinvestiert" werden (ausl. thes. Swapper).
Wenn natürlich beide Fonds steigen, nur eben der eine mehr als der andere, dann könnte ich das rebalancing ja auch durch vermehrtes kaufen des weniger steigenden Fonds machen und müsste keine Gewinne realisieren. Das würde die Sache wieder etwas vereinfachen, zumindest steuerlich. Komplexe Geschichte mit dieser Steuer :-)


Du kannst das Rebalancing auch so sehen: Du nutzt deine jährlichen steuerfreien 800€ aus und zahlst in der Verkaufsphase weniger Steuern. Du schichtest ja eh nicht alles um.

So hab ich das noch gar nicht gesehen, gute Idee.

PS: Nie Riester machen ;)

Das sprengt jetzt wahrscheinlich den Rahmen, aber ich wäre hier um ein paar Ausführungen dankbar. Ich zweifel auch gerade an meinem Riester (abgeschlossen als ich mich noch nicht um Finanzen kümmern wollte, face punch received).

Für mich hat sich das immer folgendermaßen dargestellt: Ich zahle jährlich knapp 2000€ ein, dafür bekomm ich dann ne Zulage und kann die 2000€ auch von der Steuer absetzen. Selbst wenn das Riesterprodukt nur minimale Rendite erwirtschaftet, hab ich doch allein durch Zulage und Steuervorteil schon ne ordentliche Rendite, da mein eingezahltes Kapital ja gesichert ist oder? Was überseh ich? Die Produktgebühren oder ähnliches?


Die Steuer "in der Rente" ist, sofern du nicht große Summen auszahlst, vermutlich nicht mit der Abgeltungssteuer, sondern mit deinem dann niedrigen persönlichen Steuersatz zu versteuern (Stichwort "Günstigerprüfung"), d.h. <25% (schau mal hier: https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/?)
Aber wer weiß, wie das Steuerrecht in 15-30 Jahren aussieht; sicherlich anders als heute.

Das ist mal ein interessanter Gedanke, die Verbindung hab ich nie gezogen. Da ich von derzeit ca. 16000€ jährlichem Bedarf (und damit Einkünften aus Kapitalerträgen) in meiner Frührente ausgehe, dürfte sich der persönliche Steuersatz ja massiv in Grenzen halten...oder ziehe ich hier die falschen Schlüsse?

Viele Grüße
Andi
« Last Edit: September 24, 2014, 03:32:21 AM by AugsburgMustache »

DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #235 on: September 24, 2014, 05:26:58 AM »
Servus Andi,
Quote
Für mich hat sich das immer folgendermaßen dargestellt: Ich zahle jährlich knapp 2000€ ein, dafür bekomm ich dann ne Zulage und kann die 2000€ auch von der Steuer absetzen. Selbst wenn das Riesterprodukt nur minimale Rendite erwirtschaftet, hab ich doch allein durch Zulage und Steuervorteil schon ne ordentliche Rendite, da mein eingezahltes Kapital ja gesichert ist oder? Was überseh ich? Die Produktgebühren oder ähnliches?
Das ist nicht die Gesamtrechnung, sondern nur die "gut aussehende" Prospektrechnung. Die Gesamtrendite musst du Ex-Auszahlung betrachten, denn bei Auszahlung zahlst du Steuer (und SozV-Beiträge übrigens). Der Steursatz ist natürlich geringer, weil im Alter weniger Einkommen; real "sparst"du also lediglich den  Differenzbetrag im Steuersatz (Riester ist kein Steuersparmodell, sondern "verzögerte" Besteuerung!).
Der Vorteil ist, dass die Erträge in der Anlage steuerfrei wachsen können. Die zu errechnende Frage ist also, ob nach Gebühren noch etwas von der zinseszins-Überrendite übrig ist, und ob diese "Überrendite" den Liquiditätsnachteil aufwiegt... Und das kommt ganz auf den Vertrag an. Festverzinsliche Verträge, die ich bisher durchgerechnet habe, schnitten schlechter ab, als ein Direktinvestment. Eine erst gutaussehende ETF-Variante hatte über 1% versteckter Gebühren über die TER des Fonds hinaus, war also auch nicht lukrativ.
Aber das muss nichts heißen; meine Recherche zu dem Thema ist schon eine Weile her und die Produkte sind (für mich jedenfalls) sehr schwer zu durchblicken und zu vergleichen. Rechne am besten selber mit konkret angefragten Produkten nach! Sei dir nur klar, dass aktiv versucht wird, Gebühren zu verstecken und das Geld definitiv nicht vor 65 zur Verfügung steht (ich brauche das Geld z.b. deutlich vorher, weil ich nicht hoffe, "regulär" in Rente gehen zu müssen).
Eine Möglichkeit, die ich nochmal ansehen möchte, wäre, nur meine prognostische "Rentenlücke" mit dem Riester zu schließen. Mit zwei Kindern gibts nämlcih gute Zulagen, und ich könnte planen, den Riester "stillzulegen" wenn die Kinder groß sind und die Zulage wegfällt; diesen Termin würde ich so "timen" dass dann die Lücke größtenteils geschlossen ist. Ich weiß aber nicht, ob es geht, dass man nur eine Zeit lang bespart und vermutlich kostet das durch irgendwelche Gebühren auch wieder Rendite.


Bzgl. der Steuerfrage: Ich komme da mit dem Rechner auf 10,5% Durchschnittssteuersatz und 1680€ Steuer. Wenn die 16k Nettobedarf sind, müsstest du jährlich ca. 19k Jährlich aus dem Depot entnehmen und davon 2500€ ans Finanzamt zahlen (13,2% ø-Steuersatz; aber: nachschüssig bzw. unterjährig in Raten über Vorauszahlungen, d.h. Zinseszinsen für dich!).

LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #236 on: September 24, 2014, 07:15:06 AM »

Die Steuer "in der Rente" ist, sofern du nicht große Summen auszahlst, vermutlich nicht mit der Abgeltungssteuer, sondern mit deinem dann niedrigen persönlichen Steuersatz zu versteuern (Stichwort "Günstigerprüfung"), d.h. <25% (schau mal hier: https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/?)
Aber wer weiß, wie das Steuerrecht in 15-30 Jahren aussieht; sicherlich anders als heute.

Das ist mal ein interessanter Gedanke, die Verbindung hab ich nie gezogen. Da ich von derzeit ca. 16000€ jährlichem Bedarf (und damit Einkünften aus Kapitalerträgen) in meiner Frührente ausgehe, dürfte sich der persönliche Steuersatz ja massiv in Grenzen halten...oder ziehe ich hier die falschen Schlüsse?

Viele Grüße
Andi

Ja, in der MMM Auszahlungsphase zahlst du nur wenig Steuern - wir prassen ja nicht. Durch den Steuerfreibetrag (der nicht verschwinden wird, ganz egal wo sonst noch rumgebastelt wird), ist es fast egal wie hoch dein Steuersatz dann ist. In der Luxus-Minimumvariante (gemütlich leben) kannst du mit 10% rechnen, und dann eben aufwärts - aber da dieser Bereich dann "Bonus" ist, kann dir das auch recht egal sein ;)

@Riester: Das zu erklären brauchts ungefähr 2000 Worte. Ich dachte, ich hätte das mal geschrieben, aber ich finde nichts.... wahrscheinlich hab ichs aufgegeben, als es zu kompliziert wurde.
Einfacher ist es zu erklären, wenn man die nimmt, für die sich riestern lohnt:
Du bist langjähriger (30 Berufsjahre?) Gutverdiener mit mehreren Kindern und gehst mit einem Fondbasierten Riester als hauptsächliche (oder einzige) private Rentenversicherung in Rente ab 65 (...67) zu gehen. Ev. Vorruhestand ab 55. Mit dem Riester finanzierst du als Bauriester eine Immobilie.

Trifft eines davon nicht zu, wirds eng, bei 2 nicht zutreffenden Sachen machst du wahrscheinlich Minus.

Was du bei Riester wissen musst:
0) verzinste Riester kannst du vergessen - so wie MMM in Indexfonfs macht statt in Bundesanleihen ;) Alle weiteren Aussagen daher zu fondsbasierten (ich kenne übrigens keine, die Index-ETFs macht ohne großen Aufschlag)
1) Kapital wird aufgebraucht, es wird eine Annuitäten-Versicherung gekauft, d.h. dein Riestersparbetrag wird eine Versicherung, die dich monatlich auszahlt. Das Versicherungsunternehmen rechnet dabei mit einem sehr konservativen Lebensalter - du musst also sehr alt werden, um den "Nullpunkt" zu erreichen. Um richtig Profit zu machen, musst du Heesters heißen.  Übrigens arbeitet dann natürlich das Kapital für die Versicherung und nicht mehr für dich.
2) Gebühren. Viele Gebühren. Billig ist 5%, wohlgemerkt nach den (meist) ersten 5 Jahren in denen Abschlussgebühren und -provisionen dazukommen - Da geht schon mal 1/4 der ersten Beiträge flöten, gerade am wichtigen Anfang. Und dann noch die normalen Fondsgebühren. Gebühren fressen Zulagen auf.
3) Riester verringert deine Steuern - aber nicht um die 2100 die du einzahlen kannst, sondern die gehen vom brutto ab. Steuern zahlst du in der Rentenphase. Hast du da andere Einkünfte (gerade als MMM hast du die), zählen die natürlich auch - so dass du am Ende vllt. den gleichen Steuersatz hast. 
4) ganz wichtig: Riester ist personengebunden. Nichts mit Erbe etc.

kurz gesagt: Du bist besser dran du nimmst die 4% Mindesteinzahlung deines Bruttos und steckst sie in deinen stash.
Die selbe Aussage wäre übrigens auch für die gesetzliche Rentenversicherung gültig. Aber die Vorstandsgehälter und Glaspaläste der Versicherungen müssen ja irgendwie bezahlt werden ;)

Für die 50% Menschen in der unteren Einkommenshälfte (für die Riester offiziell ist), oder Langzeitarbeitslose, selbst wenn sie mal gut verdient haben, wird jedes Riestereinkommen komplett auf die Sozialrente angerechnet - und nach dem momentanen Stand der Politik musst du mehr als 30 Jahre ein dt. Durchschnittseinkommen (30.000€/Jahr) gehabt haben, um auf mehr als Grundsicherung zu kommen.
Darum gibts die volle Zulage vom Staat auch schon bei 5€ Mindesteinzahlung im Monat - in der (Sozial)Rente wird dann eh der volle Betrag gegengerechnet/einbehalten.


Fazit für alle MMMs zu Riester:  Als MMM erreichst du von den Rentenpunkten her niemals das Sozialrentenniveau. Dafür möchtest du von den EFT Renditen leben. Diese bzw. der Riester würden zumindest zum Teil angerechnet. Dann spar dir die Kosten des unflexiblen Riesters, die oft höher als die Zulage wären.


----

was lese ich da gerade?
Draghi will Anleihekäufe noch gefährlicher ausweiten
Ralf Streck 23.09.2014
Die Wirtschaft in der Eurozone habe nicht nur an "Schwung verloren", sondern befinde sich in der Stagnation, meint der Chef der Europäischen Zentralbank
Vielleicht crashts ja doch noch dieses Jahr :D Wahrscheinlich ist wegen dieser Aussage der Dax heute gekellert. Irgendeine Erklärung für jedes Wackeln brauchen die Börsenjournalisten ja immer. Ich liebe diese Märchenminute ^^




DaKini

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #237 on: September 24, 2014, 07:55:12 AM »
Ich bin sehr gespannt, wie die Sache weitergeht. Und wie es mir im Crash gehen wird. Prinzipiell würde ich mich über günstige Preise freuen, aber das Ersparte dahinschmelzen sehen ist sicher nicht einfach zu verdauen. Besser auf die "Anzahl der Anteile" und die Dividenden schielen ;) (Ich liebe die Quartalsdividenden :))

LennStar

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #238 on: September 26, 2014, 01:49:35 PM »
Ich korrigiere meine Worte von oben: Jetzt sehe ich eine sich zu formen anfangende Blase:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/banken-verlangen-strafzinsen-fuer-einlagen-von-unternehmen-13174154.html

Quote
Banken verlangen Strafzinsen
Wegen der Geldpolitik der EZB müssen Unternehmen auf ihr bei Banken geparktes Geld Gebühren zahlen. Das könnte auch den Privatkunden drohen.
Wenns jetzt schon so weit ist... gabs das schon mal??




stuttgarter

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #239 on: October 03, 2014, 07:01:05 AM »
Hi all. If you live in Stuttgart, or anywhere in Germany, join our Facebook Groups to meet up and discuss!

https://www.facebook.com/groups/mustachians.stuttgart

https://www.facebook.com/groups/mustachians.germany/

stuttgarter

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #240 on: October 03, 2014, 07:12:09 AM »
Hi zusammen. Is tnoch jemand aus Stuttgart hier?

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #241 on: October 03, 2014, 07:23:00 AM »
Hallo alle,

ich habe gehört, dass man bei der comdirect zur Zeit gewisse iShares-ETF (u.a. den mich interessierenden DJ STOXX 600) kostenlos besparen kann. Kann das jemand bestätigen? Wer ist bei der comdirect und kann von seinen Erfahrungen berichten? Ich bin z.z. bei der DAB-Bank und muss für meine iShares-Käufe 2.50 Euro + 0.25% zahlen. Bin mir aber noch etwas unsicher. Irgendwo muss es doch einen Hacken geben?

Ein "Nachteil" sind wohl die Depotgebühren. DAB ist generell kostenlos, bei der comdirect muss man wohl einen Sparplan laufen haben, der mind. einmal pro Quartal ausgeführt wird.

Schönen Feiertag euch noch! 

Imrael

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #242 on: October 04, 2014, 11:50:57 AM »
Ich bin bei der Comdirekt und hab mal n bissl rumgesucht. Viel mehr als die Werbebroschüren find ich da auch nicht.

In dieser Broschüre stehen ein paar Infos drin: https://www.comdirect.de/cms/media/corp0219.pdf
Quote
Kein Ausgabeaufschlag und im Wertpapiersparplan nur 1,5 % des
Ordervolumens – maximal 4,90 Euro – pro Transaktion und WKN.

Quote
Der Erwerb von ETFs über den Sparplan verursacht Kosten wie
z. B. Ordergebühren, Ausführungsentgelte und Verwaltungs­
vergütungen.

Insofern biste damit an sich auch nicht besser dran als wenn du so kaufst, da du ja vermutlich nicht alle 2 Wochen einkaufst, sondern nur alle paar Monate mal und dann in größeren Tranchen.


Ansonsten hätte ich dann auch noch eine Frage an die Allgemeinheit:
Ich würd auch gern bei der Comdirekt mit dem investieren in ETFs beginnen und muss mich nun für einen entscheiden.
Da ja an vielen Stellen für den Anfang gern mal eine möglichst breite Diversifizierung geraten wird, hab ich dann gleich mal nach Möglichkeiten für den MSCI World geschaut.
Da gibts bei der Comdirekt 12 Stück und die sehen alle ziemlich verschieden aus.
MSCI World ETFs bei Comdirect

Aus verschiedenen Gründen fiel mein Blick auf diesen hier: https://www.comdirect.de/inf/etfs/detail/uebersicht.html?ID_NOTATION=14152617&MARKET_SELECTION=true

Gedanken dahinter:
- ausschüttend
- replizierend
- deutsche ISIN
- bereits recht lange Lebenszeit

Kontra sind allerdings im Vergleich zu den anderen angebotenen ETFs:
- mit 0.5% TER vergleichsweise teuer (die anderen gehen bei 0.2% los, sind dafür aber aus anderen Gründen komisch)

Spricht da irgendwas ernsthaft dagegen? Wenn nicht würde ich da in den nächsten Wochen mal mit beginnen.

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #243 on: October 05, 2014, 12:35:22 AM »
Hey Imrael,

danke für deine Antwort. Laut https://www.comdirect.de/cms/wertpapiere-etf-offensive.html können die 75 Aktions-ETF (u.a. der DE0002635307, aber nicht dein verlinkter MSCI World) kostenlos bespart werden. Ich kaufe ca. 5-6 Mal/Jahr.

Für den Anfang rate ich dir nicht zu dem ausgewählten ETF, weil er in Irland (trotz DE-ISIN) domesziliert ist. Das kann die Steuererklärung erschweren. Falls du in einem Euro-Land wohnst und wohnen möchtest, halte ich es für problematisch, wenn dein einziger ETF in US-Dollar gerechnet wird. Und ja, ein TER von 0.5 muss nicht sein...

Imrael

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #244 on: October 05, 2014, 01:51:47 AM »
Hmm, das hieße aber, dass ich die Kombination MSCI World und Comdirect verwerfen kann, weil imho die anderen verfügbaren ETFs aus anderen Gründen doof sind.

Was nehm ich ansonsten als Alternative?

Lordy

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #245 on: October 07, 2014, 09:20:38 AM »
Für den Anfang rate ich dir nicht zu dem ausgewählten ETF, weil er in Irland (trotz DE-ISIN) domesziliert ist. Das kann die Steuererklärung erschweren. Falls du in einem Euro-Land wohnst und wohnen möchtest, halte ich es für problematisch, wenn dein einziger ETF in US-Dollar gerechnet wird. Und ja, ein TER von 0.5 muss nicht sein...

Ich dachte, die Steuer ist nur bei thesaurierenden Fonds ein Problem. Bei den Ausschüttern wird die Steuer doch automatisch abgeführt. Oder hab ich da was verpasst?

Gruß,
  Lordy

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #246 on: October 07, 2014, 09:37:19 AM »
@Lordy, es gibt aber relativ viele Ausschütter, die (Teil-)Thesaurierungen vornehmen (unter bundesanzeiger.de checken). Wurde weiter oben in diesem Thread angesprochen.

@Imrael, es gibt verschiedene Suchmasken (z.B. der Link zu justetf müsste irgendwo oben in diesem Thread gepostet sein), da kann man viele Einstellungen treffen und gezielt suchen.  Die Kombination MSCI World und Comdirect muss aber nicht per se schlecht sein. Auch ich bezahle im Moment Handelsgebühren. Das sind einmalige Ausgaben. Dividenden rollen aber für die gesamte Haltezeit rein (und ich plane sehr lange zu halten). Einmalausgaben also nicht überbewerten. Ein kostenloser Sparplan ist natürlich dennoch zu bevorzugen!

Lordy

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #247 on: October 07, 2014, 10:15:35 AM »
@Lordy, es gibt aber relativ viele Ausschütter, die (Teil-)Thesaurierungen vornehmen (unter bundesanzeiger.de checken). Wurde weiter oben in diesem Thread angesprochen.

Das ist ja mal wieder eine schöne Katastrophe mit dem deutschen Steuer"recht".

Aus dem Bundesanzeiger werde ich aber nicht schlau. Weiter oben steht "einfach die ISIN eingeben". Wenn ich das für einen beliebigen Fonds mache (z.B. A0D8Q4) bekomme ich jede Menge Treffer, finde aber nichts zu Ausschüttungen, Thesaurierung, oder ähnliches. Wonach muss man da genau suchen? Was ist mit ausschüttenden Fonds, die im Bundesanzeiger nicht auftauchen?

Danke und Gruß,
  Lordy

Imrael

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #248 on: October 07, 2014, 01:57:51 PM »
Wenn du in der Suche die ISIN DE000A0HGZR1 (siehe mein Beitrag oben) eingibst und die Selectbox daneben auf Kapitalmarkt, dann gibts ne Reihe Resultate. Da hab ich einfach mal aufs erste geklickt und dort nochmal mit Strg+F nach der ISIN gesucht. In der darunterstehenden Tabelle steht dann auch was zu Teilthesaurierungen drin. Leider ist mein Finanz-Fu noch nicht gut genug um damit was anfangen zu können :-/

schoenbauer

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Re: Mustachianism applied to German way of life // Deutsche MMM Ratschläge
« Reply #249 on: October 07, 2014, 02:39:19 PM »
im Bundesanzeiger nach der entsprechenden ISIN suchen und die Resultate nach Erscheinungsdatum ordnen lassen. Dann den ersten Eintrag "Besteuerungsgrundlagen" auswaehlen und hier noch mal per strg+f nach deiner ISIN suchen. Dort stehen dann die Ausschuettungsbetraege und (Teil-)Thesaurierungen (ausschuettungsgleiche Ertraege).